Mitarbeit im A-Team Wuppertal

Aktionen des Teams werden mit diesem Logo nach außen wiedererkennbar dargestellt.
Auf dem Geschwister-Scholl-Platz finden regelmäßig Veranstaltungen statt.
Holzkinder erinnern Autofahrer an die besondere Verkehrssituation an Kindergärten.
2004 fand ein Konzert mit Volker Rosin in der Stadthalle statt, in dem die Verkehrsgefährdung zentrales Thema war.

„Achtung Kinder“ ist das Aktionsteam der Stadt Wuppertal.  MitarbeiterInnen aus verschiedenen Zuständigkeitsbereichen der Stadtverwaltung, aber auch KooperationspartnerInnen der Polizei (Abteilung Verkehrsunfallprävention), der Verkehrswacht, der Wuppertaler Stadtwerke, des Kinderschutzbundes und natürlich des ADFC Wuppertal gehören ihm an. Gegründet wurde das Aktionsteam bereits im Jahr 1995, seit vielen Jahren arbeitet der ADFC intensiv in diesem Arbeitskreis mit. 

Das Aktionsteam „Achtung Kinder“ verfolgt das Ziel, Verkehrssicherheit von Kindern im Grundschulalter zu fördern. Jeder Verkehrsunfall, bei dem Kinder zu Schaden kommen, ist zu viel. Deshalb wird unter Einbeziehung der Eltern und LehrerInnen ein besonderes Augenmerk auf die Gruppe der 6 bis 10-Jährigen gelegt.

Im Grundschulalter werden die Kinder selbständiger, ihre Fähigkeiten erweitern sich, sie nehmen ihr Umfeld neu wahr und vergrößern ihren Bewegungsradius.Sie wollen viele Wege auch allein wagen. Hierzu nutzen sie unter anderem auch das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel. Es ist daher wichtig, die bereits im Vorschulalter gelegten Grundlagen der Mobilitätserziehung auszubauen. Selbständigkeit von Kindern entsprechend ihrer altersbedingten Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeiten ist zu schulen und zu entwickeln. Des Weiteren liegt es dem Aktionsteam am Herzen, das Thema Kinderverkehrssicherheit in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, um alle BürgerInnen dieser Stadt und insbesondere die AutofahrerInnen für dieses Thema zu sensibilisieren.

Thema in den Fokus der Öffentlichkeit rücken

Kinder bewegen sich immer weniger. Man weiß inzwischen, das diese Entwicklung zu Koordinationsproblemen nicht nur in körperlicher, sondern auch geistiger Hinsicht führt. Viele Kinder haben Schwierigkeiten, die Situationen und Prozesse im öffentlichen Straßenraum kognitiv zu erfassen und sich entsprechend zu verhalten. Dies führt  zur Erhöhung der Unfallgefahr. Durch die Zunahme des Straßenverkehrs sind die Eltern oft verunsichert. Sie wähnen Ihre Kinder sicherer, wenn Sie sie im Auto zur Schule oder den Freizeitveranstaltungen fahren. Leider ist dies jedoch ein Trugschluss. Es verunglücken mehr Kinder als Mitfahrer im PKW als Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.

Kinder, die im Auto gefahren werden, können dabei außerdem nicht lernen, sich aktiv und angemessen am Straßenverkehr zu beteiligen. Dadurch steigt die Gefahr, wenn Sie dann doch einmal allein unterwegs sind. Zu Fuß zu gehen hat noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Die Kinder erhalten morgens schon Bewegung, gleichzeitig wird ihr Sozialverhalten geschult.

Das Aktionsteam möchte durch die Zusammenarbeit mit den Schulen Kinder, Eltern und Lehrpersonal sensibilisieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Erwachsene werden ermutigt, Kinder mehr zu Fuß gehen zu lassen, statt diese zu chauffieren. Die Aktionstage binden die Themen Bewegung, Koordination und Wissen rund um das Thema Verkehr ein.

Beispielhafte Aktionen vergangener Jahre

Wir möchten einen Überblick über die Arbeit des Teams zu geben und stellen beispielhaft Aktionen der vergangenen Jahre kurz vor:

-  2006 veranstaltete das Aktionsteam „Achtung Kinder“ einen Verkehrssicherheitstag am Weltkindertag

- 2007 fanden unter der Regie des Aktionsteams „Achtung Kinder“ wieder Aktionstage zum Thema „Zu Fuß zur Schule“ statt

- 2008 wurde wieder einen solcher Tag organisiert, lediglich mit einem anderen vorgeschalteten Wettbewerb. In diesem Jahr konnten sich die Schulen in einem Verkehrssicherheits- Casting für den Verkehrssicherheitstag bewerben.

Ein weiterer Beitrag des Aktionsteams „Achtung Kinder“ ist die Aufstellung von Geschwindigkeitsdisplays (organisiert teils von der Polizei, teils von städtischen Fachabteilungen) vor Kindergärten, Grundschulen und Wohngebieten. Die Geschwindigkeitsdisplays können sichtbar (mit der angezeigten Geschwindigkeit), aber auch nicht einsehbar aufgestellt werden. Da die Displays verschiedene Parameter aufzeichnen können (Fahrzeugmenge, durchschnittliche Geschwindigkeit, Spitzen in der Geschwindigkeit – auch an verschiedenen Wochentagen) ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der Auswertung und daraus abzuleitende Maßnahmen (z. B. Anlage von Querungshilfen, verkehrsberuhigende Maßnahmen etc.).

Ferner verfügt das Aktionsteam „Achtung Kinder“ auch über mehrere Holzkinder die unentgeltlich von BürgerInnen Wuppertals ausgeliehen werden können. Sie werden überall dort aufgestellt, wo auf brenzlige Ecken im Straßenraum oder auf das Vorhandensein von Kindern (z. B. in Tempo 30 Zonen oder verkehrsberuhigten Straßen, Schulen) aufmerksam gemacht werden soll. Damit kein Gewöhnungseffekt für die AutofahrerInnen entsteht, verbleiben die Holzkinder nicht länger als 10 bis 14 Tage an einem Ort, so dass sie ständig im gesamten Stadtgebiet unterwegs sind.

Aktuell: Verkehrsquiz für die zweiten Klassen

Im September 2010 besuchen die Verkehrsberater der Wuppertaler Polizei alle Grundschulen. In den 2. Klassen wird ein Quiz mit dem Schwerpunkt Unfallprävention angeboten. Als Anreiz gibt es attraktive Preise wie Zoobesuche, Klettern in der Kletterhalle oder einen Gegenbesuch bei der Polizei zu gewinnen. Infos zum Quiz gibt es bei der Stadt Wuppertal unter www.wuppertal.de/verkehrsquiz

Kontakt: Stadtverwaltung Wuppertal: Herr Thorsten Leiendecker Tel.: 0202/ 563-5471 Email: thorsten.leiendecker (at) stadt.wuppertal.de

ADFC Wuppertal: Claudia Kathöfer Tel.: 0202/ 784757 Email: claudia.kathoefer (at) arcor.de

claudia.kathoefer(..at..)arcor.de

© 2019 ADFC ADFC Wuppertal/Solingen