Stadtverwaltung Lünen ignoriert Radverkehr an zwei neuen Kreisverkehren am Preußenbahnhof

31.03.19
Kategorie: Lünen, Verkehrsplanung, Unna

Überführung ohne Radlerfurt an einem der neuen Kreisel in Horstmar - Radfahrende müssen absteigen




Mit dem Bau des 9 Millionen Euro teuren Nordtunnels am Preußenbahnhof hat der zuständige Ausschuss für Sicherheit und Ordnung im Jahr 2012 insgesamt sieben bevorrechtigte Radfahrerfurten an den beiden neuen Kreisverkehren östlich und westlich der Bahnunterführung beschlossen (siehe unten Link zu detailiertem Lageplan).
Zur Verkehrsfreigabe am 12. Januar 2019 waren aber nur zwei Zebrastreifen an der Bebelstraße markiert, jedoch keine Radfurten! Bereits einen Tag später hat der ADFC Lünen diesen Mangel und Verstoß gegen einschlägige Regelwerke der Stadtverwaltung gemeldet. Gleichzeitig hat der ADFC Vorschläge gemacht, wie die ursprünglich geplanten sieben Radfahrerfurten mit den noch ausstehenden Restarbeiten realisiert werden können. Bis zum 30. März 2019 ist noch nicht weiter markiert worden.

Radfahrer haben an Zebrastreifen (Fußgängerüberwegen) nur Vorrang, wenn Sie vorher absteigen, was allerdings kaum jemand macht. Ob Radfahrer absteigen, ist aber für die Autofahrer erst kurz vor den Zebrastreifen erkennbar. Diese vermeidbaren Verkehrsgefährdungen und massiven Benachteiligungen des Radverkehrs müssen unbedingt beseitigt werden.

Nachtrag 3. April:
Inzwischen hat die Stadtverwaltung reagiert. Die Zebrastreifen werden verengt und seitlich um um eine schmale aufgemalte Radfurt ergänzt. Die Beschilderung wird ebenfalls angepasst. Baulich wird nichts verändert.

Jürgen Heidenreich

© 2019 ADFC Kreisverband Unna e. V. ADFC Lünen