Endlose Hängepartie: Weiter keine Lösung für den Talachsenradweg am Alten Markt

15.03.17


Freigabe der Einbahnstraße Oberdörnen vom Ausschuss für Verkehr abgelehnt

Bereits seit vielen Jahren ungelöst ist die Führung des Talachsenradweges im Bereich Barmen zwischen Loh und Wupperfeld. Rund um den Alten Markt gibt es in Richtung Osten als legale Streckenführung nur die Variante über die extrem verkehrsreiche und engen Kreuzung unter der Schwebebahn.

Immer wieder hatten ADFC und der Runde Tisch Radverkehr darauf gedrungen, hier eine Alternative zu schaffen. Aus Richtung Hünefeldstraße und Loh kann man heute an der Junioruni über das Wupperufer, die Brücke Wasserstraße und den Oberdörnen bis kurz vor den Steinweg fahren. Aber danach gibt es keine Fortsetzung mehr.  Ab "Zur Schafbrücke" gilt im Oberdörnen Einbahnregelung in die Gegenrichtung.  Eine Ausfahrt durch die Bleicherstraße ist ebenfalls nicht möglich. selbst wenn diese in ersten Abschnitt geöffnet würde, kommt man nicht geradeaus über den Steinweg in die Parlamentsstraße. Aus Kapazitätsgründen ist hier die gerade Querung vor einigen Jahren verhindert worden.

So bleibt also nur die Variante geradeaus bis zum Steinweg zu fahren, dort rechts und dann legal direkt wieder links abzubiegen. Erfreulicherweise ist die Straße Oberdörnen auch sehr breit, so dass selbst bei parkenden Autos nach knapp 4 m Restbreite Begegnungsverkehr unproblematisch machen.

Um so erstaunter waren wir dann, als die Maßnahme im Verkehrsausschuss als gefährlich eingeschätzt und dann mit den Stimmen aller Parteien außer Grünen und Linken abgelehnt wurde. Die Darstellung der Situation als gefährlich ist für uns bisher nicht nachvollziehbar. Zumal man bei jedem Ablauf der Ampel an der Kreuzung eine Phase hat, in der die Fußgänger sowohl über den Steinweg als auch über die Einmündung der Rödiger Str. gleichzeitigt Grün haben und daher kein Auto mehr von oben kommen kann. So kann man auch problemlos über den Steinweg auf die Linksabbiegespur in die Parlamentstraße queren (gut zu sehen ist dies auf dem Übersichtsplan und der Markierungsplanung, Verlinkung unten).

Nach der Sitzung des Ausschusses für Verkehr konnte zumindest mit den Fraktionen von CDU und SPD vereinbart werden, dass wir uns die Situation noch einmal gemeinsam persönlich angucken. Bei einem Termin mit Pressefotogafen einige Tage später kam dann- ein nettes Puzzlestück am Rande- ein Ratsherr aus einer dieser Parteien auf dem Weg zur Fraktionssitzung per Rad illegal genau diese Straße entlang.

Damit Sie sich selbst ein besseres Bild machen können hier die Links zu den Unterlagen, die dem Ausschuss für Verkehr zur Verfügung standen:


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