Kidical Mass in Wuppertal stellt Forderungen

21.09.20

Was sagen die OB- Kandidaten? Was wollen sie wie umsetzen?

Am Sonntag Nachmittag starteten statt der bei der Anmeldung erwarteten 50 nach Angaben der Polizei etwa 10 mal so viele Kinder und Begleitpersonen mit ihren Rädern an der Kluse zur KidicalMass. In gemächlicher Geschwindigkeit ging es über die B 7 bis zum Alten Markt und dann zurück zur Loher Brücke, wo an der Junioruni eine kleine Abschlusskundgebung erfolgte. Vom riesigen Echo waren alle überrascht, insbesondere mit Hilfe der sehr einfühlsam begleitenden Polizei klappte es dann trotz der großen Zahl von Mitfahrern auch reibungslos.

Natürlich fuhren alle TeinehmerInnen auf der Straße, eine brauchbare Fahrradinfrastruktur existiert zwischen Elberfeld und Barmen bisher schließlich nicht. Aus der Demonstration entstand die Idee, die in der Stichwahl antretenden Kandidaten für das Amt des Wuppertaler OB zu den Forderungen noch im Vorfeld zu befragen. Nach interner Abstimmung wurde daher heute folgender Brief an beide verschickt:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mucke,
sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schneidewind,

am gestrigen Sonntag fand die erste Kidical Mass Wuppertal statt. Aus dem Stand erreichte diese Demonstration eine Teilnehmerzahl von rund 450 Radfahrenden.

Die Kernforderung dieser 450 teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und deren Eltern lautet: „Platz da für die nächste Generation!“

Nicht nur in Wuppertal, sondern in über 100 Kommunen in Deutschland sind Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen auf die Straße gegangen um ihren Anliegen Gehör zu verschaffen. Die zentralen Forderungen sind: 

  • Alle Kinder und Jugendlichen können sich sicher und selbstständig mit dem Rad in der Stadt bewegen.
  • Für alle Menschen muss angstfreies Radfahren möglich sein.
  • Kinder brauchen ein sicheres Schulwegenetz.
  • Tempo 30 innerorts ermöglicht flächendeckend mehr Sicherheit für radfahrende, aber auch zu Fuß gehende Menschen in allen Lebenssituationen.

Zusammengefasst fordern wir eine sichere Radinfrastruktur für alle Radfahrenden, gerade aber auch für die Generation, die unser aller Zukunft darstellt.

Jetzt sind wir gespannt, wie Sie - als die Kandidaten für den Posten des Oberbürgermeisters der Stadt Wuppertal - sich positionieren. Wie stehen Sie zu den Forderungen? Wollen sie umsetzen, dass aus den Wünschen sichere Alternativen zur heutigen Situation werden? Und wenn ja, welchen Zeitraum planen Sie, um entsprechende Veränderungen Realität werden zu lassen? 

Mit freundlichen Grüßen

Lorenz Hoffmann-Gaubig
ADFC Wuppertal

Kirsten Haberer
Fahrradstadt Wuppertal

Christian Wolter
Mobiles Wuppertal

Auf die Antworten warten wir gespannt un werden sie ebenfalls an dieser Stelle veröffentlichen.


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