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ADFC und Stadt Coesfeld setzen auf das Rad

11.03.20
Kategorie: Aktionen, Aktuelles, Kreisverbände, Münster, Presse, Verkehr

Luger Schmitz von der Stadt Coesfeld @Peter Wolter



Klaus Aufenanger bei der Begrüßung der Teilnehmer @Peter Wolter


Auf Einladung des Sprechers der ADFC Ortsgruppe Coesfeld, Klaus Aufenanger, fand am 04. März im Brauhaus Stephanus eine Informationsveranstaltung zum Radverkehr mit Herrn Ludger Schmitz - dem Leiter des Fachbereichs Planung, Bau und Verkehr der Stadt Coesfeld - statt.

Zur Eröffnung begrüßte Klaus Aufenanger auch die Bürgermeisterkandidatin für Coesfeld, Eliza Diekmann und zwei Vorstandsmitglieder des ADFC Kreisverbandes Münsterland, Lux van der Zee und Peter Wolter. In seinem Statement ging Klaus Aufenanger auf die Entwicklung der ADFC Ortsgruppe Coesfeld seit ihrer Gründung im Jahre 2002 ein. Er lobte das große Engagement der zurzeit 18 Radtourenleiter, die jedes Jahr wieder viele interessante Radtouren anbieten.

18 ADFC Radtourenleiter halten Coesfeld in Bewegung

Bezogen auf die Verkehrssituationen in Coesfeld wünschte er sich, eine möglichst autofreie Innenstadt zu schaffen, um damit die Aufenthalts- und Lebensqualität der Bewohner zu erhöhen. Zum anderen sollte ein grundsätzliches Umdenken stattfinden – weg vom Autoverkehr hin zu alternativen Mobilitätsformen – insbesondere hin zum Radverkehr, um so für die nächsten Generationen eine lebenswerte Zukunft zu erhalten.

Ludger Schmitz nahm den Ball auf und wies darauf hin, dass die Stadt Coesfeld noch in diesem Jahr ein Mobilitätskonzept vorstellen wird, in dem es darum geht, alle Bereiche des Verkehrs besser miteinander zu verknüpfen. Danach ging er auf die neu geplanten Radwege und Radschnellwege für den Kreis Coesfeld und im Besonderen auf die Radverkehrsplanung in der Stadt Coesfeld ein. Die Radwegbreite soll möglichst 3 Meter betragen, damit Begegnungsverkehr und Überholen gefahrlos möglich werden kann. Zudem gibt es heute immer mehr Fahrradanhänger und Lastenräder, die mehr Platz benötigen. Dazu muss der Straßenraum neu aufgeteilt werden, zugunsten von Fußgängern und Radfahrern. Dabei wird es passieren, dass nicht immer alle Parkplätze erhalten bleiben, denn der Straßenraum ist endlich. Zum Abschluss zeigte er noch ein paar Bilder vom neu geplanten Bahnhof mit einem Fahrradparkhaus, in dem rund 350 Räder sicher und trocken geparkt werden können.

 Bundeminister Andreas Scheuer fördert direkt die Kommmunen

 Peter Wolter vom ADFC Kreisverband Münsterland mit rund 4350 Mitgliedern ging mit seinen Worten darauf ein: „Hauptsache Parken", war gestern! Dies war auch das Motto des diesjährigen Fahrradkongresses der Arbeitsgemeinschaft Fußgänger- und Fahrradfreundlicher Städte NRW (AGFS), der auch die Stadt Coesfeld angehört. Neunzig Prozent der Autos stehen 23 Stunden am Tag im öffentlichen Raum und dort allen im Wege. Durch diese Sichtbehinderung kommt es häufig zu Konflikten und Unfällen. Wer nachhaltigen und möglichst unfallfreien Straßenverkehr wünscht, der kommt an mehr und besserer Infrastruktur für Fußgänger und Fahrradfahrer nicht mehr vorbei. Auch wenn heute schon 30 Prozent der Coesfelder vorbildlich mit der Leeze unterwegs sind, so ist dennoch viel Luft nach oben. 50 Prozent sind keinesfalls bei guter Planung und politischem Willen möglich. Doch wo kein Angebot ist, entsteht auch keine Nachfrage, sprich die Leute bleiben lieber im Auto statt sich in den Sattel zu schwingen. Denn das muss man sich auch immer vor Augen halten, rund 50 Prozent aller Autofahrten finden im fünf Kilometerradius statt, eine Entfernung die für das Fahrrad wie gemacht ist. An Geld scheitert es heute nicht mehr, denn nach den Beschlüssen des Klimakabinetts stehen 900 Millionen Euro bis 2023 neben den vorhandenen 559 Millionen Euro zusätzlich für die Fahrradinfrastruktur zur Verfügung. Bundesminister für Verkehr Andreas Scheuer fördert damit erstmalig auch direkt Fahrrad-Projekte in den Kommunen.

 



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