Gesamtsimulation der Verkehrsabläufe

Anmerkung des ADFC: Dieser Punkt zeigt, dass Fahrradverkehr für die Planer in Wuppertal immer noch keine Rolle spielt. Anders ist es für uns nicht zu erklären, dass Fahrradverkehr in der angeblichen Gesamtsimulation nicht vorkommt. Solange dies so ist, muss gerade auch die Politik darauf achten, entsprechende Bauprojekte zukunftssicher unter Berücksichtigung der Belange aller relevanten Gruppen umzusetzen.

12.03.2008 Ausschuss für Verkehr
12.03.2008 Bezirksvertretung Elberfeld
12.03.2008 Planungs- und Baubegleitkommission Döppersberg
02.04.2008 Bezirksvertretung Elberfeld
10.04.2008 Planungs- und Baubegleitkommission Döppersberg

Beschlussvorlage der Verwaltung
Anlage Simulation der Verkehrsabläufe


12.3.2008 gemeinsame Sitzung
Ausschuss für Verkehr/ Bezirksvertretung Elberfeld/ Planungs- und Baubegleitkommission Döppersberg

Auszug aus dem Protokoll:
TOP1 Neugestaltung Döppersberg - Gesamtsimulation der Verkehrsabläufe Vorlage: VO/0074/08
Herr Oberbürgermeister Jung (CDU) betont die besondere Wichtigkeit des Projektes Döppersberg, für das öffentliche Mittel in Höhe von 91 Millionen Euro verausgabt werden sollen. In gleicher Größenordnung werde mit privaten Investitionen gerechnet. Das Eingangstor Döppersberg zur positiven Visitenkarte Wuppertals herzurichten, bedinge von allen Verständnis und Bereitschaft, die spürbaren Einschränkungen während der Bauzeit auf sich zu nehmen. Er versichert, dass sich alle Beteiligten jede erdenkliche Mühe geben, die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten und versuchen, in einem Ausgleich der Interessen aller ein mögliches Optimum zu erreichen. Er erinnert daran, dass viele Baustellen in der Stadt bereits schon jetzt in Vorbereitung dieses Großprojektes dazu dienen, das Maß der zu erwartenden Beeinträchtigungen zu minimieren. Ziel sei es, diese Baustellen bis zum Baubeginn Döppersberg im Jahr 2009 abzuschließen. Er bedankt sich bei den Ingenieuren und beteiligten Fachfirmen, bei den WSW und den zuständigen Mitarbeitern der Verwaltung für die hervorragende Planungsarbeit.
Herr Jaschinsky (CDU) dankt Herrn Oberbürgermeister Jung unter Beifall des Auditoriums. Er weist auf die als Tischvorlagen ausliegenden Drucksachen VO/0074/08, VO/0075/08, VO/0076/08 hin, die nun als eingebracht gelten und im April 2008 beraten und beschlossen werden sollen. Anschließend bittet er mit der Präsentation zu beginnen.

Teil 1
Gesamtsimulation der Verkehrsabläufe Herr Carls, PTV AG, beginnt mit dem Endergebnis, damit eine Vorstellung von dem entsteht, was nach der Bauzeit erwartet werden kann und präsentiert dazu eine Gesamtsimulation der Verkehrsabläufe. Die Pläne von 2003 wurden um die seitdem neu hinzu gekommenen Randbedingungen erweitert und mit der WSW mobil GmbH, Stadt Wuppertal, Fa. Semaly und Arge Projektsteuerung Döppersberg, Hasselmann und Müller Planungsgesellschaft mbH abgestimmt. Weiterhin wurden die zu erwartenden Verkehrsbelastungen ermittelt und die zukünftigen Verkehrsabläufe bewertet.

Teil 2
Maßnahmenkonzept Verkehr im Bereich Südstadt/Dessauer Straße
Herr Carls erläutert die im Untersuchungsgebiet durchgeführte Analyse der Verkehrsarten und der daraus resultierenden Konzepte. Im Ergebnis wird empfohlen, die hohen Durchgangsverkehre durch Ausweisung unechter Einbahnstraßen und entsprechender Beschilderung zu unterbinden.

Teil 3
Bauablauf und bauzeitliche Verkehrsführung Frau Uehlendahl, Stadt Wuppertal, umreißt die geplanten Realisierungsabschnitte. Sie zeigt anhand eines Bauablaufplanes auf, welche Maßnahmen in den einzelnen Bauphasen zu welcher Zeit durchgeführt werden sollen. Die Absenkung der Straßen Döppersberg und Bahnhofstraße soll unter Vollsperrung, die Absenkung der B7 unter Sperrung jeweils einer Richtung und Führung des Verkehrs über die Gegenspur erfolgen.

Teil 4
Öffentlicher Personennahverkehr – Konzept für die Bauzeit Herr Dr. Hoffmann, WSW mobil GmbH, bedankt sich für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren bei der Verwaltung und den Beratern. Er macht deutlich, dass er den ÖPNV als attraktive Alternative zum PKW sieht um die Geschäfte in der Elberfelder Innenstadt gut zu erreichen. Ziel sei es, dem Kunden übersichtliche und zuverlässige Verbindungen im innerstädtischen Bereich wie auch zum Hbf und regionalen SPNV anbieten zu können. Er erinnert an den weiteren Schwebebahn-Ausbau, sowie Stadion- und Veranstaltungsverkehre, die über den Schwebebahnersatzverkehr abgewickelt werden müssen. Zur Lösung des Flächenbedarfs von Haltestellen und der Abwicklung des Busverkehrs in Spitzenzeiten sowie notwendigen Umsteigemöglichkeiten ohne lange Wege stellt er bei der Bewertung der möglichen Varianten die Befahrbarkeit des Walls in zwei Richtungen während der Bauzeit (2011-2014) als die sinnvollere fest. Er verschweigt nicht, dass auch Erschwernisse durch das hohe Fahrzeug- und Fahrgastaufkommen am Wall hinzunehmen sind und Umsteiger von und zur Bahn längere Wege zurücklegen müssen. Auf Nachfrage erklärt er, dass einzelne Details, z.B. wo Fernreisebusse anfahren können, noch geklärt werden müssen. Frau Uehlendahl beantwortet die Frage von Herrn Lüdemann, ob Bäume im Wall gefällt würden, dass versucht wird, die Bäume auszugraben und umzupflanzen.

Teil 5
Bauzeitliche Verkehrsführung Herr Carls stellt die bauzeitliche Verkehrsführung mit einem weiträumigen Ersatz- Straßennetz vor. Die Alternativrouten sollen sowohl Umfahrungsmöglichkeiten im engeren Umfeld als auch weiträumige Verlagerungen ermöglichen. Es werden die erreichbaren Verkehrsqualitäten im Untersuchungsgebiet dargestellt und Maßnahmen zur Verbesserung aufgezeigt. Es werden drei unterschiedliche Verkehrszustände während der Bauzeit untersucht. Ziel ist es ein möglichst stabiles Verkehrssystem aufzustellen, das jeweils für einen längeren Zeitraum Bestand hat. Die Untersuchung verdeutlicht, dass es an besonders belasteten Knotenpunkten wie dem Robert-Daum-Platz oder Hofkamp/Morianstraße und Brausenwerth auch trotz wirtschaftlich noch vertretbaren Veränderungen zu Störungen und betrieblichen Einschränkungen kommen kann. Weitere Detailplanungen sind erforderlich.
Die Vorlage gilt als eingebracht.

2.4.2008 Bezirksvertretung Elberfeld

Auszug aus dem Protokoll:
TOP 6 Neugestaltung Döppersberg - Gesamtsimulation der Verkehrsabläufe Vorlage: VO/0074/08

Der Bezirksbürgermeister weist ausdrücklich darauf hin, dass heute noch nicht die Zeit für Grundsatzdebatten oder Änderungswünsche oder Alternativ-Konzepte sei. Es gehe zunächst darum, dass Projekt auf den Weg zu bringen.
Herr Lüdemann verweist auf den von ihm nachträglich eingereichten Antrag zur heutigen Sitzung. Er fordere eine rechtzeitige und umfassende Bürgerinformation sowie auch eine Bürgeranhörung bzw. Beteiligung der Bürger.
Herr Thias - Vorsitzender des Bürgervereines Elberfelder Südstadt - hält die Sperrung der Dessauer Brücke während der Bauphase und insbesondere darüber hinaus für unmöglich und lehnt dies strikt ab. Der Bezirksbürgermeister weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es diesbezüglich eine Zusage des Oberbürgermeisters gebe, in eine der Sitzungen des Bürgervereines zu kommen.
Herr Kring ist der Ansicht, dass das Projekt "Döppersberg" für Wuppertal sehr wichtig sei. Schließlich werde dies bereits seit 10 Jahren diskutiert. Ohne Verkehrsproblematik, von der nun mal auch die Südstadt betroffen sei, sei dies nicht zu verwirklichen. Und man könne sich nicht anmaßen, die Arbeit der Verkehrsbüros in Frage zu stellen. Ferner mache es auch wenig Sinn, den Anwohnern Einflussmöglichkeiten vorzugaukeln, die sie gar nicht hätten.
Herr Hülper würde ebenfalls eine Bürgerinformation für richtig und wichtig befinden, geht aber davon aus, dass der eigentliche Plan bereits völlig durchdacht sei.
Frau Siller (Grüne) weist darauf hin, dass niemand den Umbau stoppen wolle. Im Hinblick auf die enorme Bauzeit sei der Plan ihrer Meinung nach aber nicht genug diskutiert worden, insbesondere die Pläne für den Südstadtbereich. Sie gehe davon aus, dass eine Bürgerbeteiligung bei den Betroffenen auch eine größere Akzeptanz hervorrufen würde. Herr Leege - IG 1 - bittet angesichts der geplanten zweispurigen Busführung am Wall sowie der Neumarktstraße als Ausweichstrecke um rechtzeitige Informationen.
Der Bezirksbürgermeister sichert ausdrücklich für den Spätsommer quartiersbezogene Informationsveranstaltungen für die betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürger zu.
Der Bezirksbürgermeister lässt nun den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen abstimmen: Zustimmung: 5 Ablehnung: 11 Enthaltung: 0 Der Antrag ist damit abgelehnt.
Beschluss der Bezirksvertretung Elberfeld vom 02.04.2008: Beschlussvorschlag Das Verkehrskonzept Döppersberg in der zusammenfassenden verkehrstechnischen Untersuchung wird beschlossen.
Abstimmungsergebnis: Die Bezirksvertretung Elberfeld empfiehlt, dem v.g. Beschlussvorschlag zuzustimmen.
Zustimmung: 11, Ablehnung: 2, Enthaltung: 3


10.4.2008 Planungs- und Baubegleitkommission Döppersberg

Auszug aus dem Protokoll:
TOP 2 Neugestaltung Döppersberg - Gesamtsimulation der Verkehrsabläufe Vorlage: VO/0074/08
Nach Wortmeldungen von den Herren Stv. Henke (FDP) und BM Bahr (Grüne) stellt Herr Vitenius (SPD) fest, während der Bauzeit werde eine schnelle Umgewöhnung an die neuen Verkehrsführungen erfolgen. Die BV sei laufend im Gespräch und werde im Spätsommer/ Frühherbst eine Bürgerversammlung durchführen.
Beschluss der Planungs- und Baubegleitkommission Döppersberg vom 10.04.2008: Die Planungs- und Baubegleitkommission Döppersberg empfiehlt, das Verkehrskonzept Döppersberg in der zusammenfassenden verkehrstechnischen Untersuchung zu beschließen.

<//font><//font><//font>Abstimmungsergebnis: <//font><//font><//font>Einstimmigkeit bei Enthaltung der WFW.

16.4.2008 Ausschuss für Verkehr

Auszug aus dem Protokoll:
TOP 4 Neugestaltung Döppersberg - Gesamtsimulation der Verkehrsabläufe Vorlage bereits in der Sondersitzung 12.03.08 verteilt. Vorlage: VO/0074/08
Frau Liebert (Grüne) bittet den Gesamtkomplex Döppersberg (TOP 4, 5, 6, 7, 7.1 und 7.2) zu behandeln, bevor über die einzelnen Drucksachen entschieden wird.
Herr Jaschinsky (CDU) stellt die Zustimmung der Mitglieder fest und ergänzt, dass die Tischvorlage der IHK und deren Beantwortung (TOP 6.1 und 6.2) zu diesem Themenkreis gehören. Er fasst zusammen, dass die Drucksachen VO/0074/08, VO/0075/08 und VO/0076/08 in der Bezirksvertretung Elberfeld diskutiert und mehrheitlich die Empfehlung beschlossen wurde, der Ausschuss für Verkehr möge gemäß der Vorlage entscheiden. In der Planungs- und Baubegleitkommission bestand Einstimmigkeit bei Stimmenthaltung der WfW-Fraktion.
Herr Weigel (CDU) bittet um Auskunft, ob die Gehwegbreite beim Zweirichtungsverkehr auf dem Wall an allen Stellen ausreichend ist und ob es eine Abgrenzung zwischen Gehweg und Aufstellplätzen an den Haltestellen gibt.
Frau Uehlendahl (Verwaltung) erläutert dazu, dass unterschiedliche Gehwegbreiten zur Verfügung stehen, die jedoch jeweils ausreichen und den Mindestanforderungen entsprechen. Eine Trennung zwischen Gehweg und Wartebereich wird es nicht geben.
Herr Wängler - IHK – dankt für die schnelle Beantwortung des Schreibens durch den Oberbürgermeister. Zu TOP 6 bittet er die Unterlagen der Prüfung der alternativen Verkehrsführung über die Neumarktstraße zur Verfügung zu stellen. Sie seien dem Ausschuss nicht vorgelegt worden. Es könne daher nicht nachvollzogen werden, aus welchen Gründen die Verwaltung diese Möglichkeit verworfen hat. Zu TOP 5 teilt er mit, dass die IHK auch der Meinung ist, dass der Planfall 4 die richtige Maßnahme ist, bittet aber um Auskunft, warum die Dessauer Brücke für Taxis einseitig gesperrt werden soll. Er begründet ausführlich, wieso er die geplante Sperrung der Südstraße für den Individualverkehr nicht für richtig erachtet und verweist auf notwendige Anliegerverkehre.
Frau Uehlendahl antwortet zur Frage Neumarktstraße, dass diese Variante als eine von vielen sehr schnell wieder verworfen worden sei, da der Querschnitt der Straße wie auch die Kurvenradien für Gelenkbusse nicht ausreichend seien. Herr Dr. Hoffmann - WSW mobil GmbH – bestätigt das und begründet wie folgt:
1. die Kunden müssten eine 5 minütige Umwegfahrt in Kauf nehmen
2. die daraus resultierende Fahrplanveränderung hätte zur Folge, dass sämtliche Anschlüsse nicht mehr haltbar seien und somit neu geplant werden müsse
3. die zusätzliche Fahrzeit würde bei einigen Linien mit knapper Wendezeit zum Einsatz zusätzlicher Wagen zwingen, dadurch Betriebs- und Personalkosten in Höhe von einer Million Euro jährlich oder mehr führen ohne dass Mehreinnahmen dagegen stünden
4. die Befahrbarkeit der Kasinostraße und der Schlossbleiche ist für die Gelenkbusse, gerade auch bei Gegenverkehr und in Einmündungsbereichen aufgrund benötigter Radien ohne bauliche Veränderung nicht möglich
5. für die am Bahnhof entfallenden Haltestellen können in der Schlossbleiche Ersatzhaltestellen u. a. wegen fehlender Haltestellenbreite nicht aufgestellt werden.
Im Übrigen möchte er noch auf das hohe Fahrgastaufkommen (13.000 Personen werktägl. am Wall und 11.000 an der Morianstr.) hinweisen, was positiv für den Einzelhandel zu bewerten sei. Ein großer Teil des Aufkommens an der Morianstr. wird für die drei Jahre voraussichtlich an den Wall verlagert werden, wodurch dort eine hohe Fahrzeugbelastung entstehen wird. Dies soll durch Rücksichtnahme und Langsamfahren der Busse kompensiert werden, evtl. zusätzlich durch Einsatz von Lotsen in den Anfangstagen, die Fußgänger auf den Zweirichtungsverkehr aufmerksam machen.
Herr Jaschinsky dankt Herrn Dr. Hoffmann für seine Ausführungen.
Frau Uehlendahl führt fort, dass die einseitige Sperrung des Taxiverkehrs auf der Dessauer Brücke wegen des unerwünschten Nachzieheffekts und der Tatsache, dass dieser Verkehr hauptsächlich ein Durchgangsverkehr sein wird, nicht gewünscht sei. Der Südstraßenring sei so konzipiert worden, dass der Durchgangsverkehr an der Dessauer Brücke mit Ausnahme des Busverkehrs ausgeschlossen wird. Auch die Beschränkung der Befahrbarkeit der Südstraße für den ÖPNV (Busverkehr) und Anliegernutzung sei zwingend erforderlich, da die Kapazität für zusätzlichen Durchgangsverkehr nicht ausreicht. Herr Wängler konkretisiert seine Nachfrage, dass er die Südstraßenbenutzung für die Verkehre der IHK, der Sparkasse, dem dortigen Parkhaus und dem Verwaltungsgebäude ermöglichen will.
Herr Uebrick erläutert Anlieger- und Durchgangsverkehre nach Straßenverkehrsordnung und weist darauf hin, dass eine weitere Differenzierung rechtlich nicht möglich ist.
Herr Wängler ist weiterhin mit den Ausführungen nicht zufrieden und bittet, die geplante Sperrung nochmals zu überdenken.
Herr Dr. Hoffmann ergänzt, dass die Südstraße als zentrale „Aorta“ in der Bauphase benötigt wird und bis zu rund 100 Busse pro Stunde aufnehmen muss, zudem im Einmündungsbereich Schlossbleiche/Wall Haltestellen eingerichtet werden. Möglicher Schleichverkehr Richtung Friedrich-Ebert-Straße und Luisenviertel wäre daher unbedingt zu vermeiden.
Herr Engel (sachkundiger Einwohner) bittet einen kleinen, regelmäßig zusammenkommenden Arbeitskreis mit Vertretern der Verwaltung und der Einzelhändler und den WSW einzurichten, um Detailinformationen auszutauschen. Er begrüßt die von Herrn Oberbürgermeister im Herbst geplante Informationsveranstaltung, hält diese allein jedoch nicht für ausreichend. Er fragt, warum keine Verkehrssimulation für den Wall durchgeführt wird und sieht eine Bevorzugung der WSW gegenüber den Einzelhändlern. Durch eine Simulation könne er den Mitgliedern entsprechende Informationen zu den geplanten Maßnahmen weitergeben.
Herr Uebrick versichert, dass sobald Detailplanungen vorliegen, diese selbstverständlich weitergegeben werden. Über die geplante Informationsveranstaltung hinaus erklärt er sich bereit, im Arbeitskreis dieses Thema bei Bedarf zu besprechen. Die Verwaltung gehe offen mit der Thematik um und er sagt entsprechende Gespräche nach Vorliegen der Details zu. Im Übrigen geht er davon aus, dass auch ohne Vorliegen einer Simulation die Verkehrsführung gemäß Prognose funktioniert. Er erinnert an die in der Sondersitzung am 12.03.08 vorgestellte Simulation für eine Vielzahl von Verkehrssituationen. Es könne nicht für jede Verkehrssituation eine Verkehrssimulation gemacht werden. Zur Situation des Einzelhandels teilt er die Auffassung von Herrn Dr. Hoffmann, dass der Wall von wesentlich mehr ÖPNV-Nutzern aufgesucht wird, die auch potentielle Kunden sind. Er glaubt, dass die Einzelhändler davon profitieren werden, betont aber zugleich, dass nach dem vierjährigen Umbau geplant ist, den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Frau Uehlendahl ergänzt, dass zu der Verkehrsuntersuchung, die zu dem bauzeitlichen Verkehrskonzept geführt hat, keine Simulation über das Stadtgebiet und seine Umleitungsverkehre gemacht wurde, jedoch eine sehr aufwendige Verkehrsumlegung durchgeführt worden sei, die den Anlagen der Beschlussvorlagen entnommen werden kann. Eine weitergehende Simulation wäre u. a. aus Kostengründen nicht vorgenommen worden, gleichwohl seien die Daten aus der Verkehrsuntersuchung seriös und umfassend untersucht.
Frau Liebert (Grüne) stellt als gemeinsames Ziel fest, die Attraktivität des ÖPNV für den Innenstadtbereich zu steigern. Sie bedankt sich für die ausführliche Beantwortung der Großen Anfrage (VO/0337/08) durch die Verwaltung. In diesem Zusammenhang sieht sie den Punkt Lieferverkehr noch nicht beantwortet. Sie hofft auf Klärung in der Informationsveranstaltung nach den Sommerferien. Abschließend wünscht sie, dass Informationen nicht nur einem kleinen Kreis gegeben werden, sondern ähnlich wie die Informationsveranstaltung zum Südstraßenring in der Stadthalle, auch der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden, was die Akzeptanz erhöhe.
Herr Weigel betont, dass er den Zweirichtungsverkehr auf dem Wall für sinnvoll erachtet. In Bezug auf die Ausführungen von Herrn Engel fragt er nach den Kosten einer Verkehrssimulation.
Frau Uehlendahl kann die Kosten für einen Knotenpunkt nicht benennen, sie werden nachgereicht.
Nachtrag zu Protokoll   Eine zusätzliche mikroskopische Simulation der hier bereits betrachteten und untersuchten Knotenpunkte würde grob geschätzt ca. 20.000.-Euro kosten und voraussichtlich keine neuen Erkenntnisse liefern, da die vorgelegten Untersuchungen der Knotenpunkte bereits auf einer makroskopischen Simulation basieren. Herr Izgi lobt die Arbeit der Verwaltung und berichtet, dass er beruflich viel in Wuppertal unterwegs ist und die Verkehrsführung gut funktioniert und auch am Robert-Daum-Platz der Verkehrsfluss gegeben ist.
Frau Liebert sieht es durch die zahlreichen Besprechungen nicht mehr als Ziel führend an, über den Antrag der Fraktion (VO/0320/08) entscheiden zu lassen und zieht ihn deshalb zurück.
Herr Jaschinsky dankt dafür und kommt zur Abstimmung der TOP 4, 5 und 6.
Beschluss des Ausschusses für Verkehr vom 16.04.2008: Das Verkehrskonzept Döppersberg in der zusammenfassenden verkehrstechnischen Untersuchung wird beschlossen.
Abstimmungsergebnis: Einstimmigkeit bei 1 Enthaltung der WfW-Fraktion

© 2019 ADFC ADFC Wuppertal/Solingen