ADFC SiWi zu Berichten über Planungen eines Einkaufszentrums in Siegen-Geisweid (09.12.2015)

Bezug insbesondere Seite 2: Kunden sollen mit dem Bus fahren

Neben den genannten Parkplätzen und Bushaltestellen gehört übrigens auch eine ordentliche Anbindung an den Radverkehr zu einer zeitgemäßen Planung für ein Einkaufszentrum. Dies gilt insbesondere für ein Projekt in zentraler Tallage. Das Einzugsgebiet des geplanten Zentrums, mithin also das Kundenpotenzial, dürfte in optimaler Fahrradentfernung liegen.

 

Hierzu gehören zertifizierte Fahrradabstellanlagen nach dem Stand der Technik, die überdacht sein sollten. Vorderradständer sogenannte „Felgenkiller“, an Discountern häufig installiert, sind inakzeptabel. Eine Anbindung an den Radweg unter der HTS ist herzustellen. Nachvollziehbare, fahrbare und praktikable Anbindungen für Geisweid wurden bislang kaum hergestellt. Querungsmöglichkeiten der Geisweider Straße sind verbesserungsfähig oder überhaupt erst zu schaffen. Radfahrer sind aktuell vielfach auf ihren Einfallsreichtum zurückgeworfen und bewegen sich dann zwangsweise am Rande der Legalität. Wurden weitere Wegebeziehung z. B. in das Geisweider Zentrum berücksichtigt?

 

Bei derartigen Bauprojekten muss Radverkehr in Zukunft von Beginn an berücksichtigt werden. Ansonsten werden meist nicht viel mehr als die sattsam bekannten Notlösungen herauskommen. Dies sind alles Punkte, die Politik und Verwaltung unter anderem jüngst in einer Vorschlagliste des ADFC Siegen-Wittgenstein vorgelegt worden sind.

 

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