Unna bleibt in der AGFS - Marl fliegt raus

12.12.14
Kategorie: Unna

Foto: AGFS NRW/Uwe Reinert - Michael Heinze (MBWSV), Patricia Reich (Stadt Unna) Renate Nick (Stadt Unna), Michael Ott (Stadt Unna) und Christine Fuchs (AGFS).


Zielnetz 2025 führte zum Ziel

Unna bleibt in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (AGFS).  Im Rahmen ihrer jährlichen Mitgliederversammlung wurde in der Landeshauptstadt Düsseldorf neben Unna weiteren 33 Mitgliedern Urkunden zur Verlängerung ihrer Mitgliedschaft verliehen.  Der Stadt Marl wurde keine Verlängerung gewährt. Alle sieben Jahre müssen sich die Mitglieder des kommunalen Netzwerks erneut bewerben und unter Beweis stellen, dass sie aktiv und kontinuierlich daran arbeiten, zukunftsfähige, belebte und wohnliche Städte zu gestalten. Nur Kommunen, die den Kriterien der AGFS weiterhin gerecht werden, erhalten die begehrte Verlängerungsurkunde und profitieren weiter von den Vorteilen einer Mitgliedschaft.

Auch für Unna stand die Mitgliedschaft auf der Kippe. Der Verlängerungsantrag der Stadt Unna wurde vom zuständigen Ministerium sehr kritisch hinterfragt. Erst die in den Antworten konkret formulierten Ziele bezüglich der zukünftigen Nahmobilität führten letztlich zum Verbleib. Die Stadt Unna möchte den auch für sie nicht zufriedenstellenden Modal-Split Anteil von derzeit 11% in der kommenden Dekade verdoppeln. Hierzu soll ein "Zielnetz 2025" mit Haupt- und Nebenrouten festgelegt und umgesetzt werden. Im öffentlichen Raum und besonders an weiterführenden Schulen sollen Radparkanlagen in ausreichenden Maße und Qualität geschaffen werden. Zur Steigerung der Öffentlichkeitsarbeit sieht die Stadt Unna im "Stadtradeln" Entwicklungspotential. Die Anbindung an den geplanten Radschnellweg (RS1) soll in die kommunalen Planungen einfließen und die Neugestaltung der Fußgängerzone soll den Belangen der Senioren und Menschen mit Behinderungen gerecht werden. 

Der ADFC Unna hatte sich trotz aller Kritik in vielen Punkten in einer Stellungnahme für den Verbleib Unnas in der AGFS eingesetzt.

Folgende Kommunen haben ihre Mitgliedschaft verlängert:

Die Städte Aachen, Bielefeld, Bonn, Brühl, Bünde, Coesfeld, Dormagen, Dortmund, Dülmen, Düsseldorf, Essen, Euskirchen, Gladbeck, Hamm, Herford, Herne, Herzogenrath, Ibbenbüren, Iserlohn, Kempen, Köln, Krefeld, Leverkusen, Minden, Mülheim an der Ruhr, Münster, Pulheim, Soest, Troisdorf, Unna und Wesel sowie die Kreise Rhein-Erft-Kreis, Kreis Lippe und Kreis Viersen. Die Auswahlkommission der AGFS ist bei der Stadt Marl zu der Entscheidung gekommen, die Mitgliedschaft nicht zu verlängern, da in den letzten Jahren nicht genug zur Förderung der Nahmobilität umgesetzt wurde.

Die AGFS ist eines der größten kommunalen Netzwerke und versteht sich als Vorreiter moderner Mobilitätspolitik. Aktuell arbeiten 72 Kommunen in NRW an den Zielen des Vereins, bis 2020 sollen es 100 werden. 


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