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Burscheid im "Rampenlicht"

26.02.20
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, Verkehrsplanung

© ASS - So soll es aussehen



© Sabine Krämer-Kox



© Sabine Krämer-Kox



© Sabine Krämer-Kox


 

Laut Integriertem Entwicklungs- und Handlungskonzept muss die Zufahrt zur Innenstadt für Radfahrer*innen optimiert werden. Das Büro ArchitekturStadtplanungStadtentwicklung Hamerla I Gruß-Rinck I Wegmann + Partner (ASS) formuliert dies wie folgt: "Aufgrund der topographischen und räumlichen Verhältnisse bietet sich an, eine 2,50 m breite Radwegerampe mit einer Steigung von rd. 6,0 % in der Böschung parallel zum Garten weg zu errichten, die auf die Hauptstraße und somit direkt im Zentrum der Stadt mündet. Diese Anschlussstelle wird durch eine über der "Balkantrasse" freikragende, rd. 100 m² große Plattform weit sichtbar betont. Sie kann auch für außengastronomische Zwcke genutzt werden. ... Die Inszenierung dieser Plattformen wird entscheidend dazu beitragen, die Stadt Burscheid für Radfahrer*innen ins rechte "Rampenlicht" zu rücken.

1. Akt

Der erste Schritt für diese ambitionierten Pläne, für die sage und schreibe über 530.000 Euro veranschlagt wurden, wird gegenwärtig umgesetzt. An der Böschung wurden während der Karnevalstage - entgegen der ursprünglichen Aussage, der Maßnahme werden nur wenige Bäume zum Opfer fallen, umfangreiche Rodungsarbeiten vorgenommen.

Kritisch betrachtet

Jetzt bleibt abzuwarten, was weiter geschieht. Mit 6 % Steigung ist die Rampe keineswegs barrierefrei. Für Radfahrer*innen ohne E-Antrieb wird diese Rampe nicht der einfachste Zugang zur Innenstadt sein. Aus Fahrtrichtung Wermelskirchen (bergab) muss ein U-Turn vollzogen werden. Die Vorteile, die das Planungsbüro in dieser Form der Anbindung sieht, erschließen sich auf den ersten Blick nicht.

Die Mittel hätten an "anderer Stelle" vermutlich fahrradspezifisch sinnvoller investiert werden können, aber das wäre dann ja kein "Leuchtturm-Projekt" für Burscheid gewesen.


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