Bilder und Berichte

Hier findet ihr in unregelmässigen Abständen Bilder und Berichte unserer gemeinsamen Touren.

Fahrradspass auf der Brambauer Bike Anlage

Viel Spass gab es an diesem Tag auf der Bike Anlage in Brambauer

Vor der holländischen Grenze
Ankunft in Soest
An der Fähre nach Newcastle
Newcastle Millenium Bridge
Zwangspause in schöner Landschaft
Der höchste Punkt der Tour (600 m ü.NN) ist erreicht
Ankunft in Workington
Feier mit der neuen Bürgermeisterin (6. von links)
The Lake District
Umsteigen im Bahnhof Carlisle
Sonnenaufgang über der Nordsee
 

Besuch der englischen Partnerstadt Workington

1 Woche, 3 Länder, 400 km

22 Selmer Radler besuchten die englische Partnerstadt Workington

Wie feiert man das 20-jährige Bestehen einer Städtepartnerschaft? Indem man sich für über 400 Kilometer aufs Rad setzt und nach fünf Tagen dort ankommt. Das haben Mitglieder der ADFC-Gruppe Selm gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Städtepartnerschaften in Selm getan. 22 Radler fuhren vom 3.Mai 2014 ab ins englische Workington. Die Route und die Etappen wurden vorab geplant und es wurde auch ein Begleitfahrzeug organisiert. Von Selm ging es über Emmerich und Soest nach Amsterdam-Ijmuiden. Dort wartete die Fähre nach Newcastle. In England ging es dann einmal von Küste zu Küste - auf dem Radweg "Sea to sea" quer über die Insel. In Workington nahmen die Radler an der Amtseinführung des Bürgermeisters teil. Außerdem stand eine Radtour durch die englische Westküstenlandschaft auf dem Programm. Zurück ging es mit der englischen Bahn, der Fähre und der Deutscher Bahn wieder nach Selm.

Belohnt wurden die Radler mit einem herzlichen Empfang in der Partnerstadt und vielfältigen Eindrücken während der Reise. Neben herrlichen Landschaften im nordenglischen Hochland und vorbildlichen Radwegen in Holland gab es interessante Stadtbesichtigungen in Amsterdam und in Newcastle. Aber es gab für die Gruppe auch eine Vielzahl von Herausforderungen. Lange Etappen, eine Vielzahl von steilen Anstiegen und ein Regentag zehrten an Mensch und Material. So waren ein defektes Tretlager, ein defektes Achslager, ein abgerissener Schaltarm und 3 Plattfüße zu beklagen. Hierbei wurde auch die Stärke der Gruppe auf die Probe gestellt. Aber trotz aller Strapazen hat sich die Reise gelohnt, denn das Ziel der Fahrt, die Städtepartnerschaft durch bestehende und neue Bekanntschaften zu fördern, wurde voll erreicht.

Allerdings wurden auch weniger positive Erfahrungen gemacht: die Fahrradinfrastruktur in England erinnert an die fahrradmobile Steinzeit. In den Städten gibt es keine Radwege; an einigen Stellen trifft man auf viel zu schmale Fahrradstreifen, auf denen sich kein Radfahrer wohl fühlt. Auch zwischen den Städten – an den Landstraßen – sind keine Radwege vorhanden. Als Radler ist man unmittelbar dem automobilen Verkehr ausgesetzt. Uns dass noch auf der verkehrten, linken Seite. Nicht so ganz einfach. Aber viele englische Autofahrer üben die typisch britische Zurückhaltung aus und warteten hinter der Gruppe auf eine Überholmöglichkeit.

Was die Gruppe während der Fahrt Alles erlebt hat, wird am 13.Juni 2014 im Rahmen des Selmer Tafelfestes um 19:00 Uhr im Selmer Hof mit Bildern und Filmsequenzen vorgestellt. Wir freuen uns auf einen vollen Saal.

 

25.08.2013 Familientour rund um Selm

Start am Borker Amtshaus
Erste Pause am Schloss Cappenberg
Zweite Pause am Obsen
Bahnübergang Selmer Bach

Auf dem neuen Rundkurs "Selm - zwischen Schloss und See" ging es über 35 km einmal durch alle Selmer Stadtteile. In Cappenberg wurde der historische Wasserturm bestiegen und Robin konnte alle Stufen zählen. Am Ternscher See wurde eingekehrt und Walter aus Castrop Rauxel war begeistert von der tollen Selmer Umgebung und den schönen Radwegen.

15.09.2013 Radkult(o)ur Kreis Unna

Königsborn 3/4
Königsborn 3/4
Marktplatz Kamen
Marktplatz Unna

Der Kreis Unna veranstaltete erstmals seine Radkult(o)ur. Auf autofreien Straßen und Wegen gab es für Radler freie Fahrt zwischen kamen, Unna und Bönen. Unsere Gruppe fuhr von Selm aus über Lünen an der Seseke entlang nach Kamen und einmal den Rundkurs. Stops wurden jeweils an den vorgesehenen Haltepunkten eingelegt. Zurück ging es wieder an der Seseke nach Hause. Bei schönem Wetter und guter Laune (und einem Plattfuss) konnten wir 85 km dem Tourenkonto gutschreiben.

16.04.2013 - Entlang Lippe, Körne und Seseke

Start am Borker Amtshaus
Letzte Instruktionen
Pause am Horstmarer See
Erstes Kunstwerk an der Seseke
Zweites Kunstwerk
Unser Fotograf ist auch dabei!
Letzter Streckencheck für den Heimweg

Am Ostermontag starteten bei kühlem aber sonnigen Wetter 12 Radler zur gemeinsamen Tour. Von Bork ging es über Lünen und Kurl nach Kamen. Zurück an der Seseke entlang zum Preußenhafen und anschließend wieder nach Bork. Wir konnten zwei auswärtige Radlerinnen aus Unna und Lünen begrüßen, denen die Tour großen Spaß gemacht hat und die uns "androhten", demnächst wieder mitzufahren.

4.11.2012 Selm - zwischen Schloss und See

Schutzhütte des Selmer Heimatvereins
Wo gehts denn weiter?
Versuch fürs Titelbild im Internet
... und der Rest macht Pause!

21.10.2012 Tour entlang Lippe, Körne und Seseke

Start Amtshaus Bork
Pause Horstmarer See
An der Körne
An der Körne
Immer noch an der Körne
Die Pixel-Röhre in Kamen
Mittagessen
Selbstbildnis in der Röhre

7.10.2012 Burgen und Schlösser

Start Amtshaus Bork
Schloß Sandfort
Kaffeepause Burg Vischering
Burg Lüdinghausen
Schloßpark Nordkirchen
Cappenberger Wald

2. - 14.06.2012 Unsere Tour nach Berlin

Start am Selmer Bürgerhaus
Regenpause hinter Münster
Wir reparieren eine Kette
Gedenkstein an der ehemaligen innerdeutschen Grenze
Zwischen Ballenstedt und Köthen
Das Brandenburger Tor in Potsdam
Das Brandenburger Tor in Berlin
Eastside Gallery

Woanders ist auch sch... schön!

 

Auf dem Europaradweg R1 von Selm nach Berlin

 

Es war nicht so spektakulär wie eine Alpenüberquerung und nicht so imposant wie eine Tour an einem europäischem Strom. Trotzdem war eine Tour vom jetzigen Wohnort des Autors zur ehemaligen Heimatstadt etwas ganz Besonderes und Eindrückliches. Über 800 km auf Radwegen, durch deutsche Landschaften, Städte und Dörfer, die man vorher höchstens aus dem Diercke-Weltatlas kannte. Auch deswegen eine besondere Tour, weil ein fabelhaftes Team unterwegs war: Helga Bittner, Inge Schlierenkamp, Liesel Zinn und Heinz Bittner aus Lünen, Frank Rosental aus Schwerte sowie Heinz Lohmann und Christian Jänsch aus Selm. Nach zwei Vorbesprechungen und einer Trainingstour zum gegenseitigen Beschnuppern ging es am 2. Juni los. Mit den besten Wünschen vom Selmer Bürgermeister Mario Löhr und dem VHS-Leiter Michael Reckers schwang sich die Gruppe auf die Sättel und startete die erste Etappe nach Münster; so wie immer am Kanal entlang. Von Münster aus ging es dann immer den Europaradweg R1 entlang und über die Etappenziele Gütersloh, Nieheim, Einbeck, Bad Harzburg, Ballenstedt, Köthen, Radis und Ferch nach Berlin. Daneben wurden interessante Städte, die nahe am R1 lagen ebenfalls besichtigt: Goslar, Quedlinburg und Potsdam. In Berlin ging es auf dem Rad quer durch die City entlang des Mauerradweges (mit Unterstützung des ADFC Berlin). So kamen insgesamt 830 km zusammen; verteilt auf 11 Fahrtage eine schöne Leistung. Besonders, wenn man berücksichtigt, dass die längste Etappe über 108 km ging. Treuer Begleiter war die Radkarte von Bikeline, die uns immer den richtigen Weg aufzeigte; allerdings sollte der Verlag nicht nur Profi-Radler zur Einschätzung von Steigungen heranziehen. Wir hätten die schwarzen Pfeile anders gesetzt.

Für die Auswahl der Übernachtungsbetriebe hatten wir das „Bett&Bike-Verzeichnis“ herangezogen. Die preisliche Obergrenze hatten bei € 80,00 für ein Zweibettzimmer gesetzt; bis auf das Haus zum Guten Hirten in Münster konnten wir unser Budget einhalten. Und haben tolle Erfahrungen gemacht: Ballenstedt im Harz; kannte vorher niemand. Pension am Markt. Historisches Haus mit modernstem Standard: moderne, saubere Zimmer; am Abend Grill-Büffet mit hausgemachten Salaten im idyllischen Innenhof; Getränke (fast) zum Selbstkostenpreis; üppiges Frühstück mit allem, was man sich vorstellen kann. Und das Zimmer kostete € 55,00. Eine echte Empfehlung für den Rest der Radlerwelt! Aber wir übernachteten auch im Jugendstilprachtbau mit knarrender Treppe in Köthen oder im Landhaus Ferch, direkt am Schwielowsee gelegen mit traumhaftem Sonnenuntergang auf der Terrasse.

Und Wetter hatten wir auch. Von strömendem Regen bis zu knalliger Sonne war Alles vertreten. Aber gerade bei Regen zeichnete sich die Gemeinschaft der Gruppe aus: anstatt zu meckern wurde das Regenzeug übergezogen und weiter geradelt. Gerade auf der zweiten Etappe hat es uns vom Regen her böse erwischt. Frank schrieb Mittags in Warendorf ins Tourtagebuch: „Heißer Kakao und Hühnersuppe bringen uns die Lebensgeister zurück“. Am Zielort werden wir belohnt: wir nehmen die Saunalandschaft unter dem Dach des Hotels in Beschlag; Regen und Kälte sind schnell vergessen. Auf der dritten Etappe hatten wir den einzigen, aber dafür sehr außergewöhnlichen Schaden: Liesel hatte ihre Kette geknackt; mitten im Wald bei Nieselregen. Aber das war für Heinz B. kein Problem: er zog eine Ersatzkette aus der Werkzeugtasche und baute sie ohne Murren ein. Donnerwetter! Wir konnten weiterfahren. Für den erfahrenen Tourenleiter sicherlich ein weiterer Punkt für die zukünftige Packliste.

Besondere Erlebnisse auf Rad-Reisen sind natürlich die nicht vorhersehbaren Über-raschungen im positiven Sinne. So platzten wir unvermittelt in das Dorffest von Kemberg – Radis: das Dorfgemeinschaftshaus wurde eingeweiht und der Dorfplatz war mit Attraktionen in Form von Festzelt, Bier- und Grillstand, Ausstellung historischer Fotos sowie einem „Haut den Lukas-Wettbewerb“ geschmückt. Hier – am „Haut den Lukas“ hat Heinz aus Bork den Hauptpreis gewonnen (nach 85 km auf dem Rad): eine Reisetasche, die er unverzüglich am Tombola-Stand abgab; es war auf dem Rad kein Platz zum Trans-port. Einen Tag später gerieten wir in Lutherstadt-Wittenberg mitten in Luthers Hochzeit, die jedes Jahr gefeiert wird. Auch hier eine historisch festlich geschmückte Stadt, mit mittelalterlichen Imbiss- und Verkaufsständen und vielen Bürgern in historischen Kostümen. Da passten wir mit unseren modernen Fahrradklamotten nicht so gut hinein, waren aber trotzdem beeindruckt.

Auch landschaftlich wurde uns viel geboten: das flache Münsterland ging über in das eher hügelige Weserbergland. Hier waren die kleinen Gänge gefordert. Im Harz wurde es schon richtig bergig. Gemeinsam haben wir beschlossen, ein Teilstück mit der Bahn nach Goslar zu fahren; außer Heinz aus Bork: er gönnte sich die Bergetappe. Nach einem wunderschönen, regnerischen Stadtbummel in Goslar und dem Wiedersehen mit Heinz setzten wir unsere Fahr fort. Hatten aber Schwierigkeiten, unseren Weg wiederzufinden (nächstes mal nehme ich den Kompass wieder mit). Als wir ihn wieder hatten, folgte die nächste Überraschung: ein kleiner schwarzer Steigungpfeil in der Karte entpuppte sich als 3 km langer, mit mindestens 12% steigendem, geschottertem Waldweg. Wir haben eine Stunde bergauf geschoben und waren fix und fertig. Unmittelbar nach Grenzübertritt konnten wir feststellen, dass sich die Qualität der Radwege schlagartig verbesserte. Offensichtlich ein Ergebnis vom Konjunkturpaket II. Aber nur zwischen den Dörfern bzw. Städten. Deren Durchfahrten waren mit ihrem groben Kopfsteinpflaster sehr unbequem. Entlang der Flüsse Saale und Elbe wurde es wieder flach. Der sich anschließende Hohe Fläming forderte unsere Kondition schon wieder etwas mehr.

Und natürlich kam auch die Kultur und der touristische Aspekt nicht zu kurz. Münster kannten wir ja schon; Städte wie Einbeck, Goslar, Quedlinburg, Lutherstadt-Wittenberge, Potsdam oder Berlin waren für uns allerdings spannend. Wir endeckten hübsche alte Gemäuer und sogar ein Weltkulturerbe. In Potsdam nahmen wir uns die Zeit für einen ausgedehnten Stadtbummel (mit dem Rad) und besichtigten das neue Stadtschloss, das Holländer Viertel, die Brandenburger Straße mit dem gleichnamigen Tor (ja, das gibt es auch in Potsdam) und natürlich den Schlosspark von Sanssouci. Nach einem Kaffee in einer Privatrösterei (den „Katzenkaffee wollten wir nicht!) setzten wir unsere Fahrt fort. Über das Schloss Cecilienhof (hier fand 1945 die Potsdamer Konferenz statt) gelangten wir nach Überquerung der Glienicker Brücke nach Berlin. Es folgte die sehr spannende Durchquerung der Hauptstadt: erst gemütlich durch den Grunewald entlang der Avus, dann durch das Diplomatenviertel und schließlich über den Kurfürstendamm in die City. In 2-er Reihe auf der Busspur bei grüner Welle am motorisierten Verkehr vorbei war das ein eindrückliches Erlebnis. Am Brandenburger Tor kam das obligatorische Gruppenfoto; leider war wegen der Fußball-EM der Pariser Platz zugestellt mit Werbetafeln und der Fanmeile. Abends noch der geplante Besuch im Reichstagsgebäude. Enttäuschend für uns, dass unser Abgeordneter Dr. Wiefelspütz uns nicht begrüßte; so mussten wir abends um 10:00 Uhr gemeinsam mit ca. 110 Jugendlichen einen Vortrag eines Bundestags-mitarbeiters über uns ergehen lassen. Die Jugendlichen waren doch sehr unruhig und wollten nur eins: raus hier und Berlin bei Nacht erleben.

Dann kam endlich der Tag ohne Fahrrad. Wir machten es uns bei einer Stadtrundfahrt mit Doppeldecker-Bus und Schiff auf der Spree gemütlich. Dort, wo es etwas Interessantes zu sehen gab, stiegen wir aus und schauten uns um. Zur Freude von Inge entdeckten wir zahlreiche Schuhgeschäfte, in denen wir fachsimpeln konnten. Etwas kaufen ging leider nicht, da die Packtaschen schon voll waren. Am zweiten Tag in Berlin holten uns zwei Kollegen des ADFC Berlin nach dem Frühstück am Hotel ab. Gemeinsam ging es durch die Berliner City; immer möglichst nahe am Mauerradweg entlang. Hier erlebte der Berliner Autor neue Eindrücke, die er bisher auch noch nicht kannte. Auch 22 Jahre nach dem Fall der Mauer erkennt man ihren Verlauf an vielen Stellen heute immer noch. Eindrückliche Haltepunkte für uns waren die Bernauer Straße mit dem Tunnelmuseum, das Springer Hochhaus an der Rudi-Dutschke-Strasse (wer hätte das vor 40 Jahren gedacht!) und der Checkpoint Charly an der Friedrichstrasse. Mittagsimbiss im Kreuzberger „Curry 36“. Nach ca. 20 Minuten Wartezeit (die Schlange war so lang) gab es 2 Currywürste (natürlich ohne Darm) mit Pommes für € 4,30. Da kann man nicht meckern und es war sehr lecker. Am Abend waren wir erschlagen von den vielen Bildern und Eindrücken der Hauptstadt.

Die Rückreise verlief planmäßig mit der Bahn ab Berlin-Hauptbahnhof, mit Umsteigen in Hannover. Für die nächste Bahnfahrt unbedingt darauf achten, dass die reservierten Sitzplätze auch im Fahrradwagen sind; unsere Plätze waren 2 Wagen entfernt. Im Zug hatten wir dann Gelegenheit, ein Resümee zu ziehen, das bei allen sehr positiv ausfiel. Als Tourenleiter gefiel mir das natürlich und ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei dem tollen Team bedanken. Es hat mir großen Spaß gemacht, mit Euch zu fahren und ich freue mich auf die Fortsetzung. Der Europaradweg R1 geht weiter über Polen und die Baltischen Staaten bis nach St. Petersburg. Für unser Team eine neue Herausforderung: in 2014 soll es weiter in Richtung Osten gehen.

 

Christian Jänsch

© 2018 ADFC Kreisverband Unna e. V. ADFC Selm