Aktuelles

Mit dem Vorsitzenden der Verbandsversammlung des RVR, Josef Hovenjürgen auf Tour am Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet in Bottrop

05.11.17
Kategorie: Aktionen, Vest/Recklinghausen, Gladbeck, Verkehr

Josef Hovenjürgen mit Vera Bücker (ADFC Gladbeck), Tobias Lüdiger (CDU Gladbeck) und Heinz Brockmann (ADFC Bottrop) von links


Die Machbarkeitsstudie über den RSMR liegt nun seit einiger Zeit vor und wird in den beteiligten Städten Gladbeck, Bottrop und Essen in den politischen Gremien und den Stadtgesellschaften diskutiert. In Bottrop ist die vom Gutachter und dem RVR vorgeschlagene Wegeführung heiß umstritten. Sie soll an der vielbefahrenen Hauptverkehrsachse Gladbecker Straße entlang laufen. Das wird in Bottrop von fast allen Teilen der Politik und der Bürgerschaft kritisiert. Auch die ADFCs Bottrop und Gladbeck kritisieren diese Streckenführung, wenn auch aus anderen Gründen. Ihnen geht es natürlich nicht um wegfallende Parkplätze, sondern um ungesunde Abgase, Lärm und unzählige Ampeln, die den Radverkehr ausbremsen würden. Zwar nicht die politischen Entscheidungsträger Gladbecks, aber wohl Gladbecker Radfahrende sind davon massiv betroffen, wenn sie nach Essen radeln wollen. Das erkannte auch die Ortsgruppe Mitte der Gladbecker CDU und lud den CDU-Landtagsabgeordneten des Kreises Recklinghausen und Vorsitzenden der Verbandsversammlung des RVR, Josef Hovenjürgen zu einer Radtour entlang der vorgesehenen Bottroper Streckenführung ein. Dazu lud der Vorsitzende der CDU-Ortsgruppe, Tobias Lüdiger, auch die Vorsitzende des Gladbecker ADFC, Dr. Vera Bücker, ein. Die beiden einigten sich darauf, auch den Bottroper ADFC und die Bottroper CDU mit ins Boot zu holen.

So startete man gemeinsam am 18. Oktober ab Gladbeck und fuhr ein Stück entlang der vorgesehenen Route, die keinen der Mitfahrenden überzeugte. Anschließend wechselte man unter Leitung und mit Erläuterungen des Bottroper ADFC-Vorsitzenden Heinz Brockmann und Vera Bücker auf eine Nebenroute, von der man die vom ADFC favorisierte Alternativroute einsehen konnte. Sie verläuft auf der ehemaligen Hafenbahntrasse etwas südlicher zum Bottroper Hauptbahnhof, ist weitgehend kreuzungsfrei und autofrei und für Gladbecker ca. 2 km kürzer. Dieser Vorschlag überzeugte Josef Hovenjürgen ebenso wie die Bottroper CDU-Vorsitzende Dr. Anette Bunse. Beide wollen sich für ihn einsetzen. Inzwischen hat die Stadt Bottrop einen anderen Gutachter beauftragt, eine Beurteilung des ADFC-Vorschlages zu erstellen. Hovenjürgen versprach, sich im RVR für eine ergebnisoffene Bewertung einzusetzen und zeigte deutliche Sympathien für die ADFC-Variante.

In Gladbeck ist die dort vom RVR-Gutachten vorgeschlagene Führung über die ehemaligen Hafenbahntrasse, beginnend an der Talstraße bis zur Bottroper Straße in Ellinghorst unumstritten und inzwischen auch vom Rat „abgesegnet.

Es ist zu hoffen, dass die Auseinandersetzungen um die Bottroper Streckenführung zu einem guten Ergebnis führen und den RSMR nicht zu sehr verzögern. Wir berichten weiter über die Entwicklung


© 2018 ADFC Vest Recklinghausen