Werner Blanke: Dankeschön motiviert und baut auf

Werner Blanke mit seinem Enkel Tim. Foto: privat

Werner Blanke (64) ist Vorsitzender des ADFC Kreisverbands in Dortmund. Sein Herzthema ist die Kinder- und Jugendarbeit des Vereins.

Welche Aufgabe hast Du als Vorsitzender des Kreisverbands?

Als Vorsitzender repräsentiere ich den ADFC intern und extern und gestalte die Verbandsarbeit des ADFC Dortmund wesentlich mit.

Wie lange bist Du schon dabei?

Zuerst habe ich in der Arbeitsgruppe Mängelpunkte mitgearbeitet und bin dann 1983 als Beisitzer des Bezirksvereins Ruhr-Lippe gewählt worden, 1984 wurde ich stellvertretender Vorsitzender, 1991 Vorsitzender des ADFC. In diesem Zeitraum wurde der Bezirksverein in den Kreisverband Dortmund umgewandelt und die bisherigen Ortsgruppen von Bottrop bis Hamm wurden vom ehemaligen Bezirksverein als eigenständige Kreisverbände gegründet.

Wie bist Du dazu gekommen, Dich zu engagieren?

Erst war es die Unzufriedenheit mit den Bedingungen des Radverkehrs. Später machte die Vorstandsarbeit Spaß.

Wieviel Zeit investierst Du pro Woche/Monat/Jahr in Deinem Ehrenamt?

Pro Jahr zwischen 1200 und 1400 Stunden.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Durch meine berufliche Tätigkeit hatte ich täglich mit Kindern und Jugendlichen zu tun. Insofern war es für mich klar, dass auch der ADFC sich um diese Altersgruppe kümmern muss. Seit Jahren ist die Jugendarbeit entsprechend in der Satzung des ADFC Dortmund verankert und es finden jede Menge Aktionen im Kinder- und Jugendbereich statt, die ich gerne mit plane und begleite. Dazu gehört auch eine jährliche einwöchige Fahrradtour mit bis zu 30 Teilnehmern, die seit Jahrzehnten mit der Radfahrjugend des ADFC Dortmund mit großem Erfolg stattfindet.

Wenn man Kindern während des Radfahrens in die Augen schaut und deren Lust beim Radfahren sieht, am Schluss ein ehrliches Dankeschön hört, so baut das auf und motiviert immer wieder, weiter zu machen.

Welche Fähigkeiten sollte man in Deinem Bereich haben?

Ohne die Akzeptanz und Unterstützung der Familie kann eine solche andauernde ehrenamtliche Leistung nicht stattfinden.

Ohne Spaß an der Sache geht es auch nicht. Trotzdem muss man in der Lage sein, auch den inneren Schweinehund zu überwinden, um auch unangenehme Sachen, die selbstverständlich im Vereinsleben eintreten, zu bewältigen. Und wenn es mal nicht so geklappt hat, wie man wollte, darf man den Kopf nicht in den Schoß legen.

Eine gewisse Weitsicht ist ebenso gefragt wie Durchsetzungsvermögen insbesondere nach außen gegenüber der Verwaltung und der Politik.

Eine gute Vernetzung und messbare Überzeugungsarbeit erleichtert dabei die Arbeit.

Last, but not least, bin ich Kümmerer in vielen Bereichen.

Wie können sich andere, die sich dafür interessieren, am besten einbringen? Wo fangen sie an?

Ich denke, dass man eine solche Tätigkeit nicht einfach nachmachen kann. Es ist aus meiner Sicht auch vollkommen unwichtig, welche Funktion man ausfüllt. Wichtig ist es, sich für die Sache zu engagieren, hier das Radfahren mit all seinen Facetten zu pushen.

Dabei ist es gerade für einen Kreisverband wichtig, möglichst viele Bereiche abzudecken. Wer tatsächliches Interesse daran hat, wird garantiert eine Möglichkeit finden, sich zu engagieren. Auch diejenigen, die Kuchen für eine Aktion backen oder den Würstchengrill bedienen, sind wichtige Helfer im Leben eines Kreisverbandes. Wir im Kreisverband Dortmund sind ständig auf der Suche nach Menschen, die sich für die Belange der Radfahrer engagieren möchten.

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