Radnachrichten aus Bönen

ADFC - Stammtisch Bönen

13.08.19

Bericht in der Lokalpresse

In einer losen Reihe berichtet der Westfälische Anzeiger in seiner Lokalausgabe über diverse Stammtische in Bönen. Am 7.8.2019 erschien der folgende Beitrag über den monatlich stattfindenden Stammtisch der Bönener ADFC-Radler.

 

"Immer die Radfahrer

SERIE Beim Stammtisch des ADFC dreht sich alles um das Fahrrad

VON KARL LÖBBE

Bönen - Über mangelndes Interesse können sie sich nicht beklagen. Immer mittwochs ist Radlerstammtisch im Restaurants Rhodos. Beim letzten Treffen im Juli konnte Eva-Maria Walter rund 20 Mitglieder des ADFC-Ortsverbandes Bönen begrüßen und auch die Mitglie­derzahlen des Ortsverbandes sind in den vergangenen Jahren gestiegen. In einer weiteren Folge unserer Stammtischserie stellen wir das Treffen der Radler heute vor.

Eva-Maria Walter ist zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und übernimmt die Sprecherrolle für Udo Dramm, wenn dieser verhindert ist. Das mit der Arbeit in der Öffentlichkeit muss gut geklappt haben, wenn man sich die Entwicklung der Mitgliederzahlen anschaut. Im Gründungsjahr 2015 waren es gerade einmal acht Teilnehmer.

Dreieinhalb Jahre später ist der Verband bei über 70 angekommen, Tendenz steigend. Dazu trugen neben konsequenter Pressearbeit nicht zuletzt die beliebten Tages- und Mehrtages­fahrten bei. Inzwischen müsse man bremsen, hieß es. Die Gruppenstärke bei den Fahrten müsse überschaubar bleiben.

Trotz allem - der offene Charakter des Ortsverbandes Bönen bleibt bestehen und zeigt sich deutlich im Umgang mit Interessierten. Man muss kein Mitglied sein, um am Stammtisch oder den Touren teilnehmen zu können. Am ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr im Rho­dos erscheinen oder samstags ab 13 Uhr zweimal im Monat 30 Kilometer oder sonntags ab 10 Uhr einmal im Monat 70 Kilometer strampeln — mitradeln kann jeder. Treffpunkt der Touren ist der Bahnhofsvorplatz.

Nicht selten kommen bis zu 30 Leute zusammen. Geführt werden sie von erfahrenen Grup­penleitern wie Udo Dramm, Udo Harbach oder Heinz Wüste und anderen. „Einer fährt vor, ein anderer am Schluss. Schließlich soll keiner verloren gehen,“ betont Eva-Maria Walter. Die Ziele werden beim Stammtisch festgelegt.

Und auch die Diskussionen um den Einsatz von Pedelec, E-Bike und „Normalos“ scheint ge­laufen: „An die 90 Prozent der Tour-Teilnehmer fahren inzwischen mit dem Elektrorad.“ Damit lassen sich natürlich prima die Mehrtagestouren bewältigen. Vier Tage Meppen oder der Weserradweg. standen beispielsweise auf dem Programm. Das Münsterland ist wie eh und je angesagt.

Allerdings geht es längst nicht nur um Fahrten. Theoretische Grundlagen in vielerlei Hin­sicht bilden ebenso das Fundament der Vereinsstruktur. Neben Vorträgen zur Technik rund ums Fahrrad geht es auch um medizinische Themen wie etwa orthopädische Auswirkungen des Radfahrens auf den Körper.

Offene Ohren und eine offene Hand für die Belange ihrer Mitmenschen beweisen die Radler bei Wohltätigkeitsveranstaltungen. Im Ferienprogramm des Jugendzentrums Go in enga­giert sich der Verband. An den Bönener Schulen bekämpfen die Mitglieder den „Armleuch­ter ohne Licht“ und sorgen so für ein Stück Verkehrssicherheit.

Sicherheit ist großes Thema

Einen großen Stellenwert nehmen naturgemäß die Diskussionen um die allgemeine Fahr­radsicherheit auf den Straßen ein.

Wie auf Bundes- und Landesebene ist vor allem die Entwicklung von kommunalen Radverkehrskonzepten ein wichtiges Anliegen. Sind es doch die Bürger vor Ort, die tagtäglich mit ihren Rädern in Bönen unterwegs sind und im wahrsten Sinn „erfahren“, wo der Schuh oder das Pedal drückt. Die ADFCler in Bönen treten ein für ein optimiertes Radwegekonzept vor allem für die Bahnhofstraße, aber auch an anderen Stellen.

Den aktuellen wie auch den wieder vorgesehenen Schutzstreifen hält man nach wie vor für ungeeignet und zu gefährlich. „Wir brauchen seitens der Verwaltung mehr Gefühl für die Sicherheit der Fahrradfahrer in Bönen. Nur wenn diese optimal gegeben ist, wird man auch mehr Leute aufs Rad bekommen,“ ist sich Eva-Maria Walter sicher. Auch das Abstellen von Rädern, zum Beispiel vor dem Rathaus, lasse zu wünschen übrig.

Ein Zweck-Stammtisch also, der neben den eigenen Interessen deutlich für die Belange sei­ner Mitmenschen eintritt. Dennoch gehören auch Feste zu seiner Jahresplanung, wie etwa das Sommerfest im Privatgarten oder die Teilnahme an Veranstaltungen anderer Ortsver­bände im Kreis Unna. Natürlich fehlt auch der Jahresabschluss nicht.

Infos

Viele weitere Informationen sind unter www.adfc-boenen.de zu finden."


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