Aktuelles

Schreiben des Bundes-ADFC an den Bürgermeister

23.04.18

Bordsteinabsenkung Diepenbrockstraße 2018 an Bürgersteig - als Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs?


Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig (Diesel-Skandal) werden die Städte verpflichtet, sich wirksam für die Einhaltung der Luftreinhaltegebote einzusetzen. Dies nahm der ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg zum Anlass, die Stadtoberhäupter der betroffenen Städte in Deutschland, die die Grenzwerte verletzen, anzuschreiben. Sie wurden darin aufgefordert, sich auf die rasche Förderung des Radverkehrs zu besinnen, der eine schnelle und effektive Minderung der Luftbelastung ermögliche, und erhielten auch einen Maßnahmekatalog mit Vorschlägen. Die ADFC-Verbände der betroffenen Städte wurden über diesen Brief informiert und gebeten, bei den Verwaltungen nachzuhaken.

Auch Gladbeck steht auf der „roten Liste“, und so nahm der Ortsverein das Schreiben des Bundes-ADFC zum Anlass, beim Bürgermeister nachzufragen, was die Stadt außer den bereits seit längerem geplanten Radverkehrsmaßnahmen zusätzlich zur Klimaverbesserung in Sachen Radverkehr zu tun gedenke.

Die Antwort der Stadtverwaltung zählte die seit Jahren in Arbeit befindlichen Planungen und Maßnahmen auf, wie das seit 2 Jahren in Arbeit befindliche Radverkehrskonzept oder die seit fast 20 Jahren sich etappenweise im Umbau befindende, sehr lange Horster Straße. Weiter fielen ihr noch „Bordsteinabsenkungen“ ein. Da wundert sich der ADFC: wieso dienen diese dem Radverkehr? Bürgersteige dürfen Radfahrende doch gar nicht benutzen! Oder will die Stadtverwaltung gar zu regelwidrigem Verhalten verführen??

Auch die ebenfalls genannte Anbringung von Fahrradampeln hat mit dem Diesel-Urteil nichts zu tun, sondern ist seit einiger Zeit von der STVO zwingend vorgeschrieben, im Laufe diesen Jahres umzusetzen.


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