Endlich fertig: die Berliner Brücke

Was haben Hamminkeln und Berlin gemeinsam?

Radweg an der "Berliner Brücke"

(03.09.2018) Nichts - denn Hamminkelner Brauprojekte finden (wenn auch mit Monaten Verspätung) ein Ende. Wegen der Verzögerung der Fertigstellung der Brücke Diersfordter Straße wird sie im Volksmund schon "Berliner Brücke" genannt. Was lange währt, wird endlich gut! - sagt der Volksmund. Es trifft leider nicht immer zu.

Der Radweg endet an beiden Seiten der Brücke im "Nichts". Die Beschilderung versteht wohl niemand (vielleicht der, der sie aufgestellt hat) und ein Ortsunkundiger findet den Weg nach Hamminkeln auch nicht unbedingt. Ein Hinweisschild würde hier schon Sinn ergeben. Der Radweg hat als Beidrichtungsradweg maximal Standardbreite und hat außerdem hohe Kanten, die bereits zu einem schweren Sturz eines Radlers führten. Die von der Politik geforderte Weiterführung des Radweges nach Diersfordt (B8) und nach Hamminkeln (B473) fiel dem Rotstift zum Opfer. Die vielseits angepriesene Alternative über den Heuweg ist für den touristischen Radler sehr reizvoll, für den Alltagsradler, der schnell von A nach B kommen möchte, nicht lukrativ. Die geforderte Weiterführung auf Hamminkelner Seite kann man als Steuerverschwendung bezeichnen. Der Westfeldweg und der Mühlenrott bieten dem tourischtischen- wie auch Alltagsradler gute Alternativen. Selbst ein Weg nach Blumenkamp ist über die Kastanienstraße gegeben.

Fazit: wieder sind Millionen von Euro in ein Bauprojekt investiert worden, um einen Bahnübergang schließen zu können. Für den KFZ-Verkehr durchaus nachvollziehbar. Und als Alibifunktion - wir tun auch etwas für den Fahrradfahrer - sind einige hundert Meter Radweg gebaut worden die im "Nichts" enden. Wenn das die Antwort auf die Forderung "Fahrradland NRW" ist - na denn gute Nacht. Vielleicht hätte man jemanden fragen sollen, der sich mit so etwas auskennt.

NiederrheinRoute gesperrt

Keine Durchfahrt in Hamminkeln?

... in Hamminkeln.
... in Wesel.

(06.06.2016) Seit einiger Zeit wird auf der Fahrbahn auf der Straße "An der Windmühle" in Hamminkeln gearbeitet. Die Straße ist für Fahrzeuge aller Art gesperrt - also auch für Fahrräder. Anlieger dürfen bis zur Baustelle dennoch die Absperrung passieren.

Dumm ist nur, dass genau hier die NiederrheinRoute entlang geführt ist. Für Ortskundige stellt die Sperrung kein Problem dar. Sie lässt sich problemlos umfahren. Aber was ist mit Fahrradtouristen bzw. Ortsunkundigen? Häufig beobachtet, stehen sie vor der Sperrung und wissen nicht so richtig weiter. Kurios ist die Tatsache, dass die Straße in Wirklichkeit gar nicht unpassierbar ist. Trotz Sperrung kann man als Fahrradfahrer durchaus die Baustelle passieren.

Das man einen solche Situation auch anders lösen kann, zeigt ein Beispiel aus Wesel. Da kann man in Hamminkeln von einer Stadt, die im Landesprogramm Fahrradfreundlicher Städte ist, noch was lernen.

 

 

Radwegebau in Dingden

„Am Bokern“ soll der Radweg verlängert werden

(30.12.2014) Mitte Dezember, als sicherlich alle schon an Weihnachten dachten, war der Presse zu entnehmen, dass die Stadt Hamminkeln in diesem Jahr 3,25 Millionen Euro in den Straßenbau invertieren will. Die Investitionen sind auch dringend notwendig, sind doch die Straßen und Wege die Verkehrsadern unserer Mobilität. Gerade bei der Sanierung der Wirtschaftswege profitieren die Fahrradfahrer in unserer Stadt besonders. Dass die Straße "Am Bokern" in Dingden auch dazu gehören soll, freut sicherlich nicht nur die Dingdener. Dass aber der bestehende Radweg vom Friedhof bis zur Nordbrocker Straße für viel Geld verlängert werden soll, stößt dann doch auf einiges Kopfschütteln. Es stellt sich die Frage, warum muss ein Radweg entlang einer Straße gebaut werden, die für den Motorisierten Individualverkehr gesperrt ist und lediglich für Anlieger z.B. Friedhofsbesucher freigegeben ist? Viel wichtiger wäre es, das Durchfahrverbot durchzusetzen.

Kein guter Tag für den Radverkehr in Hamminkeln

Neuer Kreisverkehr an der Weststraße

Am 16.12.09 ist der neue Kreisverkehr an der Weststraße für den Verkehr freigegeben worden. Zwar begrüßt der ADFC Hamminkeln ausdrücklich die Einrichtung eines Kreisverkehres gegenüber einer Ampelanlage, jedoch sind wir als die Lobby für den Fahrradfahrer gegen die angewendete Verkehrsregelung. Die Situation stellt sich so dar, dass ein Fahrradfahrer, der sich innerhalb des Kreises bewegt, mit einem „Vorfahrt achten“ dem in den Kreis hinein- und hinausfahrenden Verkehr die Vorfahrt gewähren lassen muss. Diese Regelung gilt nur für den Fahrradfahrer, nicht jedoch für den auf der Fahrbahn sich bewegenden Verkehr.
Dies widerspricht dem Grundsatz „wer sich im Kreis bewegt hat Vorfahrt“. Begründet wird dieses Verfahren mit der Tatsache, dass der Kreisverkehr außerhalb geschlossener Ortschaft liegt. Wäre dies nicht der Fall, so würde die Regelung „wer sich im Kreis bewegt hat Vorfahrt“ gelten. Auch wenn der Kreisverkehr ca. 50 Meter hinter dem Ortsausgangsschild liegt, so hat er doch den Charakter eines Kreisverkehres innerhalb geschlossener Ortschaft, denn das Tempo auf der Weststraße ist auf 50 km/h begrenzt.
Das Beispiel eines Kreisverkehres in Kalkar (Mühlenstr. / Griether Str.) zeigt, dass es durchaus möglich ist, auch außerhalb geschlossener Ortschaft auf das „Vorfahrt achten“ für den Fahrradfahrer zu verzichten.
An dieser Maßnahme zeigt sich wieder, dass das Fahrrad leider immer noch nicht als Verkehrsmittel – allenfalls als Mittel der Freizeitgestaltung – in den Köpfen der Verantwortlichen angekommen ist.
Anstatt das „0-Emmissions-Verkehrsmittel“ durch fahrradfreundliche Maßnahmen zu fördern, wird es immer wieder ausgebremst und dem motorisierten Verkehr gegenüber benachteiligt. Der ADFC Hamminkeln bittet die Verantwortlichen noch einmal über die Situation nachzudenken und dem Fahrradverkehr die gleichen Rechte wie dem motorisierten Verkehr einzuräumen.

© 2018 ADFC Kreisverband Wesel e. V. OG Hamminkeln e. V.