Aktuelles aus Mönchengladbach

Fahrradland Deutschland. Jetzt!

03.08.17
Kategorie: Mönchengladbach, Aktuelles, Verkehr

Deutschland braucht die Verkehrswende. Und die Verkehrswende braucht das Fahrrad.

Am 24. September 2017 wählen die Bundesbürger den 19. Deutschen Bundestag. Danach liegt es an den gewählten Politikern, die richtige Wahl in Sachen Verkehrspolitik zu treffen.

Radverkehrspolitik wird vor Ort gestaltet, aber auch im Land und im Bund. Es ist falsch, wenn Bundespolitiker behaupten, dass über den Radverkehr vor Ort entschieden wird. Wenn der Bundesverkehrsminister die urbane Mobilität sehr deutlich fordert und die richtigen Rahmenbedingungen schafft, wenn er die Bürgermeister/ innen dazu drängt und wenn er Gelder für die Radinfrastruktur bereitstellt, passiert vor Ort sehr viel mehr.

Menschen wollen Radfahren. Jetzt!

Radfahren hat sich in den letzten Jahren weltweit zum Megatrend entwickelt. Immer mehr Städte haben erkannt, dass die Förderung des Radverkehrs eine Schlüsselrolle für die nachhaltige Umgestaltung des städtischen Verkehrs und für lebenswertere Städte einnimmt.

Auch in Deutschland schätzen immer mehr Menschen die Vorzüge des Radfahrens. Über 30 Millionen Menschen in Deutschland fahren mehrfach pro Woche Fahrrad, weil es auf kurzen und mittleren Distanzen unschlagbar schnell und günstig ist, Spaß macht, und gesund und umweltfreundlich ist. Im Tourismus erreicht das Fahrrad 10 Prozent der gesamten Binnenumsätze, das sind 10 Milliarden Euro jedes Jahr. In der Elektromobilität ist das Fahrrad wegweisend. Ganz ohne Kaufprämie sind bereits über 2,5 Millionen Pedelecs auf deutschen Straßen unterwegs, und der Boom bei den Cargobikes zeigt, welch enormes Potential der Radverkehr für eine umweltfreundliche Citylogistik besitzt. Das Radfahren im Alltag ist besonders bei jungen Leuten zum Lifestyle geworden.

Deutschland braucht die Verkehrswende.

Die Bundesregierung hat das Thema Fahrrad in der letzten Legislaturperiode komplett verschlafen und fördert den Radverkehr mit dem Bundesverkehrswegeplan bis 2030 mit nur 0,007% - deshalb startet der ADFC jetzt einen Weckruf!

Wir wollen, dass Politiker erkennen, dass Menschen nicht länger bereit sind, ihre Lebensqualität vor Ort und in der Republik für unnötigen Autoverkehr zu opfern.

Der ADFC fordert deshalb:

  • Vorrang für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV! • 800 Mio. Euro pro Jahr für Radverkehr!
  • Tempo 30 in Ortschaften!
  • Qualitätsstandards für Radinfrastruktur!
  • Radschnellwege statt Stadtautobahnen!
  • Kreative Verteilung von Finanzmitteln für Radverkehr an Kommunen!
  • Verkehr und StVO an Vision Zero ausrichten!
  • Eine/n Parlamentarische/n Staatssekretär/in fürs Rad!

Weitere Informationen zu unseren Forderung finden Sie hier

Deutschland braucht die Verkehrswende. Und die Verkehrswende braucht das Fahrrad. Jetzt!

Setzen Sie am 24. September ein Zeichen! 


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