Zum Weihnachtsmarkt in Oer-Erkenschwick

Zu neunt starteten wir bei trockenem Wetter zum Weihnachtsmarkt St. Peter und Paul in Oer-Erkenschwick. Durch die Brandheide, Suderwich und Essel erreichten wir den kleinen, hübschen Weihnachtsmarkt. Nach einer ersten Runde setzte leider etwas Nieselregen ein, durch den sich jedoch keiner der Teilnehmer großartig beeindrucken ließ – zu interessant die vielen kleinen Büdchen mit ihren vielfältigen, handwerklichen Angeboten. Auch für das leibliche Wohl hatte der Markt genügend Anreize parat: ob frisch geräucherte Forellen, Aale, die übliche Bratwurst und Co., Hunger und Durst brauchte niemand zu leiden. Für den bei solchen Anlässen eigentlich üblichen Glühwein war es aber mit 9 Grad fast schon ein wenig zu warm. Anderthalb Stunden später trafen wir uns dann am Fahrradabstellplatz wieder. Nach letzten Vorbereitungen für eine Regentour starteten wir dann über Alt-Oer zur Nachtfahrt über die Feldwege um Recklinghausen-Berghausen. Das Überqueren der Emscher signalisierte uns Castrop-Pöppinghausen und eine weitere viertel Stunde später standen wir wieder am Bahnhof Rauxel. Der Wettergott hatte es, Gott sei Dank, bei leichtem Nieselwetter belassen und die mutigen Radler sahen davon ab, den Tourenleiter ob seiner mangelhaften Wetterorder auf eine Extra-Runde durch den Regen zu jagen.

Hat trotz allem Spaß gemacht; ab nach Hause, die Räder auf die Leine und die Radler in den Trockner!

Text: Frank Ottmüller

Halde Rheinpreussen incl. Bahnfahrt

An diesem letzten(?) sonnigen Oktobersonntag trafen sich 25 Radler, um zunächst mit der Bahn bis Altenessen zu fahren. Von hier startete die Radtour auf alten Zechenbahntrassen und entlang der alten Emscher hin zum ersten Ziel, dem „Zauberlehrling“. Der „Zauberlehrling“ gehört zur Emscherkunst 2013 und stammt von der Künstlergruppe Inges Idee. Dieser geschwungene Strommast ist 35 Meter hoch und wurde aus Strahlprofilen gefertigt. Je nach Blickwinkel sieht der „Zauberlehrling“ immer etwas anders aus, sodass es wirklich aussieht, als würde er sich bewegen. Dieser Strommast hat Ähnlichkeiten mit einer menschlichen Figur und erinnert an den gerufenen Geist aus Goethes „Zauberlehrling“, der sich dem Gehorsam des Lehrlings entzieht. Dann ging es weiter am Rhein-Herne-Kanal bis zur Rheinfähre in Walsum. Bei diesem tollen Wetter mussten wir uns die Fähre mit vielen anderen Radfahrern und „Mopeds“ teilen. In Orsoy auf der anderen Rheinseite gab es dann die verdiente Mittagspause, die sich länger als erwartet hinzog, da die beiden ortsansässigen Gastronomiebetriebe mit der Vielzahl der Besucher ihre Versorgungsschwierigkeiten hatten. Anschließend durchfuhr die Gruppe die Rheinauen, um zum eigentlichen Ziel dieser Tour zu kommen, der Landmarke „das Geleucht“, einer 30 Meter hohe Grubenlampe auf der Halde Rheinpreußen. Als Symbol der Ruhr. 2010 ist das Geleucht die bekannteste Landmarke. Der Künstler Otto Piene entwarf für diesen am Rhein vor einer imposanten Industriekulisse gelegenen Standort „Das Geleucht“ als Sinnbild für „Kohle, die Wärme und Energie
durch Feuer schafft und die Grubenarbeit, mit ihren besonderen Bedingungen und Gefahren“. Fast alle ließen es sich nicht nehmen, die kleine Bergwertung auf die Halde hoch zu fahren, um dort oben die herrliche Aussicht zu genießen (Natur und Industrie).

Zurück ging es zunächst über die lärmerfüllte Autobahnbrücke, dann wieder ruhiger am Rhein entlang bis zum letzten Ziel, dem Landschaftspark Duisburg-Nord ( kurz LaPaDu). Dies ist ein etwa 230 Hektar großer Landschaftspark rund um ein stillgelegtes Hüttenwerk, der im Rahmen der IBA 1994 entstand. Die Industrieanlagen werden täglich mit Einbruch der Dunkelheit  durch eine farbige Beleuchtung von Jonathan Park in Szene gesetzt. Bei nun einsetzender Dunkelheit blieb uns ein kleiner Umweg durch den liebevoll gestalteten Garten eines Altenheimes nicht erspart... Entschädigt wurden wir dann aber am Rhein-Herne-Kanal durch den beleuchteten Gasometer und den kurz über dem Kanal leuchtenden vollen „Mond von Wanne-Eickel“, der uns  bis zum Bahnhof Essen-Dellwig „heimleuchtete“. Hier endete die Radtour und es wurde mit 24 Rädern und Radfahrern noch ein wenig eng in der S-Bahn bis Castrop-Rauxel.                                            

Text: Martin Kühl-Lukas,  Bilder: Rüdiger Boer & Joachim Krehl sowie Ruhrpottmedia

Feierabendtour zum "Hofcafè Königsmühle"

Feierabendtouren erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Ortsgruppe Castrop-Rauxel des ADFC war heute, am 23.09.2016, bei herrlichem Herbstwetter mit 12 Radlern schon zum dritten Male unterwegs, und zwar zum „Hofcafé Königsmühle“ in Obernette, angefahren über Grutholz und Beerenbruch zum Regenrückhaltebecken und dann entlang der Emscher, zurück auf Nebenwegen in Obernette, Nette und Bodelschwingh. Das Hofcafé, sonst  wochentags geschlossen, hatte extra für uns geöffnet.

Auf zwei anderen Touren hatten wir zuvor den Norden und Süden von Castrop-Rauxel auf ebenfalls schönen Fahrradwegen erkundet.

Ermuntert durch diesen Erfolg wird die Ortsgruppe noch weitere Feierabendtouren anbieten und kurzfristig ins Programm aufnehmen.

Zum Bahnbetriebswerk GE-Bismarck

Vor der göffneten Rauchkammertür der 44 1558

Mit 15 Leuten starteten wir um 1000 Uhr über Herne-Börnig durch das Naturschutzgebiet Vossnacken entlang der Köln-Mindener Bahnlinie. Dabei passierten wir den Kilometer 100,0 der Bahnlinie. Über Nebenstraßen erreichten wir dann den Herner Bahnhof. Weiter ging es vorbei an der ehemaligen Zeche Julia in Wanne. Am Wanner Hauptbahnhof warfen wir einen kurzen Blick auf die Bahnhofsgaststätte, die die Eltern vom Schauspieler Heinz Rühmann in den 20-iger Jahren des letzten Jahrhunderts bewirteten. Vorbei am Mondpalast und der ehem. Schachtanlage „Wanne-Unser Fritz“ legten wir in Sichtweite des alten Malakowturmes der Schachtanlage eine kleine Trinkpause ein. Nach ca. einem Kilometer erreichten wir dann das Bw Gelsenkirchen-Bismarck, wo uns Winfried Zawacki bereits erwartete. Ausgiebig haben wir uns dann die Baulichkeiten und Fahrzeuge des Bw’s angesehen. Faszinierend: der Führerstand der 1943 gebauten, 150-Tonnen Dampf-Güterzuglokomotive der Baureihe 44; 175 Jahre alte Technik zum Anfassen und Erleben. Winni und Frank konnten die vielen Fragen der Besucher sachkundig und ausführlich beantworten. Nach ungefähr 2 Stunden wurde dann zu Aufbruch geblasen. Leider verlief der Start nicht ganz so problemlos, da das große Rolltor der Mittelhalle aus den Führungen gesprungen war. Nach einer Stunde erfolgloser Reparaturversuche mussten wir dann aber die Heimfahrt antreten. Winni bemühte sich weiter um das defekte Rolltor. Nächstes Ziel war dann der Biergarten „Auf der Horst“ in GE-Bulmke-Hüllen. U. a. standen dort sehr leckere Frikadellen auf dem Speiseplan. Nach einer ausgiebigen und geselligen Pause im Biergarten ging es dann an die Rückfahrt über die Erzbahntrasse, den Rhein-Herne-Kanal und den Emscher-Radweg. Gegen 1745 Uhr erreichten wir dann wieder die heimatlichen Gefilde – etwas verspätet aber dennoch mit dem guten Gefühl einer gelungenen und nicht alltäglichen Radtour.

Text: Frank Ottmüller,  Foto: Franz Dondrup

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