Aufbruch Fahrrad

Vor einem Jahr wurde in Berlin das Radverkehrsgesetz verabschiedet. Dort ist es trotz des enormen Einflusses der Autolobby in Deutschland erstmalig gelungen, die Förderung der unweltfreundlicheren Alternativen mit einem bisher unerreichten Stellenwert zu versehen.

Natürlich sind die Bedingungen in NRW ungleich heterogener als die in einer Metropole wie Berlin. Vom urbanen, dicht besiedelten Ballungsgebiet bis zum dünn besiedelten ländliche Raum gibt es eine große Spanne unterschiedlicher Anforderungen. Trotzdem kann in jeder Region Radverkehr eine deutlich größere Rolle im Verkehr übernehmen als dies heute der Fall ist. Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung ist bei verstopften Innenstädten nicht möglich, auch der Ersatz der Verbrennungsmotoren durch elektrische Antriebe löst kein Problem außer dem der Vor-Ort-Emissionen. Und selbst in den heute als Vorbildregionen geltenden Städten des Münsterlandes oder Niederrheins besteht ein hoher Nachholbedarf an Verbesserungen der Infrastruktur zur Bewältigung und weiteren Förderung des Radverkehrs.

Die Initiative Aufbruch Fahrrad hat sich zum Ziel gesetzt, auch in NRW eine radikal veränderte Verkehrspolitik zu erreichen. Gerade nach dem Wechsel der Landesregierung ist eine solche politische Wende sicher nur über enormen Druck der Bevölkerung auf die Landesregierung zu erreichen. Deshalb will die Kampagne neben Information und Argumentation auch das politische Mittel der Volksinitiative nutzen. Dazu werden mindestens 66.000 Unterschriften benötigt. Die Sammlung beginnt am 16.6.18 und muss innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Das Ziel muss aber sein eine weit höhere Zahl an Unterschriften zu erreichen, um den politischen Druck deutlich zu erhöhen.

Der ADFC Wuppertal/Solingen beteiligt sich an der Volksinitiative. Rückfragen können sie gerne an unsere Kontaktadresse stellen. Natürlich ist auch der Besuch eines unserer regelmäßigen Mitgliedertreffs möglich.

 

 

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