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Als Fußgänger bin ich in der Kette der Verkehrsteilnehmer das „schwächste“ Glied und damit insbesondere durch den motorisierten Verkehr in bestimmten Situationen sehr gefährdet. Für mich bedrohliche Situationen versuche ich, durch ständige Vorsicht und Aufmerksamkeit zu verhindern.
An ampelgeregelten Überwegen verlasse ich mich bei Fußgängergrün nicht auf mein Vorrecht, sondern versichere mich durch Blicke nach rechts und links davon, dass kein das Haltegebot missachtende Fahrzeug mein Leben gefährdet. Gerade in Zeiten tiefstehender Sonne, bei Dunkelheit, Regen oder Nebel verursachen rechts- oder linkseinbiegende Autofahrer durch unangepasste Geschwindigkeit mitunter tödliche Fußgängerunfälle.
An Fußgängerüberwegen („Zebrastreifen“) gebe ich durch mein Verhalten (Blickkontakt, Handzeichen) deutlich zu erkennen, dass ich die Fahrbahn queren möchte. Obwohl Auto- und Radfahrer verpflichtet sind, auch ohne diese Gesten durch Verlangsamung der Geschwindigkeit und Anhalten ihres Fahrzeuges dem Fußgänger absoluten Vorrang einzuräumen, zeigt sich in der Praxis eine zunehmende Missachtung dieses Gebots durch rücksichtsloses Weiterfahren. Sich regelgerecht verhaltende Fahrzeugführer sollten in ihrem Verhalten dagegen durch eine freundliche Geste bestärkt werden.
Auf gemeinsamen Geh-und Radwegen bleibe ich möglichst auf der rechten oder linken Seite, um Radlern oder anderen Fußgängern ein ungehindertes Passieren zu ermöglichen. Bevor ich die Seite wechsele, vergewissere ich mich durch einen Schulterblick über die rückwärtige Verkehrssituation. Vielleicht möchte mich ein Radler überholen, der sich vorher nicht bemerkbar gemacht hat.
Bevor ich eine Fahrbahn quere und hierzu den Bürgersteig verlasse, überzeuge ich mich davon, dass mich keine herannahenden Fahrzeuge gefährden können. Ein Gehen „nach Gehör“ verhindert eine Kollision mit einem Radler oder Elektrofahrzeug eher nicht. Ein plötzliches Betreten der Fahrbahn kann nicht nur bei schlechten Sichtverhältnissen ggfs. dramatische Folgen haben.

Gespür für Gefahrensituationen entwickeln

Ich bewege mich vorausschauend, achte auf die mich umgebenden Verkehrsteilnehmer und
versuche möglichst auch die rückwärtige Verkehrsituation im Blick zu behalten (plötzlich herannahende
Radler oder Autos).
An Grundstücksausfahrten und Straßeneinmündungen rechne ich mit aus- oder einbiegenden
Fahrzeugen, die eventuell meinen Vorrang nicht beachten. Dies gilt gerade bei der Nutzung
linksseitiger Gehwege, da ausfahrende Autolenker oft nur nach links sehen und mich
als von rechts kommend nicht wahrnehmen.

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