Das erste Trassenstück ist fertig. Blick von der Brücke Konsumstraße: hier ist immer Verkehr, obwohl das Stück bisher ziemlich isoliert ist.

Nordbahn: Die Strecke im Bau

aktualisiert Oktober 2011

Karte

Eine schöne Übersichtskarte über die Trasse hat Martin Kerk erstellt. Sie kann hier eingesehen werden und zeigt nicht nur den Verlauf der Trasse, sondern auch viele spezielle Informationen zu Bauwerken an der Strecke und Sehenswürdigkeiten im Umfeld. Diese Karte befindet sich zwar erst in einem Entwurfsstadium, ist aber aus unserer Sicht bereits jetzt so informativ, das sich die Verlinkung lohnt.

Baufortschritt

Nachdem im Jahr 2008 rund um den Wichlinghauser Bahnhof ein nur wenige hundert Meter langes Demostück erstellt wurde, begannen Ende April 2010 die Bauarbeiten für den ersten längeren Abschnitt an der Grenze zwischen Elberfeld und Barmen. Er reicht von der Buchenstraße westlich des Rotter Tunnels über das Viadukt Schönefelder Straße, den Bahnhof Loh und weiter unter der Brücke Konsumstraße (Zufahrt zum ehemaligen Happich- und Tuffigelände, heute Draka) bis zum alten Haltepunkt Ostersbaum kurz hinter der Schwesternstraße. Gut zwei Kilometer entstanden hier in rasender Geschwindigkeit. Zur feierlichen Eröffnung am 5.6. war alles fertig, und obwohl es bisher nur ein isoliertes Stück ohne weiterreichenden verkehrlichen Nutzen gibt ist die Strecke schon fest angenommen.

An der Buchenstraße und am Bahnhof Loh ist der ebenerdige Zugang auf die Trasse für Radfahrer und Rollstuhlfahrer bereits fertig gestellt. Am Haltepunkt Ostersbaum ist der Zugang zur Zeit nur über eine recht steile Treppe für Fußgänger möglich.

Seit dem 30.9.10 ist auch das Stück zwischen Haltepunkt Ostersbaum und dem Zugang Schleswiger Straße asphaltiert. Der Tunnel Engelberg war zunächst nur offiziell noch geschlossen, da noch nicht beleuchtet. Er konnte aber problemlos durchfahren werden. Mitte Oktober 2010 wurde er aber so abgeriegelt, dass keine Durchfahrt mehr möglich blieb. Die Anbindung des Ostersbaum über den aufwändig hergerichteten Zugang Schleswiger Straße war damit zunächst wieder bedeutungslos.

Die Fortsetzung zum Mirker Bahnhof ist bisher nur geschottert, die Asphaltschicht wird noch auf sich warten lassen, da zuvor noch das Viadukt über die Uellendahler Straße aufzuarbeiten ist. Befahrbar ist dieses Stück aber ohne Probleme.

Der ADFC hat beim Runden Tisch Radverkehr Ende September auf die problematische Anbindung im Bereich der Einbahnstraßen der Nordstadt hingewiesen. Das Straßennetz ist bisher überhaupt nicht auf die Anbindung eines Radwegs auf der Trasse abgestimmt. Wir haben daher Vorschläge für die Öffnung der Kieler Straße, Schleswiger Straße und der Mirker Straße für Radverkehr gegen die bisherige Einbahnrichtung gemacht. Dies Ideen sind von der Stadt positiv aufgenommen worden, mit der Umsetzung rechnen wir in den nächsten Monaten.

Als größeres Projekt geht jetzt auch die Beleuchtungsplanung voran. Initiiert von Dajana Meyer stehen aus dem Erfolg bei einem LED-Wettbewerb etwa 2 Millionen Euro für ein innovatives Beleuchtungskonzept zur Verfügung. Da das Geld aus diesem Wettbewerb über die Stadt fließen muss, wurden die WSW mit der Durchführung beauftragt und planen zur Zeit. Besondere Herrausforderungen stellen auch hier die Tunnel dar. Es wird zunächst Probeinstallationen geben, um Erfahrungen mit der Fledermaus-Verträglichkeit zu sammeln. Auf jeden Fall wird die Trasse mit einer hochmodernen und extrem energieeffizienten Beleuchtung ausgestattet werden.

31.10.11 Wegebau kommt voran

Zwischen dem Ottenbrucher Bahnhof und dem Tunnel Dorrenberg (Tanztunnel von der Briller Straße zur Nordstadt unter der Hochstraße) sind inzwischen die Randsteine gesetzt, in Kürze können Teerdecke bzw. Pflaster gesetzt werden.

Die Arbeiten an den Tunnelportalen sind inzwischen abgeschlossen, wegen der Winterruhe wird es hier keine weiteren Arbeiten bis zum Frühjahr geben. Die Verriegelung des Tunnels ist daher aber auch aufgehoben.

Der Wichlinghauser Bahnhof ist schon seit ein paar Jahren saniert und mit Radweg ausgestattet.
Auf dem Güterbahnhof entsteht jetzt ein neues Wohngebiet
In Richtung Schee folgt dann die einzige innerstädtische Unterbrechung der Strecke am Dieck..
..bevor sie unter der Wittener Straße hindurch in Richtung Bramdelle weiterführt alle 4 Fotos: Rolf Dellenbusch. herzichen Dank

7.10.11 Lösungen

Bei zwei ungeklärten Fragen zeichnen sich nun Lösungen ab. Der Bau des Fuß – und Radweges über das Bergische Plateau (vom alten Bahnhof Wichlinghausen bis zum Diek) ist jetzt gesichert. Dieses Stück ist zwar Teil der Nordbahntrasse, war aber nie Bestandteil der Finanzierung. Der Immobilienriese Aurelis, eine ehemalige Tochter der Deutschen Bahn, übernimmt zusammen mit der in diesem Bereich bauenden Deutschen Reihenhaus AG mit 179.000 € einen Teil der Finanzierung. Der Hauptteil wird aber über Landeszuschüsse in Höhe von 407.000€ realisiert.

Wegebau und der Gesamtgestaltung des Areals sollen bis zum Sommer 2012 erfolgen. Damit wäre die Fortsetzung des bereits vor vielen Jahren gebauten, 200 m langen Teststücks am Schulzentrum Ost (Bhf. Wichlinghausen) gesichert. Auch das fast 1 km lange ebenfalls fertige Trassenstück ab der "Beule" in Richtung Osten unter der Wittener Straße bis zur Kohlenstraße hätte dann Anschluss an den innerstädtischen Teil der Trasse. Damit nimmt die Trasse nun auch im Osten unserer Stadt Gestalt an!!

Die zweite offene Frage ist die Auszahlung der Fördermittel für den Bauabschnitt zwischen Buchenstraße und Uellendahler Straße. Die Wuppertalbewegung war mit ihren Eigenmitteln für dieses Teilstück komplett in Vorleistung getreten und wartet seit über einem Jahr auf dieses Geld. Nachgewiesene Eigenmittel sind aber die Voraussetzung für die Förderung der Außenäste mit öffentliche Mitteln. Erst wenn ausreichende Gelder auf den Konten der Wuppertalbewegung liegen wird die Bezirksregierung in Düsseldorf den Zuwendungsbescheid für diese beiden Trassenabschnitte erstellen. Das Land NRW drängt ganz massiv auf eine Klärung dieser „Baustelle“ und möchte die zugesagten Mittel auf jeden Fall noch in diesem Jahr zuweisen Auch da scheint es jetzt eine Lösung zu geben. Verschiedene strittige Themen über die Bauausführung sind inzwischen ausgeräumt. Die Rückzahlung der Gelder von der Stadt soll darum nun bald erfolgen.

Auf jeden Fall ist überall eine Menge in Bewegung geraten. Die positiven Nachrichten lassen erwarten, dass der Stillstand auf der Nordbahntrasse tatsächlich ein Ende hat.

Optimistischer Ausblick

In den nächsten Wochen wird es umfangreiche Baumaßnahmen auf dem Abschnitt von Ottenbruch bis zum Bahnhof Mirke geben. Ab 4. Oktober werden die Pflasterungsarbeiten in diesem Streckenabschnitt begonnen und danach soll dann direkt auch die 4 m breite Asphaltdecke aufgebracht werden. Wenn alles gut läuft und das Wetter mitspielt wird die Trasse in diesem Abschnitt noch in diesem Jahr fertiggestellt.

Die Sanierungsarbeiten im Tunnel Dorrenberg (unter der Briller Straße) können leider erst im Frühjahr 2012 durchgeführt werden. Am Tunnel Dorrenberg nahe der Briller Straße (Tanztunnel) werden daher ab 1.10.11 leider wieder ein letztes Mal entsprechende Hinweisschilder auf das Betretungsverbot wegen der Winterruhe der Fledermäuse installiert. Das gleiche gilt für den Tunnel Engelnberg am Ostersbaum, bei dem die bauliche Verantwortung bei der Wuppertalbewegung liegt. Dort gibt es nach unseren Informationen bisher noch keine Bauausschreibung und logischerweise auch keine Vergabe. Zur Zeit laufen dort aber werktags vorbereitende Arbeiten für die Sanierung.

 Nach dem Abschluss der Sanierungsmaßnahmen im Sommer 2012 können die innerstädtischen Tunnel dann voraussichtlich durchgehend das ganze Jahr über befahren werden.

Am Trassenabschnitt vom Steinwegviadukt bis zur Westkotter Straße (ohne den Rotter Tunnel) werden zur Zeit die letzten Vorbereitungen getroffen, um mit dem Schotterschreddern zu beginnen. Auch dort ist eine notdürftige Befahrung vielleicht schon im Frühsommer 2012 möglich. Im nächsten Jahr ist auch dort die Fertigstellung mit Pflasterung und Teerdecke geplant.

Für das Jahr 2012 wird sich die Stadt Wuppertal auch personell verstärken und einen neuen Projektsteuerer für die Nordbahntrasse vorrstellen. Zusammen mit zwei weiteren Mitarbeitern soll dieser die Baukoordination sowohl für das innerstädtische als auch für die beiden außerstädtischen Abschnitte betreuen. Geplant ist, dann zahlreiche Bauabschnitte auf der Nordbahntrasse parallel durchzuführen. Auch an den beiden langen Tunneln Dorp und Rott soll es nächstes Jahr mit der Sanierung und der Beleuchtung losgehen.

Ganz wichtig für den Zeitablauf sind der noch ausstehende Zuwendungsbescheid für den westlichen und östlichen Trassenabschnitt. Wegen fehlender Unterlagen und fehlender Eigenmittelnachweise durch die Wuppertalbewegung wurde bisher der Antrag bei der Bezirksregierung in Düsseldorf noch nicht abschließend gestellt. Das Land will das Geld aber gerne möglichst noch bis zum Jahresende 2011 auszahlen und drängt auf eine Lösung! Bei einem Gespräch im zuständigen Ministerium sollen auch Wege zur Lösung dieser Problematik Daufgezeigt worden sein. Die Nordbahntrasse hat auch auf Landesebene einen hohen Stellenwert und die Verzögerungen werden dort mittlerweile mit großem Unmut zur Kenntnis genommen.

Die Baumaßnahmen an der Clausenbrücke an der Konsumstraße sind deutlich vor dem Zeitplan und werden wahrscheinlich doch schon zum Frühjahrsbeginn abgeschlossen sein. Dann sollte im März/April 2012 die Trasse von der Buchenstraße bis zum Tunnel Dorp – ausgenommen der noch laufenden Tunnelbaustellen und der zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit einem Asphaltbelag versehenen Brücken Uellendahler und Wüstenhofer Straße - durchgehend befahr- und begehbar sein.

Ein großer Schritt hin zur verkehrlichen Nutzung der Trasse auch im Tal und natürlich bei der Vernetzung der vielen Trassen in unserer Region. Auch in unseren Nachbarstädten- und Kreisen wird sehnsüchtig auf die Anschlüsse zur Nordbahntrasse gewartet. Auch dort ist die Verwunderung über die jahrelangen Verzögerungen groß.

Aber wir gehen jetzt sehr optimistisch in die Wintermonate und hoffen auf viele befahrbare Trassenkilometer in 2012!!

Am Bahnhof Mirke kann man nun gelassen vorbei radeln
Auch die Tunnel sind frei
Und bald steht man am Bahnhof Ottenbruch

10.8.11 So viel Spaß kann die Nordbahn machen!

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich in den letzten Wochen einiges getan. Wie bereits berichtet, wurde der Schotter auf der Strecke von der Schleswiger Straße bis zum Ottenbrucher Bahnhof geschreddert und als Unterbau vorbereitet. Dabei wurde eine so glatte Oberfläche hergestellt, dass die Strecke jetzt problemlos auch mit dem Fahrrad passiert werden kann. Auch der Zugang an der Schleswiger Straße ist wieder nutzbar. Da auch die Tunnel Engelnberg und Dorrenberg nicht abgesperrt sind, ist eine durchgehende Passage von Ottenbruch bis zur Baustelle an der Brücke Clausen kurz vor dem Bahnhof Loh möglich.

Wir weisen darauf hin, dass die Strecke nicht offiziell freigegeben ist. Eine Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr. In den Tunneln gibt es weder Beleuchtung noch irgendwelche aufhellenden Maßnahmen. Es ist extrem dunkel, auch ein Licht am Rad bietet wenig Orientierung. Bitte seien sie daher besonders in den Tunnelstrecken sehr vorsichtig und reduzieren die Fahrgeschwindigkeit.

Der auf dieser Strecke zu befahrende Abschnitt bietet auf jeden Fall endlich einmal die Möglichkeit, die Vorteile der Trasse am Stück zu genießen. Die Trasse erspart einem hier das Auf und Ab über zwei Höhenrücken und durch ebenso viele Täler. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass hier wieder einmal ein sichtbarer Fortschritt zu vermelden ist.

21.7.11- Auf der Nordbahntrasse geht es mit vielen kleinen Schritten weiter

Nach der Verlegung von Leerrohren auf dem Abschnitt zwischen Mirke und Tunnel Dorp im Juni und Juli sowie der Sanierung einiger Stützmauern startet ab 19. Juli das Schreddern des alten Bahnschotters. Vermutlich werden diese Arbeiten 4 Wochen andauern. Der Feinschotter soll dann den Untergrund für den eigentlichen Trassenaufbau bilden. Die EU – weiten Ausschreibungen für die Materiallieferungen laufen im August ab, so dass Ende August mit den Arbeitskräften des zweiten Arbeitsmarkts die Wegebauarbeiten in diesem Bereich beginnen könnten.

Über den kompletten Neubau eines Zugangs an der Funckstraße (Ottenbrucher Bahnhof) ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Es laufen noch Verhandlungen mit den Vertretern von Aurelis und dem Bundeseisenbahnvermögen über eine deutlich kostengünstigere Zugangsvariante über die vorhandene Straße.

Im "Tanztunnel" Dorrenberg

Europaweit werden zeitgleich im Moment die Arbeiten für den Tunnel Dorrenberg (Tanztunnel) ausgeschrieben. Diese Arbeiten werden dann vermutlich im Frühsommer 2012 nach der fledermausbedingten Wintersperre durchgeführt. Vielleicht können vorbereitende Arbeiten noch im September dieses Jahres ausgeführt werden, damit der Tunnel in 2012 schnellstmöglich genutzt werden kann.

Im Barmer Abschnitt zwischen Tunnel Rott und Brücke Westkotter Straße, also auch über das komplette Steinwegviadukt, wird die Trasse vom Bewuchs gereinigt damit sowohl Vermessungsarbeiten als auch die Leerrohrverlegung durchgeführt werden können. Auch dort kann unter Umständen noch im Laufe dieses Jahres mit dem Wegebau begonnen werden.

Außerdem gibt es Anzeichen für eine bereits im nächsten Frühjahr beginnende Sanierung des langen Tunnels Dorp zwischen Bhf. Ottenbruch und der Varresbeck. In diesem Tunnel sollte eigentlich ein Monitoring der Fledermauspopulation durchgeführt werden. Dies wird jetzt allerdings in den Tunnel Tesche im Westen Vohwinkels verlegt. Damit ist der Weg frei für eine Sanierung des Tunnels bereits bis Spätsommer 2012.

Wie es mit den Außenästen im Westen und Osten unserer Stadt weitergeht, ist aber leider noch völlig offen. Wir präferieren eine schnelle, mit einfachsten Mitteln erstellte Nottrasse als Übergangslösung bis zum Bau der endgültigen Trasse. Dies ist mit einem vertretbaren Aufwand und finanziellen Mitteln sicher recht schnell umsetzbar.

Aber wir sind momentan positiv überrascht, was alles wo auf der Trasse passiert und hoffen im Sommer 2012 auf den ersten langen befahrbaren Trassenabschnitt.

Zum Abschluss noch eine weitere positive Nachricht. Ab Anfang September kann voraussichtlich wenigstens an den Wochenenden der Baustellenabschnitt an der Clausen – Brücke am Loh befahren und begangen werden. Es gibt ausserdem die Chance, dass die Baumassnahme deutlich schneller beendet werden kann als geplant war. Da ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen.

19.7.11- Baumaßnahme vor Gericht

Der Umbau des Zugangs Schleswiger Straße hat jetzt leider auch noch ein gerichtliches Nachspiel. Die Wuppertalbewegung hält seit Monaten die Zahlung von 20.000 € an die Baufirma GaLaBau Jonuzi zurück. Diese hat Klage gegen den Verein als Bauherr der Trasse eingereicht. Heute kam es zum ersten Gerichtstermin. Die Wuppertalbewegung möchte die Gelder nicht bezahlen, da ihrer Ansicht nach bestimmte Vorgaben nicht eingehalten wurden. Die Fa. Jonuzi wiederum behauptet der Verein habe kurzfristig die Baupläne geändert und die Probleme damit selber verursacht. In der Bauphase hatte sich die Wuppertalbewegung ganz kurzfristig und unschön von seinem Bauleiter Reinhard Beck getrennt. Mit einer gewissen Ironie lesen wir allerdings ein Zitat aus einer Rundmail der Wuppertalbewegung vom 5. Juni 2010 kurz vor Eröffnung des Trassenabschnitts am Loh:

„Unser ganz herzlicher Dank für diese hervorragende Leistung geht an die hochmotivierten Wuppertaler Mitarbeiter, Vorarbeiter und Poliere des ersten und zweiten Arbeitsmarktes, die extrem effizient und sehr kooperativ zusammengearbeitet haben. In alphabetischer Reihenfolge: Bergische VHS, Fa. Leonhards, Fa. Rohleder, GaLaBau Jonuzi, GbA, Wichernhaus.

Danke!“

Wir sind gespannt wie diese neue Episode rund um die Nordbahntrasse ausgeht und werden berichten. Leider beschleunigt dies alles die Fertigstellung in keinster Weise!! Denn so lange es keine Abnahme der vollständigen Baumaßnahme durch die Stadt Wuppertal für diesen Trassenabschnitt gibt, fließt auch kein Geld an die in Vorleistung getretene Wuppertalbewegung. Diese kann deshalb zur Zeit nicht genügend Eigenmittel für die Beantragung der Fördermittel für die Außenbereiche bei der Bezirksregierung in Düsseldorf nachweisen. Ein Teufelskreis der sich munter weiter dreht.

Die ersten Prozessberichte am heutigen Abend vermitteln den Eindruck, dass der zuständige Richter am Landgericht scheinbar die Sicht der Wuppertalbewegung unterstützt. Eine Entscheidung ist heute aber nicht gefallen, es kommt noch zu einem Ortstermin mit Kläger und Beklagter auf der Trasse. Erst im August wird es einen weiteren Verhandlungstermin geben.

Jetzt muss die Stadt beweisen, wie schnell es in "ihrem" Abschnitt voran geht
An der Brücke Konsumstraße herrscht der Rückbau Foto: HW Grese
Trasse und Draisinenstrecke verschwinden im Loch oder unter Schutt und Aushub. Foto: HW Grese

1.6.11  Fortschritt bei der Anbindung

Seit ein paar Tagen ist die Verbindung zwischen Haardt und Nordbahntrasse etwas attraktiver geworden. Die Einbahnstraßen Burgunder- und Frankenstraße wurden für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben. Die Strecke ietet sich auch als Alternative zum Neuenteich ab der Bredter Straße an.

25.5.11 Großes Schild für kleinen Fortschritt

Seit dem 16. Mai gibt es wieder Arbeiten an der Wuppertaler Nordbahntrasse. Vom Bahnhof Mirke bis zum Ottenbrucher Bahnhof werden im ersten Arbeitsschritt Leerrohre verlegt. Im zweiten Schritt wird dann eine Fachfirma den Schotter zerkleinern und die Strecke damit schon einmal befahrbar machen. Diese Arbeiten sollen bis ca. Mitte Juli abgeschlossen sein. Das hört sich gut an, wird doch ein fast 2,5 km neuer Trassenabschnitt entstehen. ABER: Man kann jetzt schon mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, das der sogenannte Tanztunnel (Tunnel Dorrenberg) nicht mehr in diesem Jahr saniert wird. Dieser Tunnel unter der Briller Straße ist aber das entscheidende Bindeglied von Elberfeld Richtung Westen zum Bahnhof Ottenbruch. Da auch beim Engelnbergtunnel keinerlei Fortschritt erkennbar ist, bleibt es bei kurzen und nicht zusammenhängenden Stücken. Ein wirklicher Verkehrswert ist durch die Unterbrechungen der Strecke an den beiden Tunneln nicht vorhanden. Wegen der Fledermausproblematik sind Tunnelbauarbeiten nur bis zum 30.9.11 rechtlich möglich. Das heißt im Klartext: Mindestens bis zum nächsten Jahr kommt man kein längeres Stück voran. Den westlichen Trassenteil erreicht man nur über komplizierte und verschlungene Wege quer über Hoch- und Brillerstraße.

Das Torso Nordbahntrasse wird somit zwar immer länger, aber für uns als Radfahrer oder Fußgänger leider nicht besser nutzbar. Die Situation am Zugang Schleswiger Straße scheint sich zur Zeit auch nicht wirklich zu entspannen. Der Weg wird weiterhin gesperrt bleiben. Doch damit nicht genug: Die schon seit langer Zeit geplanten und jetzt aufgenommenen Bauarbeiten an der Konsumbrücke unterbrechen die Trasse auch dort für mindestens 8-10 Monate. Die Umfahrung auf der Rudolfstraße ist auch nicht praktisch und so haben wir zwar bald etliche Trassenabschnitte, aber auch genau so viele Unterbrechungen.

Auch an der westlichen Fortsetzung durch den Tunnel Dorp wird sich vor Mitte 2013 !! nichts umsetzen lassen. Dort sollte bereits im Frühjahr diesen Jahres ein Probelauf über ein komplettes Jahr mit der LED – Beleuchtung anlaufen, allerdings bei geschlossenem Tunnel. Aber jetzt ist schon abzusehen, dass es auch dort nicht vor 2012 zum Testbetrieb kommt.

Frühestens im Frühsommer 2012 können wir also auf eine durchgängige Verbindung mit den Tunneln Dorrenberg + Engelnberg hoffen. Also müssen wir die alte Phrase bemühen: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

<xml> </xml>Die Situation am Zugang Schleswiger Straße scheint sich zur Zeit auch nicht wirklich zu entspannen. Der Weg wird vor erst gesperrt bleiben. Zur Zeit gibt es aber konkrete Überlegungen den Metallzaun am Bosch Dienst durch eine Pollerlösung zu ersetzen und damit die Probleme durch Fremdparker auf dem Grundstück in den Griff zu bekommen.

19.4.11: Es wird mal wieder vom Bau gesprochen

Wieder einmal stehen die Zeichen auf teilweise Entspannung. WuppertalBewegung und Stadt scheinen einig zu sein, dass im Mai der Bau der Strecke von Ottenbruch über Mirke bis Ostersbaum angegangen werden soll. Die zur Verständigung zwischen Stadt und WBW vereinbarten Mechanismen scheinen zumindest zunächst für eine Beruhigung der Situation zu sorgen. 

29.3.11 Brückensperren im fertiggestellten Abschnitt/ Weiterbau ab Mai

Seit letzter Woche ist die Brücke Lantert kurz vor dem Tunnel Engelnberg wegen weiterer Baumaßnahmen am Brückenbauwerk durch die WuppertalBewegung gesperrt. Für Fußgänger ist ein sehr, sehr schmaler Durchlass gewährleistet. Wie lange die Sperrung aufrecht erhalten bleibt wissen wir leider nicht.

Im Bereich der Brücke Konsumstraße ist bereits der 2m breite Fußwegbereich unter dem Bauwerk zurückgebaut worden. Weitere Baumaßnahmen werden in den nächsten Wochen aufgenommen. Die nicht mehr tragfähige Brücke wird dann abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Für längere Zeit könnte es dann sogar zu einer Vollsperrung kommen. Allerdings laufen Verhandlungen über eine partielle oder an Wochenende vorübergehende Öffnung der Strecke. Auch der Draisinenbetrieb wird daher über die gesamte Zeit der Baumaßnahme nur sehr eingeschränkt im östlichen Teil des Trassenabschnittes erfolgen können.

Von der Wuppertaler Verwaltung kommen mittlerweile positive Nachrichten in Bezug auf den weiteren Trassenausbau. Im Laufe des Mai 2011 beginnen auf der rund 2 km langen Strecke vom Mirker Bahnhof in Elberfeld bis zum Ottenbrucher Bahnhof im Briller Viertel die Sanierungsarbeiten an den Stützmauern. Ebenfalls im Mai wird auf dem deutlich längeren Teilstück vom Eskesberg ( Varresbeck ) bis zum Zugang Schleswiger Straße mit dem Schreddern des Bahnschotters begonnen, der als Unterbau für den endgültigen Fahrweg benötigt wird.

9.3.11 Allgemeine Einschätzung

In den letzten Wochen gab es verschiedene und teilweise widersprüchliche Entwicklungen. So deutete sich eine deutliche Entspannung zwischen Stadt und Wuppertalbewegung an, als einige Info-Mails des  Vorsitzenden der WBW, Carsten Gerhard, ungewohnt moderate Töne und eine eher auf Kompromissbereitschaft hindeutende Wortwahl. In den letzten Wochen war diese Annäherung allerdings wieder vorbei, jetzt wird wieder heftig aufeinander eingeschlagen. Dabei sind die Gründe der Auseinandersetzung allerdings auch gewichtig. Strittig sind Standards der Bauausführung sowie die Geschwindigkeit der Umsetzung von Planungen. Die Stadt bevorzugt eine Ausstattung der Tunnel mit einer Schalung aus Spritzbeton. Diese Lösung wird von der WuppertalBewegung als teuer und nicht zukunftssicher abgelehnt. Unterstützung gibt es dabei von vielen Richtungen, zum Beispiel auch aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, wo ähnliche Tunnelprojekte in deutlich preiswerterer Art umgebaut wurden.

Der weitere Streitgrund liegt in den Abwicklungen der Planungs-, Genehmigungs- und Bauverfahren. Die Stadt verweist auf die Notwendigkeit eines exakten Einhaltens der Vorschriften und Förderbedingungen. Die WuppertalBewegung empfindet das Vorgehen der Stadt als bürokratisches Ausbremsen. Bizarr mutet dabei der Streit ums Geld an. So verweist die Stadt immer wieder auf das Ausbleiben des für weitere Schritte notwendigen Eigenmittelnachweises. Die WuppertalBewegung kann nach eigenen Angaben diesen Nachweis nicht bringen, weil sie bei verschiedenen Baumaßnahmen in finanzielle Vorleistung getreten ist, die Stadt diese Maßnahmen aber über viele Monate nicht abgerechnet hat. Noch nicht einmal Termine für aus städtischer Sicht notwendige Prüfungen würden zeitnah vereinbart. Somit lägen Fördergelder bei der Stadt herum und verhinderten das Vorankommen.

Eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht.

25.1.11 Geht es jetzt doch vorwärts? - Bewegung bei Stadt und Wuppertalbewegung

Es scheint als ob es jetzt in Sachen Nordbahntrasse auf beiden Seiten doch Bewegung gibt. In Gesprächen zwischen Stadtverwaltung und der Wuppertalbewegung Ende der vergangenen Woche wurden bei der Abstimmung der Zeitabläufe für die Planung und den Bau der nächsten Trassenabschnitte offensichtlich ernsthafte Fortschritte gemacht. Die beiden Planungsbüros CDM (Innenbereich) und Schüssler Plan (Aussenbereich) legten jetzt auch konkrete zeitliche Vorstellungen auf den Verhandlungstisch.

Auch bei den konkreten Gesprächen über die Sanierungsstandards in den zahlreichen Tunneln entlang der Trasse weichen die verhärteten Fronten etwas auf. Von einem Durchbruch und einer Einigung wissen wir da aber bisher noch nichts.

Aber es wächst wieder die Chance auf den Bau von weiteren Trassenabschnitten im Laufe des Jahres 2011 sowohl im Westen als auch auf den östlichen Teilstücken Wuppertals, z.B. Heubruch - Schulzentrum Ost.

11.1.11 nächster Förderbescheid ist da!

Heute ist ein neuer Förderbescheid für die Nordbahntrasse eingegangen, der weitere 6,1 Millionen Fördergelder bereitstellt. Bis das Geld verbaut wird scheint es aber noch ein wenig zu dauern. Jedenfalls gibt es offensichtlich noch keine Detailplanung für die jetzt zu erstellenden Streckenabschnitte.

28.12.10 Rückschritt

Der Zugang Schleswiger Straße  ist seit Mitte Dezember aus Sicherheitsgründen gesperrt. Diese Entscheidung wurde laut gemeinsamer Presseerklärung von WBW und Stadt einvernehmlich getroffen.

Der Asphalt war kaum trocken, schon testeten die ersten Nutzer den neuen Weg. Allerdings ist dieses Bild schon wieder Vergangenheit. Wie es heute dort aussieht: Unten Links.

Ausblick

Offensichtlich ist leider, dass es in der Geschwindigkeit des ersten Teilstücks nicht weitergeht. Viele Viadukte und Tunnel erfordern einen erheblichen Sanierungsaufwand, bevor mit der eigentlichen Erstellung des Weges begonnen werden kann. Da die Finanzierung des Baus überwiegend durch öffentliche Fördergelder erfolgt, muss das Vergaberecht für Baumaßnahmen mit z.T. europaweiten Ausschreibungen eingehalten werden. Dies sorgt nicht wirklich für eine Beschleunigung, ist aber penibel zu beachten, um spätere Rückforderungen öffentlicher Gelder zu vermeiden. Hinzu kommt, dass die Förderung der gesamten Strecke über unterschiedliche Förderwege läuft. Das kompliziert die Abwicklung zusätzlich und macht zeitliche Abfolgen schwer planbar.

Die Zeitplanung war aber trotzdem ambitioniert. Ende September wurde die Fahrbahn bis zur Schleswiger Straße fertiggestellt. Allerdings gab es noch keine Einigung über den Umfang der Tunnelsanierung. Da im Winter keine Baumaßnahmen in den Tunneln mehr zulässig sind, sollte die Herrichtung der Viadukte in Barmen vorangebracht werden. Der ebenfalls angedachte Start der Baumaßnahmen an den beiden Endbereichen konnte nicht realisiert werden. Schließlich sind gerade erst die Förderanträge eingereicht worden, und Genehmigung und Detailplanung stehen noch aus. So ist es das Ziel, bereits dieses Jahr von Vohwinkel bis Dorp und von der Schleswiger Straße bis zum Schulzentrum Ost / Wichlinghauser Bahnhof fahren zu können, noch in weiter Ferne. Vor einem weiteren Bau muss insbesondere auch die weitere Zusammenarbeit zwischen Stadt und WuppertalBewegung geklärt werden.

Für Diaschau zum Baufortschritt bitte das erste Bild anklicken

Im Februar 2011 laufen auch im Westen weitere Vorbereitungsarbeiten
Aus Gründen des Naturschutzes darf nur bis Ende Februar abgeholzt werden, später würden nistende Vogel gefährdet.
Aber noch rechtzeitig wird die Trasse westlich des Tunnel Dorp freigeschnitten. So würde einem vielleicht doch noch mögliche Baubeginn der Naturschutz nicht entgegenstehen.
Auch am alten Haltepunkt Lüntenbeck wird die Strecke vorbereitet.
Ende Oktober: Schleswiger Straße nicht mehr erreichbar. Nach 20 Jahren ohne Mauer bauen wir uns eine eigene.
Eine Beleuchtung darf aber in diesem Jahr noch nicht eingebaut werden.
Das Mosaik am Bahnhof Loh ist inzwischen vollendet, Cafe Tacheles hat auch einen Biergarten zur Trasse hin.
Der Haltepunkt Ostersbaum ist jetzt wieder Durchgangsbahnhof.
1.10.10: Jetzt endet der Asphalt an der Schleswiger Straße, Weiterfahrt bis Mirker Bahnhof nicht ausgeschlossen.
Noch fehlt aber die Anbindung durch den Tunnel Engelnberg
Auch im Engelnbergtunnel wird jetzt gearbeitet, aber bis zur Fertigstellung wird's noch dauern.
So leer ist die Strecke heute nur noch selten
Der Zugang am Bahnhof Loh bot sich für den ersten ADFC-Infokasten auf der Nordbahntrasse an (wird im Winter abgenommen)
7.6.10: Der Zugang Schleswiger Straße ist fast fertig, es fehlen nur noch Geländer und Bepflanzung der Umgebung.
Von hermetischem Abriegeln des Tunnels kann nicht die Rede sein.
30.5.10 Der Erhalt der Details der ehemaligen Eisenbahnstrecke ist wichtig
So wird ihr Charakter bewahrt
Einer der ersten Zugänge entsteht am Bahnhof Loh
Das Wartehäuschen am Bahnhof Loh hat von Grafitisprayern profitert.
Nie zuvor sah es so gut aus. Schon haben es sich Leute dort gemütlich gemacht.
Westlich des Bahnhofs Loh geht es an der Buchenstraße auf die Trasse
 
 
 
 

Leserbrief

Betrifft: „Baufehler-Tour“ der Wuppertalbewegung am 30.04

Als Teilnehmer dieser Tour überkommt mich größte Besorgnis hinsichtlich der Projektfortführung. Denn deutlich wurde dabei folgendes: Es geht nicht um schlechte Bauausführung, minderwertige Materialien, oder Geldverschwendung. Im ehrenwerten Bemühen um eine möglichst zügige und kostengünstige Realisierung des von Gerhardt mit höchstem persönlichen Einsatz getragenen Projekts, verhaspelte man sich im für Laien undurchschaubaren Förderantragsdschungel und hat damit leider das Gegenteil erreicht: Bauverzögerung und zusätzliche Kosten.

Nun damit zu argumentieren, das die maßgeblichen Förderbedingungen nicht nachvollziehbar, oder gar unsinnig seien und das viele Punkte einen Sonderstatus erfordern, weil die eigene Lösung viel besser geeignet, lässt noch längere fruchtlose Diskussionen erwarten.  Wenn man dann noch erfährt, das am Zugang Schleswiger Straße aus ästhetischen Gründen einer durchgeplanten und förderfähigen Lösung, die bereits in der Bauausführung war zugunsten einer optisch ansprechenderen, aber nicht behindertengerechten und noch dazu über fremdes Eigentum führenden Lösung kurzfristig der Vorzug gegeben wurde, lässt die starken Zweifel der Stadt an der Bauherreneignung der Wuppertalbewegung berechtigt erscheinen. Der angestrebte Prozess des Vereins mit ihrem Bauunternehmer bedeutet da nur noch das Sahnehäubchen bei diesem Trassen-GAU.

Es ist dem Vorstand der Wuppertalbewegung dringend anzuraten nun kurzfristig mit allen Beteiligten nach Auswegen aus dieser mehrfach verfahrenen Situation zu suchen. Wer dabei  den schwarzen Peter wahlweise bei der Stadt, Naturschützern oder gar dem Behindertenbeirat sieht, also lediglich auf eigene Positionen beharrt, den positiven Gesamtcharakter des Projekt betont, und auf Entgegenkommen hofft, wird sich verspekulieren.

Sollte sich die Freigabe der Fördermittel für den fertiggestellten Bauabschnitt weiter verzögern und damit der Eigenanteil der Wuppertalbewegung für die Aussenbereiche nicht zur Verfügung stehen, drohen Fristen zum Abruf der Fördergelder überschritten zu werden und wir bekommen es evtl. mit einem innerstädtischen Trassen-Torso zu tun.

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