600m-Radweg nach Kessebüren überfällig

 

Ein ganzer Ortsteil mit immerhin 700 Einwohnern ist vom Unnaer Radnetz abgeschnitten

Seit dem Jahr 2000 gibt es einen gut ausgebauten, breiten Radweg von Kessebüren nach Unna. Mit einem Grünstreifen wird der Autoverkehr von dem Radverkehr getrennt. Das Schlagloch an dem Radweg ist: Er endet 600 m vor der Anbindung ans Cityradnetz auf dem stark, auch mit LKWs befahrenen Kessebürener Weg.

Kein Elternteil schickt sein Kind freiwillig mit dem Rad in eines der drei Schulzentren, die von Kessebüren aus in einer radfreundlichen 3 km-Entfernung liegen. Verständlicherweise wird lieber auf das Taxi Mama oder den Schulbus zurückgegriffen. Niemand fährt ohne Not mit dem Rad nach Unna zum Einkaufen.

Um so ärgerlicher ist dies, da die Radtrasse entlang des Kessebürener Weges seit der landesweiten Radwegeauschilderung im Jahr 2004 ein landesweit ausgewiesener Radweg ist. Radtouristen besuchen Kessebüren gern wegen seiner ausgesucht guten Gastronomie.

Nach heftigen Protesten von ADFC und Kessebürener Bürgern im November 2006 rutschte der Radweg auf der Prioritätenliste der Bezirksregierung von Platz 23 auf Platz 16. Bei der jährlichen Neubewertung im Regionalrat im Dezember 2007 rückte er nur auf Platz 15 vor.

Dem ADFC Unna ist diese "Geschwindigkeit" zu langsam. Gerade in den Zeiten der Klimaerwärmung sollten größere Anstrengungen unternommen werden, das Radnetz schneller auf einen akzeptablen Stand zu bringen.

Schauen sie sich hier einen Beitrag der Lokalzeit in Dortmund  zum Radweg in Kessebüren an.

Wichtige Radtrassen an Hauptstraßen fehlen

Unna hat viel für den Radverkehr getan. Fast durchgängig sind die einzelnen Stadtteile als sogenannte Tempo 30 Zone verkehrsberuhigt. Viele Hauptstraßen sind mit Schutzstreifen oder Radwegen ausgestattet. Allerdings gibt es etliche Straßen, bei denen noch Handlungsbedarf herrscht.

Genannt seien hier ein fehlender Radweg auf der Hansastraße. Teilweise ist er zwar vorhanden, endet dann abrupt oder wird als Parkstreifen zweckentfremdet.

Der Afferder Weg ist zwischen Kornstraße und Königsborner Straße ein weiteres dringendes Ausbauziel. Aber auch darüber hinaus muss über eine Radwegebegleitung nachgedacht werden.

Weitere Einfallstraßen wie z.B. die Hertinger Straße, der Kessebürener Weg im unteren Bereich, die Hammer Straße, die Kamener Straße, der Uelzender Weg und die Uelzener Dorfstraße müssen ganz oder teilweise neu radfreundlich bewertet werden.

 

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