ADFC für Freigabe des Radstreifens für Busverkehr

04.08.20
Kategorie: Aktuelles, Wuppertal/Solingen, Verkehr

Zur Beschleunigung des Schwebebahn-Ersatzverkehrs befürwortet der ADFC eine Freigabe des Radstreifens auf der Vohwinkler Straße für Busse

Der nun wieder für ein Jahr anstehende Ersatz der Schwebebahn durch unzutreffend "Express" genannte Busse in bedeutet eine massive Verschlechterung des Nahverkehrs im Tal. In den bestehenden Straßen wird die Bedienungsqualität auf der Talachse deutlich verschlechtert. Wie massiv die Auswirkungen sind kann man daran ermessen, dass bei der Zahl der zur Verfügung stehenden Busse mit einer beinahe doppelt so langen Umlaufzeit gerechnet wird wie bei der Schwebebahn. Daher ist es wichtig, den Bussen eine schnelle und reibungslose Fahrt im Tal zu ermöglichen. Alle Chancen, diese zu beschleunigen, müssen genutzt werden. In allen kritischen Bereichen sollte daher die Einrichtung von Busspuren zur Beschleunigung angestrebt werden. Als neuralgischer Punkt hat sich in der Vergangenheit besonders der Bereich zwischen der Haltestelle Bruch und dem Sonnborner Kreuz erwiesen. Hier verliert der Bus über mehrere Stunden am Tag etliche Minuten. Die Kosten für sich daraus ergebende Notwendigkeit, mehr Busse zum Einhalten des angestrebten Taktes einzusetzen sind enorm. Noch schwerer wiegt aber die Tatsache, dass die gegenüber der Schwebebahn deutlich verlängerte Fahrzeit noch mehr Menschen in die privaten PKW treibt, die dann die Strecken auch entsprechend noch stärker verstopfen.Der ADFC unterstützt daher den Vorschlag, für den Schwebebahn-Ersatzbus eine schnellere Streckenführung rund um die Station Hammerstein zu ermöglichen. Sinnvoll wäre es daher, den Radfahrstreifen zwischen der Schillerstraße und Hammersteiner Allee in Fahrtrichtung Ost für den Busverkehr freizugeben. Uns ist bewusst, dass dies eine temporäre Verbreiterung des Streifens erfordert und in der Konsequenz für den Schutzstreifen in Fahrtrichtung West (nach Vohwinkel) kaum noch Raum bleibt. Wir sehen aber hier für die Zeit der Schwebebahnpause einen Vorteil für eine große Zahl von Fahrgästen, die sich für ein ökologisch sinnvolles Mobilitätsverhalten entschieden haben. Daher wären wir bereit, hier Nachteile für den Radverkehr zu akzeptieren.


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