Spaß im Wald

In aufwändiger Eigenarbeit wurden die Hindernisse gestaltet
Aber auch der natürliche Untergrund kann eine Herausforderung sein
Am Eröffnungstag war die Strecke gut besucht
Eine gute Absicherung ist wichtig. Vollkommen ausschließen kann man Unfälle aber nicht

Seit diesem Wochenende ist sie frei: die erste Wuppertaler Downhill- Strecke im Kothener Busch. 1,3 km anspruchsvolle Abfahrt, in viel Eigenarbeit hervorragend gestaltet von Aktiven, vor allem jugendlichen Mitgliedern des RV Adler Lüttringhausen.

Die Strecke wurde von vielen organisierten, aber auch von nicht gebundenen Mountain- Bikern genutzt. Wir haben von mehreren Erstbefahrern großes Lob für die Strecke gehört. Da gleichzeitig auch eine tolle Selbstdisziplin zu herrschen scheint, wurde von den vorher als Horrorszenario angekündigten Konflikten mit dem Rest der Waldnutzer bisher nichts bekannt. Unerfahrene Mountainbiker sollten allerdings die Grenzen der eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen. Der Rettungswagen musste am ersten Tag bereits einmal ausrücken, und die Besatzungen wollen nicht täglich aktiv werden müssen.

Wer den Andrang auf der Strecke am Eröffnungs- Wochenende gesehen hat erkennt, wie groß der Bedarf für solche Abfahrtsstrecken ist. Es ist zu befürchten, dass die Auslastung sehr hoch bleibt, so lange es nicht mehr offizielle Downhill- Strecke im Stadtgebiet gibt. Aber nur mit einem ausreichenden Angebot kann man die illegale und aus ökologischer Sicht problematische Nutzung wilder Abfahrtsstrecken eindämmen.

Wir gratulieren dem RV Lüttringhausen aber zunächst zur gelungenen Eröffnung und wünschen beim Betrieb der Strecke viel Erfolg.

Der Einstieg in die Strecke befindet sich am Ende der Sackgasse "Buschland", einer Seitenstraße der Oberbergischen Straße nahe Lichtscheid. Das "Buschland" ist eine Spielstraße. Auch von Radfahrern wird hier eine dementsprechende rücksichtsvolle Fahrweise erwartet.

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