Aktuelles

Wahlprüfsteine des ADFC Castrop-Rauxel zur Kommunalwahl 2020/ Die Antworten der Parteien

03.09.20
Kategorie: Castrop-Rauxel, Vest/Recklinghausen

In Castrop-Rauxel wurde seit Jahrzehnten eine Verkehrspolitik primär für den motorisierten Individualverkehr (MIV) betrieben. Aber Castrop-Rauxel braucht dringend eine Verkehrswende, d.h. eine Neuaufteilung des Verkehrsraums zu Gunsten von zu Fuß Gehenden, Radfahrenden und Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs und zu Lasten des MIV. Wir wollen eine für alle Menschen lebenswerte Stadt. Mit einer Radverkehrsinfrastruktur, die so sicher und komfortabel ist, dass Menschen von 8 bis 80 Jahren diese gerne und täglich nutzen.

Für den ADFC Castrop-Rauxel heißt das: #mehrPlatzfürsRad!

 

Vorgehen:

- Fragenkatalog des ADFC, Ortsgruppe Castrop-Rauxel an den im Rat der Stadt Castrop-Rauxel vertretenen Parteien

- Beantwortung der Parteien (mit Ausnahme der UBP) bis 31.08.2020 erfolgt

- Bewertung der Antworten durch den ADFC Castrop-Rauxel analog zu Schulnoten:

-          1 = sehr gut bis 5 = ungenügend

-          Wobei nicht die Einzelnote entscheidend ist, sondern der Vergleich mit den   Antworten der anderen Parteien

- Kriterien für die Bewertung waren für uns: waren die Antworten
            - konkret, - nachvollziehbar, - eigeninitiativ, - machbar, - bieten sie            Zukunftsperspektive, - nehmen sie die Perspektive Radfahrender ein.

- Veröffentlichung Antworten / Bewertung auf:

-  ADFC Homepage : https://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/vest-recklinghausen-ev/adfc-vor-ort/castrop-rauxel/adfc-castrop-rauxel.html

- Ruhrnachrichten

 

1. #VisionZero - keine Verkehrstoten oder Schwerverletzten

Sicherheit für Alle. Der ADFC Castrop-Rauxel fordert eine Verkehrspolitik, die das Ziel hat, die Anzahl der Verkehrstoten oder Schwerverletzten auf null zu reduzieren. Ein wichtiges Element dafür ist die Reduzierung der Geschwindigkeit. Tempo 30 entscheidet oft zwischen Leben und Tod und wirkt sofort.
Wie wollen Sie Radfahrende und zu Fuß Gehende, besonders Kinder, Schüler*innen und Senior*innen im Verkehr wirksam schützen? Wird sich ihre Partei für eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h einsetzen?

 

Bewertung der Antworten:

 

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die LINKE

FWI

3

2

1

5

1

3

 

CDU (Bürgermeisterkandidat Dr. Oliver Lind)

Ich fahre selbst gern mit dem Rad. Immer dort, wo es keinen Radweg gibt und man unmittelbar neben Schwerlastverkehr oder Busen entlang fahren muss, oder möglicherweise nur Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn markiert sind, fühlt man sich schnell unsicher. Das sehe ich kritisch. Daher bin ich für konsequent baulich von der Fahrspur für Kraftfahrzeuge getrennte Radwege. Zudem bin ich der Meinung, dass wir die Wichtigkeit des Tragens von Fahrradhelmen gesellschaftlich durch mehr Aufklärungsarbeit in den Köpfen der Menschen verankern müssen.

Wir brauchen aber auch mehr Öffentlichkeit für die Verkehrserziehung und Disziplin hinsichtlich der Einhaltung der bestehenden Schutzregelungen. Eine generelle Herabsetzung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit halte ich nicht für das richtige Mittel. Die Vorgabe für eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h befürworte ich aber ausdrücklich in Bereichen mit erhöhtem Gefahrenpotential, etwa vor Schulen, Seniorenheimen oder im Bereich der Innenstadt.

 

SPD

Wir benötigen ein Klima, in dem Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer*innen die Regel ist und der oder die jeweils „Schwächste“ die Geschwindigkeit vorgibt. Daher wollen wir auch mehr Fahrradstraßen und Tempo 30 Zonen in Castrop-Rauxel realisieren. Zugleich benötigen wir, wo immer es geht, separate Fahrradstreifen, um den Radverkehr zu fördern, um perspektivisch den motorisierten Individualverkehr zu verringern.

 

Bündnis90/Die Grünen

Gerade wird in unserer Stadt das Nahmobilitätskonzept erarbeitet. Wir sehen in ihm die Eintrittskarte in die AGFS (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte). Bereits seit 2015 streben wir die Mitgliedschaft an. Allerdings hatten wir etliche Hürden in der Verwaltung zu überwinden. Die Umsetzung des Nahmobilitätskonzepts wird auf jeden Fall den bestmöglichen Schutz der Radfahrenden und Zufußgehenden erreichen.
< Ja. Wir werden uns für eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h einsetzen.

 

FDP

Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer ist uns ein wichtiges Anliegen. Jedoch sehen wir bei einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h eher eine Belastung für die Umwelt und die Autofahrer, als einen tatsächlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Wir setzen uns daher für den Ausbau von Rad- und Fußgängerwegen ein.

 

Die LINKE

Die Linke Castrop-Rauxel unterstützt die Forderung nach einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h für Kraftfahrzeuge. Das steht auch im „Aktionsplan Klimagerechtigkeit“, den die Bundestagsfraktion der Linken beschlossen hat.
Darüber hinaus müssen die Fuß- und Radwege in Castrop-Rauxel verbessert und sicherer gestaltet werden.

 

FWI

In Castrop-Rauxel gibt es immer noch Rad- und Fußwege, die nicht vollständig oder ausgebaut sind. Eine sichere Kennzeichnung von Rad- und Fußwegen muss umgesetzt werden. Eine nachvollziehbare Rad- und Fußwegeführung führt zu höherer Sicherheit. Tempo 30 Zonen werden von uns immer dort befürwortet, wo Schulen, Wohnheime für Senioren und Menschen mit Behinderungen liegen und in geschlossenen Wohngebieten.

 

2. #Gleichberechtigung

Wir brauchen #mehrPlatzfürsRad. Wir wollen den Radverkehrsanteil bis 2025 auf 25% steigern.
Werden Sie den Straßenraum gerechter verteilen, auch indem an Hauptstraßen Spuren für den Radverkehr umgewidmet werden? Werden Ampelschaltungen so angepasst, dass Radfahrende - wie heute Autofahrende - die Kreuzungen in einem Zug überqueren können? Werden Sie Autoparkplätze für Fahrradabstellanlagen umwidmen?

 

Bewertung der Antworten:

 

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die LINKE

FWI

4

4

3

4

2

4

 

CDU (Bürgermeisterkandidat Dr. Oliver Lind)

Wie gesagt, bin ich dafür, Radwege wo immer es nachträglich möglich ist, baulich von Fahrspuren für Kraftfahrzeuge zu separieren. Insofern sollen sie mehr Raum erhalten. Das ist bei vielen Straßen im Stadtgebiet vorstell- und realisierbar.
Die Fahrgeschwindigkeiten bei Radfahrern sind sehr unterschiedlich, insofern halte ich eine Synchronisierung mit Ampelschaltungen für eine „grüne Welle“ für sehr schwierig. Vor allem vor dem Hintergrund, dass diese auch mit dem Kraftfahrzeugverkehr  synchronisiert werden müsste. Denn hier war und ist das Ziel, Immissionen von Lärm und Abgasen durch die „grüne Welle“ zu vermeiden. Da kämen sich zwei ökologische Zielvorstellungen in die Quere. Ich würde viel mehr darauf setzen, Radspuren, etwa an „T-Kreuzungen“, baulich so zu separieren, dass Radfahrer am Rande der Ampelanlage ungehindert weiterfahren können.

Dort wo der Bedarf erkennbar ist, sollten wir unbedingt vernünftige Abstelleinrichtungen für Fahrräder schaffen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, beispielsweise in der Innenstadt am Marktplatz oder am Münsterplatz eine Radstation o.ä. einzurichten. Insbesondere vor dem Hintergrund der großen Nachfrage an E-Bikes oder Pedelecs wäre ein gesicherter Abstellort eine gute Sache für unsere Stadt.

 

SPD

Wir haben bereits beschlossen, dass wir auf der B235 auf eine Fahrbahn zugunsten eines Fahrradstreifens verzichten wollen. Wir müssen dem Fahrradverkehr Vorrag einräumen.

Es müssen dringend an mehreren Stellen neue, zusätzliche Abstellmöglichkeiten geschaffen werden. Mit sogenannten Mobilstationen, die zum Teil über den VRR gefördert werden können, sollen in absehbarer Zeit Anreize zum Umstieg auf das Rad geschaffen werden. Wir denken hier besonders an den HBF und die Innenstadt, aber auch die weiteren Knotenpunkte zu Bus und Bahn.

 

Bündnis90/Die Grünen

<In dem Nahmobilitätskonzept ist die gerechtere Aufteilung des Straßenraums vorgesehen.
<Ja. Die Ampelschaltungen müssen die Radfahrenden als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer berücksichtigen.
< Ja. Wenn der Radverkehr zunehmen wird, benötigen die Radfahrenden auch mehr Abstellmöglichkeiten.

 

FDP

Wir setzen uns für einen Ausbau des Radwegenetzes ein, auch und gerade auf Hauptstraßen. Insgesamt sollte auch die Ampelschaltung im Sinne der Radfahrer angepasst werden. Zudem ist klar, dass wir gerade in Ballungszentren Fahrradabstellanlagen benötigen. Jedoch sollten hierfür keine Autoparkplätze umfunktioniert werden, sondern Lösungen gefunden werden, mit denen alle Verkehrsteilnehmer leben können.

 

Die LINKE

Die Linke Castrop-Rauxel fordert, dass an allen Hauptstraßen Spuren für den Radverkehr angelegt werden.
Alle Ampelschaltungen sollten daraufhin überprüft werden, ob sie Fußgänger- und fahrradfreundlich sind und dann entsprechend verändert werden.
An etlichen Stellen in Castrop-Rauxel müssen Fahrradabstellanlagen eingerichtet werden (insb. am Hauptbahnhof und anderen SPNV-Haltepunkten, am Altstadt- und Ickerner Markt, am Rathaus u.a.) (siehe unten Punkt 9). Wenn der Standort sinnvoll ist, müssen Autoparkplätze umgewidmet werden.

 

FWI

Die Aufteilung des Straßenraums um Radfahrer, Fußgänger, Motoradfahrer und Autofahrer muss neu gedacht werden. Alles was wir jetzt planen wird Erfahrungsgemäß in 10 Jahren umgesetzt. Wir brauchen also Mut zum Umdenken. In Cas-R haben wir noch Defizite bei den Radverbindungen zwischen der Nord-Süd- und der Ost- West-Verbindung. Es sind innovative Ideen gefragt, damit wir allen Verkehrsteinehmern gerecht werden. 

 

 

3. #Sehr gute Fahrradinfrastruktur

Wir brauchen breite, asphaltierte Radwege - wo immer möglich als “protected Bike Lane”, d.h. auf der Fahrbahn, aber baulich getrennt vom Autoverkehr - und klar strukturierte Kreuzungen, die sicher und zügig von zu Fuß gehenden und Radfahrenden Menschen überquert werden können.

Wie wollen Sie den Komfort für Radfahrende erhöhen? Was werden Sie tun, um die Qualität (Schlaglöcher, Wurzelaufwerfungen, schlechte Markierung, schlechte Beschilderung, schlechte Bordsteinabsenkungen, Auf und Ab an Einmündungen und Grundstückseinfahrten) der Radwege zu verbessern? Wie wollen Sie das Fahrradparken in Castrop-Rauxel verbessern? Werden Sie sich für den Bau von modernen Fahrrad-Abstellanlagen an allen wichtigen ÖPNV-Knotenpunkten einsetzen?

 

Bewertung der Antworten:

 

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die LINKE

FWI

4

5

3

3

3

3

CDU

Wo immer es geht, sollten Radwege asphaltiert, frei von Hindernissen und baulich vom Autoverkehr getrennt sein. Mängel sollten über die CAS-App gemeldet werden können. Aber es wäre unseriös zu sagen, dass wir das überall im Stadtgebiet realisieren können und jede Gehwegplatte, die von Baumwurzeln hochgedrückt wird, sofort wieder einebnen können. Vielmehr müssen wir einen konsequenten Erneuerungsprozess bestreiten und bei jeder Straßen- oder Gehwegsanierung die Frage nach Radwegen proaktiv mitdenken.

An besonderen Knotenpunkten, wie etwa an Bahnhöfen, Märkten oder in der Altstadt brauchen wir vertrauenswürdige Abstellanlagen, um die Fahrradnutzung für die alltägliche Zweiradnutzung attraktiver zu machen.

 

SPD

Solange nicht mehr Finanzmittel vorhanden sind, müssen wir eine Abwägung zwischen den Investitionen vornehmen. Wir als SPD werden hier einen stärkeren Fokus auf das Fahrrad setzen, um den Fahradfahrern mehr Vorrang einzuräumen.

 

Sogenannte „protected Bike Lane“ sind zwar bislang noch nicht realisiert,  dennoch gibt es Stellen im Stadtgebiet, wo dies eine sehr gute Lösung sein sollte. Der zu Nahmobilität tätige Arbeitskreis, um die Bewerbung als fahrradfreundliche Stadt, wird dazu sicherlich noch gute Hinweise liefern.

Gerade was Bordsteinabsenkungen angeht, so ist dies insbesondere auch für viele andere mobilitätseingeschränkte Personen eine wichtige Maßnahme.

 

Bündnis90/Die Grünen

< Für die Verbesserung der angestrebten Qualität müssen die Mängel erkannt und systematisch abgearbeitet werden. Hinweise der Radfahrenden sind auf der Cas-App möglich.
< Auf allen Parkplätzen für Kfz sollten Fläche für Fahrradabstellmöglichkeiten genutzt werden. Ein realistischer Weg ist von der Verwaltung zu erarbeiten.
< Ja. Nur so ist der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad möglich.

 

FDP

Um den Komfort für Radfahrer zu erhöhen, müssen breite Fahrradstreifen errichtet werden, die einen ausreichenden Abstand zum Autoverkehr gewährleisten können. Auch ist klar, dass eventuelle Hindernisse wie Schlaglöcher und schlechte Beschilderung ausgebessert werden müssen, um einen guten Radverkehr garantieren zu können. Um gutes Fahrradparken zu ermöglichen, müssen an zentralen Punkten in unserer Stadt, gerade auch in der Nähe von ÖPNV-Knotenpunkten, ausreichend Fahrrad-Abstellanlagen eingerichtet werden, um allen Fahrradfahrern einen Abstellplatz zu sichern.

 

Die LINKE

Die Linke Castrop-Rauxel wird sich für diese Punkte einsetzen und entsprechende Anträge und Anfragen im Rat und in den Ausschüssen einreichen.

 

FWI

Der Komfort für den Radfahrenden fängt ja schon dort an, wenn der Radweg Schlagloch frei ist, der Fahrradweg sicher ist und ein durchgängiger Radweg ist, der nicht plötzlich aufhört. An all diesen Mängeln muss gearbeitet werden.
Wie wollen Sie das Fahrradparken in Castrop-Rauxel verbessern? Der Bau von modernen Fahrradabstellanlagen an allen wichtigen ÖPNV-Knotenpunkten und den wichtigsten Autobahnauf- und abfahrten sind nötig Pendlerparkplätze dürfen nicht nur den Autofahrern vorbehalten werden. Dies verlangt in Cas-R ein Umdenken bei der Aufteilung des Verkehrsraum.

 

 

4. #Rücksicht

Auf Radwegen und in zweiter Reihe stehende Autos sind kein Kavaliersdelikt, sondern gefährden uns Radfahrende akut. Sie zwingen uns in den fließenden Verkehr oder in die Nähe gefährlicher Straßenbahnschienen.
Wie wollen Sie wirksame Kontrollen erreichen? Werden Sie konsequent rund um die Uhr abschleppen lassen? Baufirmen setzen die Vorgaben zur Baustelleneinrichtung nicht um. Wie wollen Sie das Baustellenmanagement für den Radverkehr verbessern?

 

 

Bewertung der Antworten:

 

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die LINKE

FWI

5

4

5

5

4

5

 

CDU

Die Überwachung des sog. „ruhenden Verkehrs“ ist die originäre Aufgabe des Ordnungsamtes. Die Kolleginnen und Kollegen dort sind sehr bemüht, entsprechende Verstöße zu ahnden. Sie leiden aber unter erheblicher Personalknappheit. Insofern können sie nicht immer und überall sein. Auch hier könnte die CAS-App hilfreich sein, um Verstöße melden zu können. Auch die Überprüfung der ordnungsgemäßen Einrichtung von Baustellen obliegt der Verwaltung. Auch in diesem Bereich ist die personelle Ausstattung mager, was dennoch  kein Grund sein darf, nicht auf Mindeststandards zu achten. Im Grunde handelt es sich hier um Fragen von Personalressourcen und Prioritätensetzung.

 

SPD

Hier muss insbesondere der KOD (Kommunaler Ordnungsdienst) personell verstärkt und sensibilisiert werden, um die Bedürfnisse der Fahrradfahrer*innen besser im Blick zu haben.

 

Bündnis90/Die Grünen

< Wirksame Kontrolle von parkenden Autos in der 2. Reihe und deren Abschleppen ist unrealistisch.
< Vorgaben zur Baustelleneinrichtung müssen kontrolliert werden.

 

FDP

Um falsch parkende Autos zu verhindern, müssen höher frequentierte Kontrollen durchgeführt werden. Wenn ein Auto dauerhaft den Radverkehr durch falsches Parken stört, soll es dafür auch rund um die Uhr abgeschleppt werden können. In Zusammenarbeit mit den Baufirmen müssen dann in den konkreten Einzelfällen schnelle Lösungen gefunden werden, die dem Radverkehr zugutekommen.

 

Die LINKE

Die Linke Castrop-Rauxel bezweifelt, dass sich das Problem der Falschparker durch Kontrollen und Abschleppen lösen läßt. Ähnliches betrifft das Baustellenmanagement. Wichtiger ist, einen Bewusstseinswandel bei den Autofahrer*innen zu erreichen. Dieser Bewusstseinswandel beginnt z.B. in den Fahrschulen. Nötig ist eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, nicht nur durch die Stadtverwaltung. Früher gab es kleine Aufkleber, die Fahrradfahrer*innen auf die Scheiben von Falschparkern kleben konnten. Außerdem sollte beim Ordnungsamt eine Art Hotline eingerichtet werden, damit (nicht nur Smartphone-Nutzer) Parkverstöße melden können.

 

FWI

Ohne Kontrollen wird es nicht gehen. Bei der Einrichtung von Baustellen ist auf Fuß- und Radfahrer Rücksicht zu nehmen. In der Vergangenheit gab es bei Baustellen oft kritische Situationen, weil oft für Fuß-, Rad- und Autofahrer keine klare Führung vorhanden ist. Auch hier sind regelmäßige Kontrollen nötig.

 

 

5. #Mehr Ressourcen fürs Rad

Castrop-Rauxel wird in der Haushaltsplanung 2020 nur einen geringen Betrag in die Radverkehrsinfrastruktur investieren; den Betrag pro Einwohner hat die Stadt dem ADFC auf Anfrage nicht nennen können, er dürfte aber bei weniger als 2 € pro Einwohner liegen; zum Vergleich: Utrecht 132 €, Oslo 70 €, Kopenhagen 36 €, Stuttgart 5 €, selbst das “arme” Berlin 4,70 €. Der Finanzbedarf der Kommunen wird vom Bundesverkehrsministerium im Nationalen Radverkehrsplan mit 8 bis 19 € angegeben.

Wieviel will Ihre Partei künftig pro Jahr in den Radverkehr investieren? Wie stellen Sie sicher, dass für Castrop-Rauxel Mittel aus den zahlreichen vorhandenen Fördertöpfen abgerufen werden? Das gesamte planende und entwickelnde Personal muss qualifiziert und beständig fortgebildet werden mit dem Ziel, Radverkehrsplanung als Querschnittsaufgabe in allen Planungsprozessen zu verstehen. Wie wollen Sie Personalentwicklung und -qualifizierung für die Radverkehrsförderung im zuständigen Fachbereich implementieren?

 

Bewertung der Antworten:

 

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die LINKE

FWI

2

4

4

4

4

4

 

CDU

Internationale Vergleiche sind an der Stelle nicht wirklich aussagekräftig, da die finanzielle Ausstattung von Kommunen sehr unterschiedlichen Systemen folgt. Klar ist aber, dass in Castrop-Rauxel zu wenig in die Straßeninfrastruktur und in den Ausbau des Radwegenetzes investiert wird. Nicht nur in den Ausbau, auch in die Aufrechterhaltung dieser Infrastruktur. Mit mir hätte es den völlig überteuerten und nicht genutzten Kulturplatz Leo nicht gegeben. Ich stehe dafür, die knappen Haushaltsmittel in die Dinge zu investieren, die wirklich wichtig sind, bevor wir uns Leuchtturmprojekten zuwenden. Fördermittel spielen in einer klammen Kommune eine ganz wesentliche Rolle. Daher werde ich eine eigene Stelle einrichten, deren einzige Aufgabe darin bestehen wird, Drittmittel zu akquirieren, damit wir wichtige Projekte anschieben können, für die wir eigentlich kein Geld haben. Ebenso wird es eine Person innerhalb der Fachverwaltung geben, die einen besonderen Schwerpunkt für den Radverkehr übernehmen kann.

 

SPD

Da eine ausreichende Finanzierung insbesondere der kreisangehörigen Städte im Ruhrgebiet durch Land und Bund nach wie vor nicht sichergestellt wird, wäre es dreist verlogen, die der ADFC diese für die Niederlande oder nordische Länder nennt, als erreichbar anzusehen.

Daher werden wir im Rahmen der  Fördertöpfe und der Haushalte der kommenden Jahre mehr investieren. Dennoch wird sich die SPD insbesondere im Bezug auf die „Selbstverständlichkeit“ der Betrachtung von Radverkehr und Fußgängern bei Planung von Infrastruktur mit auf die Fahne schreiben und dies von der Verwaltung einfordern.

 

Bündnis90/Die Grünen

< Die Investitionen ergeben sich aus den tatsächlich umsetzbaren Projekten.
< Das kann nicht sichergestellt werden. Fördertöpfe sind schön und gut. Wenn allerdings in der Verwaltung zu wenig Personal für Planung und Durchführung der Projekte zur Verfügung steht, können nicht alle genutzt werden.
< Personal muss im nächsten Haushalt eingeplant werden können.

 

FDP

Es muss so viel Geld investiert werden, dass flächendeckend in ganz Castrop-Rauxel sicherer Radverkehr von statten gehen kann. Wie viel das in konkreten Zahlen ist, wird sich zeigen. Allerdings sollte man unserer Meinung nach bereit sein, den entsprechenden Betrag auch zu leisten, wenn man ernsthaftes Interesse daran hat, Castrop-Rauxel zu einer Fahrradstadt zu machen.

Der zuständige Fachbereich muss mit den entsprechenden Experten in diesem Gebiet in einen ständigen Austausch treten, sodass die entsprechenden Qualifikationen in den Fachbereichen ankommen.

 

Die LINKE

Die Frage nach den finanziellen und personellen Ressourcen, die in den Radverkehr investiert werden müssen, kann erst auf der Grundlage des Radverkehrskonzeptes beantwortet werden (siehe nächste Frage). Zur Umsetzung sind entsprechende Prioriätensetzungen durch den Verwaltungsvorstand erforderlich. Voraussetzung hierfür wiederum ist ein Bewusstseinswandel in der städtischen Gesellschaft, der durch eine geeignete Öffentlichkeitsarbeit befördert werden muss. Die Linke Castrop-Rauxel wird sich für diese Ziele einsetzen.

 

FWI

Wieviel wir in € pro Jahr in den Radverkehr investieren werden, hängt von den zu verwirklichenden Maßnahmen ab. Eine Ertüchtigung von Straßen muss nicht nur die Herstellung der Fahrbahn, sondern auch die Einrichtung von Rad- und Fußwegen beinhalten. Radwege müssen deutlich gekennzeichnet werden, z.B. mit rotem Fahrbahnbelag.
Wie wollen Sie Personalentwicklung und -qualifizierung für die Radverkehrsförderung im zuständigen Fachbereich implementieren? Die Verwaltung ist in den letzten Fahren stark reduziert worden, wir brauchen wieder mehr qualifizierte Mitarbeiter.

 

 

6. #Radverkehrskonzept

Das Erstellen eines Radverkehrsführungskonzeptes für Castrop-Rauxel mit Anbindung an regionale und überregionale Radwege dauert viel zu lange. Die Stadt Castrop-Rauxel liegt in ihrem Zeitplan weit zurück.
Wird sich Ihre Partei für eine zügige Erarbeitung eines Radführungskonzeptes für Castrop-Rauxel einsetzen? Wie wollen Sie sicherstellen, dass zur Erarbeitung dieses Konzeptes und insbesondere zur anschließenden Umsetzung genügend Planungskapazitäten zur Verfügung stehen?

 

Bewertung der Antworten:

 

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die LINKE

FWI

5

5

3

5

2

3

 

CDU

Gute Dinge brauchen Zeit, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Die Fachverwaltung muss ohnehin besser aufgestellt werden. Der Kopf der Verwaltung muss aber auch die Wichtigkeit des Themas erkennen und dieses entsprechend konsequent vorantreiben. Das sehe ich gegenwärtig nicht.

 

SPD

Die Umsetzung läuft und ist leider Corona-bedingt verzögert.

 

Bündnis90/Die Grünen

< Ja.
< Das kann nicht sichergestellt werden. Siehe Punkt 5.

 

FDP

Wir setzen uns für eine zügige Erarbeitung des Radverkehrsführungskonzeptes ein. An einigen Stellen im Stadtgebiet lebt der Fahrradfahrer immer noch gefährlich, deshalb gilt es die nötigen Planungskapazitäten zu erschließen und ein Konzept so schnell wie möglich zu erarbeiten und dann auch umzusetzen.

 

Die LINKE

Die Linke Castrop-Rauxel unterstützt selbstverständlich die zügige Erarbeitung eines Radverkehrskonzeptes. Die Bereitstellung der erforderlichen Planungskapazitäten hängt davon ab, ob der Hauptverwaltungsbeamte und der Verwaltungsvorstand auch die erforderlichen Prioritäten setzt. Die Linke Castrop-Rauxel wird entsprechende Anfragen und Anträge stellen.

 

FWI

Die FWI hat seit Jahren einen neuen Mobilitätsplan gefordert. Dieser wird jetzt mit Hilfe der Verwaltung, Bürgern und Politik erstellt. Der begannene Weg und die Neuerstellung eines neuen Mobilitätsplans ist ein erster Schritt, dem schnell politische Beschlüsse und die Umsetzung folgen müssen.

 

7. #Radweg Wartburgstaße/Bochumerstr./Karlstr./Ringstr.

Die Pläne für die Umgestaltung der Wartburgstraße stadtauswärts zwischen Römerstraße und Rhein-Herne-Kanal liegen seit geraumer Zeit „in der Schublade“. Wann endlich wird nicht nur die Wartburgstr. „fahrradfreundlich“, sondern auch die oben genannten?
Wird sich Ihre Partei für eine zukunftsorientierte Radinfrastruktur auf den genannten Straßen einsetzen?

 

Bewertung der Antworten:

 

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die LINKE

FWI

4

3

5

5

5

5

 

CDU

Ich bin uneingeschränkt bei Ihnen, dass die genannten Straßen für Radfahrer absolut unangenehm sind. Bekanntermaßen handelt es sich dabei nicht um kommunale Straßen. Insofern sind wir auf die Zusammenarbeit mit „Straßen NRW“ angewiesen, was den Prozess langwieriger werden lässt. Aber auch hier gilt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, wenn man sich mit Nachdruck darum kümmert

 

SPD

Für die Wartburgstraße gilt, dass die Gespräche mit dem Kreis laufen und

darüber hinaus die Gespräche mit der Emschergenossenschaft noch nicht endgültig abgeschlossen sind, was die Verknüpfungenzum Emscherradwegsystem angeht.

 Für die anderen genannten Straßen sind die Begründungen schon in den Antworten der vorherigen Fragen gegeben worden (Personal und Finanzen).

 

Bündnis90/Die Grünen

< Im neuen Nahmobilitätskonzept sind ausgezeichnete Pläne erarbeitet worden.
< Ja.

 

FDP

Am besten so schnell wie möglich. Castrop-Rauxel muss zu einer fahrradfreundlichen Stadt werden. Es gilt daher die bereits entworfenen Pläne möglichst schnell umzusetzen.

 

 

Die LINKE

Selbstverständlich, das deckt sich mit unserer Forderung nach Radwegen an allen Hauptverkehrsstraßen.

 

FWI

 

Die Situration der Radfahrer auf der Wartburgstr. Ist nicht befriedigend. Im Zuge des Emscherumbaus und Emscherland 2027 sollt eine Umstrukturierung der Wartburgstr. Umgesetzt werden. Dazu gehören sowohl Rad- und Fußwege, so wie eine Anbindung an den Emscherradweg. 

 

8. #Fahrradstraßen

Als Fahrradstraße wird eine Straße bezeichnet, die vorrangig für den Radverkehr vorgesehen ist. Dies wurde 1997 durch die sogenannte Fahrrad-Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgelegt.Fahrradstraßen sollen Vorteile gegenüber dem Kfz-Verkehr schaffen und so auch zu mehr Sicherheit für Radfahrer führen. In den Niederlanden heißt es: Auf Fahrradstrassen sind Autos nur zu Gast!

Wird sich Ihre Partei für die schnelle Umwidmung in Fahrradstraßen der folgenden Straßen einsetzen?

- Eichenweg- Schulstr. bis Bahnhofstr.

- Obere Münsterstr. von Altstadtring bis Münsterplatz

- Bodelschwingherstr. - Grimbergstr. bis Dortmunderstr.

-  Straßburgerallee -Wakefieldstr. - Dorfstr.

-  Heerstr. - Alemannenstr. - Cheruskerstr. - Keltenstr.

 

Bewertung der Antworten:

 

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die LINKE

FWI

5

4

3

5

2

Keine Antwort

 

CDU

Nein, das wird es nicht geben, weil ich die Notwendigkeit bei diesen Straßenzügen nicht erkennen kann. Die Radfahrer sind in diesen Bereichen durchaus sicher, die Frequenz von Kraftfahrzeugen ist relativ gering. Im Bereich der Oberen Münsterstraße liegt die Sache anders, da kann ich mir die Einrichtung einer Fahrradstraße gut vorstellen, um den Besuch der Altstadt mit dem Fahrrad sicherer und attraktiver zu machen.

 

SPD

Fahrradstraßen sind aus Sicht der SPD eine gute Lösung. Auf welchen der von Ihnen genannten Straßen sich dazu die Möglichkeit ergibt, wird untersucht werden müssen.

Die SPD wird dazu entsprechende Anträge erarbeiten und in den zuständigen

Ausschüssen einbringen.

 

Bündnis90/Die Grünen

< Ja

 

FDP

Gerade am Altstadtring unterstützen wir solche Konzepte, da die Infrastruktur dies hergibt. Grundsätzlich sollte es aber unser Ziel sein, dass das Auto und das Fahrrad als Gleichberechtigte koexistieren können.

 

Die LINKE

Gute Idee, das werden wir unterstützen, auch für weitere Straßen wie z.B. Lange Straße, Biesenkamp u.a.

 

 

9. #Abstellanlagen

Radfahrende benötigen ebenso wie Autofahrer Plätze, an denen sie ihr Fahrrad sicher abstellen können.
Wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, möglichst schnell sichere Abstellmöglichkeiten an folgenden Punkten zu schaffen:

-  Hauptbahnhof

-  Bahnhof Süd

-  Rathaus

-  Altstadtmarktplatz

-  Marktplatz Ickern

 

Bewertung der Antworten:

 

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die LINKE

FWI

2

2

4

4

 3

Keine Antwort

 

CDU

Ja, wie oben bereits angesprochen, bin ich sehr dafür, sichere und attraktive Abstellmöglichkeiten an den wichtigsten Punkten unserer Stadt zu schaffen. Gerade in Kombination mit Projekten der Beschäftigungsförderung finde ich diese Vision sehr reizvoll.

 

SPD

Für den Hauptbahnhof wurde bereits ein Förderantrag an den VRR gestellt, um dort neue, abschließbare Fahrradabstellmöglichkeiten zu schaffen.

Am Bahnhof Süd wird im Zuge einer barrierearmen Neugestaltung der Bahnsteige das Thema Fahrradabstellung eine große Rolle spielen.

Für den Marktplatz Ickern wird die SPD ebenfalls eine Mobilstation fordern.

Weitere Plätze und Orte werden sicherlich in absehbarer Zeit Gegenstand von

Forderungen und Anträgen werden.

 

Bündnis90/Die Grünen

< Ja

 

FDP

Ja. Wer eine fahrradfreundliche Stadt möchte, darf nicht nur Aspekte der Verkehrssicherheit in die Prozesse mit einbinden, sondern muss eben auch solche logistischen Vorkehrungen, wie Abstellmöglichkeiten, treffen.

 

Die LINKE

Selbstverständlich, siehe oben die Punkte 2 und 3.

 

 

Und zum Schluss:

a) Was ist Ihr Leuchtturmprojekt für den Radverkehr in Castrop-Rauxel ?

b)  Welche Maßnahmen wollen Sie in den ersten 100 Tagen anpacken?

c)  Und welche Maßnahmen werden Sie in den ersten 100 Tagen umgesetzt

haben?

 

Bewertung der Antworten:

 

CDU

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

FDP

Die LINKE

FWI

3

3

3

3-4

2

4

 

CDU

a)

Ich möchte ein vernünftiges Verkehrskonzept für die Altstadt, dass animiert, mit dem Rad in die Stadt zu fahren. Enge Straßen, viele Busse und Einbahnstraßen halten viele Menschen davon ab. Das muss sich ändern.

B und c)

Der amtierende Bürgermeister hat nicht nur im Bereich Radwegeausbau in den letzten fünf Jahren viel Zeit verstreichen lassen, sondern insbesondere auch im Bereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. Es gibt an vielen Stellen dringenden Handlungsbedarf. Insofern ist es unrealistisch zu erwarten, dass in den ersten 100 Tagen bereits die ersten Bagger anrollen und neue Fahrradstraßen entstehen. Dennoch gilt es keine Zeit zu verlieren. Wir müssen analysieren, wo wir stehen, was wir machen können und dann in Planungsprozesse einsteigen. Ein Radverkehrskonzept für die Altstadt bedarf genauer Untersuchung, Planung und der Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger. Das stampft man nicht mal eben in gut drei Monaten aus dem Boden. Dann müssen wir uns den bestehenden Radwegen widmen und prüfen, in welchem Zustand sie sind und wie wir sie verbessern können und dann werden wir die Stellen beleuchten, wo neue Wege entstehen sollen und diese beplanen. Gleichzeitig muss die Verwaltung ihre eigene Expertise ausbauen und Gelder akquirieren. Ich halte es für unseriös und unglaubwürdig zu versprechen, nach 100 Tagen könnten baulich bereits Erfolge gefeiert werden. Was aber sichtbar seien wird, sind transparente Planungsprozesse unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Seien Sie versichert, dass die Verbesserung unserer Radwege bei mir eine große Priorität besitzt, aber lassen Sie uns realistisch und nachhaltig an diese Herausforderung herangehen.

 

SPD

a)

Radwegekreuz Habinghorst mit der „Lange Straße“ als Fahrradstraße

b)

Im Haushalt die Dinge einplanen, die wir oben beschrieben haben.

 c)

Mehr Entscheider auf das Rad zu bekommen, damit sie selber die Probleme verstehen.

 

Bündnis90/Die Grünen

a) Sicheres Radfahren auf der B 235 zwischen Habinghorst und Castrop
b) Aufhebung gemeinsamer Geh- und Radwege
c) Maßnahmen mit geringem Planungs- und Bauaufwand

 

FDP

a) Unsere Vision ist es, im gesamten Stadtgebiet den Fahrradfahrer mit dem Autofahrer zumindest gleichzusetzen und, wenn dies Sinn ergibt, ihn in Form von Fahrradstraßen sogar zu bevorzugen. 
b) Gerade an akuten Gefahrenpunkten, an denen Radfahrer immer wieder in Gefahr leben und mit dem Auto „konkurrieren“, müssen schnelle Lösungen gefunden werden, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
c) Hoffentlich die, die wir uns vorgenommen haben, um schlimmere Unfälle, gar mit Todesopfern, zu verhindern.

 

Die LINKE

Zum Schluss gilt es, mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben: Die Linke Castrop-Rauxel ist eine kleine Partei, wir werden nur mit wenigen Menschen in den Rat und die Ausschüsse einziehen und entsprechend gering werden unsere Einflussmöglichkeiten sein. Wir werden in jedem Sitzungsturnus einen Antrag zum Radverkehr einbringen. Priorität haben die Radwege an den Hauptverkehrsstraßen, und wenn wir in diesem Themenfeld etwas erreichen, wird das unser Leuchtturmprojekt sein. Selbstverständlich werden wir vernünftige Anträge anderer Parteien unterstützen.

 

FWI

a) Ein Leuchtturmprojekt ist z.B. ein durchgehender Radweg (ohne die jetzigen Umwege) von Ickern zum Hbf in Rauxel. Ein Radweg entlang der B235, Lückenschluss in Pöppinghausen.
b) In den ersten 100 Tagen würden wir die Bürgerbeteiligung installieren, was wir seit 30 Jahren fordern.

 

c) Maßnahmen, die in 100 Tagen umgesetzt werden können, bis auf die besagte gelebte Bürgerbeteiligung, ist gerade in Sachen Rad- und Fußverkehr ein langer Atem nötig, Den haben wir. 

 

 

 


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