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Neue StVO seit 28. April in Kraft

28.04.20
Kategorie: Aktuelles, RheinBerg-Oberberg, StVO

© Bernhard Werheid - So fing es vor zwei Jahren an - jetzt haben wir den Abstand in der StVO verankert



Am 28. April ist die neue Straßenverkehrsordnung endlich in Kraft getreten. Mit der Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) sollen laut Bundesverkehrsministerium, Verbesserungen für den Radverkehr erreicht und das Radfahren sicherer gemacht werden. Der ADFC hatte im Vorfeld kräftig gearbeitet, um mit einem eigenen Gesetzentwurf möglichst viele und weitreichende Verbesserungen für Radfahrende zu erreichen. Das Ministerium folgte dem ADFC-Entwurf in weiten Teilen. Auf
adfc.de findest du eine Auflistung der konkreten Änderungen für Autofahrende (bezogen auf den Radverkehr) und Radfahrende sowie eine ausführliche Pressemitteilung zur neuen StVO und den konkreten Änderungen.

Nachdem das Bundeskabinett am 23. März den StVO-Änderungen des Bundesrats zugestimmt hat, wird die aktualisierte StVO voraussichtlich Ende April im Bundesgesetzblatt verkündet. Sie beinhaltet neben verschärften Regelungen für den Kfz-Verkehr gegenüber dem Radverkehr, einige Neuerungen für das Verkehrsverhalten der Radfahrenden selbst.

 

·       Das Nebeneinanderfahren von Radfahrenden wird ausdrücklich erlaubt. Sofern anderer Verkehr nicht behindert wird, darf man auf dem Rad generell zu zweit nebeneinander fahren.

·       Auf Fahrrädern, die auch zur Personenbeförderung gebaut und eingerichtet sind, dürfen Menschen über das siebte Lebensjahr hinaus mitgenommen werden. Vorausgesetzt wird eine geeignete Sitzgelegenheit für jede Person.

·       Der grüne Pfeil für den rechten Fahrstreifen gilt nun auch für Radfahrende auf einem Radfahrstreifen oder Radweg. Darüber hinaus erlaubt ein spezieller Grünpfeil mit Fahrradsymbol das Rechtsabbiegen bei roter Ampel nur für Radfahrende, nach vorherigem Anhalten.

·       Es gibt ein neues Verkehrsschild für „Fahrradzonen“. Mit dem neuen Verkehrszeichen können nun nach dem Vorbild von Tempo 30-Zonen größere Bereiche mit „hoher Radverkehrsdichte“ eingerichtet werden, in denen die Regeln für Fahrradstraßen gelten.

·       Eine weiße Fahrstreifenbegrenzung links und rechts wird erlaubt und macht Radwege besonders außerorts ohne Straßenbeleuchtung besser erkennbar. „Haifischzähne“ zur Markierung der Vorfahrt von Radwegen wie in den Niederlanden sind demnächst neu im Straßenbild.

·       Bußgelderhöhung für das Radfahren auf Gehwegen zum Schutz von Fußgänger*innen von aktuell 10 bis 25 Euro auf 55 bis 100 Euro. Zugleich wurden die Bußgelder für die vorschriftswidrige Benutzung von beschilderten Fußgängerbereichen mit dem Fahrrad von 15 bis 30 Euro auf 25 bis 40 Euro erhöht.

·       25-40 Euro Strafe kostet die Missachtung von Verkehrsverboten für Fahrräder und für alle Fahrzeuge.

·       Es gibt ein neues Verkehrszeichen in Form eines Hinweisschildes für Radschnellwege.

Einen detaillierten Artikel zu der StVO-Änderung findet Ihr in der Radwelt 2/2020 auf den Seiten 12-15.


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