Fachsimpleien zum Thema Fahrrad

Hier ein ein sehr interessanter Podcast zum Thema Fahrrad:

http://www.wrint.de/2014/09/25/wr345-fahrraeder/

Er dauert zwar mehr als 3 Stunden, behandelt aber wirklich viele Themen.

Fahrraddiebe wirkungsvoll abschrecken

 

(07.06.13) ADFC: Das Schloss macht den Unterschied

Drei Minuten muss ein Fahrradschloss gewaltsamen Aufbruchversuchen standhalten, damit es nach der Technischen Richtlinie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) als aufbruchsicher gilt. Dauert es länger, bekommen meistens auch professionelle Fahrraddiebe Angst, erwischt zu werden. Welche Eigenschaften ein Fahrradschloss haben sollte, um Langfinger wirkungsvoll abzuschrecken, erklärt die neuste Ausgabe des Mitgliedermagazins Radwelt.

„Grundvoraussetzung dafür, dass sich ein Fahrraddieb überhaupt länger mit dem Öffnen eines Schlosses beschäftigen muss, ist ein korrekt angeschlossenes Rad, das nicht einfach weggetragen werden kann“, sagt Roland Huhn, Leiter Verkehr und Technik des ADFC-Bundesverbandes. Entscheidend bleibt aber die Qualität des Schlosses, mit dem das Fahrrad gesichert wird.

Schlösser mit Spiralkabeln, dünnen Drähten oder Ketten kosten zwar recht wenig, lassen sich aber schnell aufsägen oder mit dem Seitenschneider aufknipsen. Mehr Schutz bieten Bügel-, Falt- oder Kettenschlösser. „Ein Fahrradschloss ist aber nur so gut wie seine schwächste Stelle, auch da muss die Qualität von Material, Schlosszylinder und Schlosskörper stimmen“, sagt Huhn.
 
Dass man ein Fahrradschloss mit Eisspray und Hammer aufbrechen kann, gehört der Vergangenheit an. Auch der Stahl von günstigen Bügelschlössern bietet heute eine so gute Qualität, dass er eine ausreichende Kerbschlagzähigkeit mitbringt. Zudem braucht es Zeit, einen Stahlbügel komplett zu vereisen. Doch auch Masse zählt: Je größer der Durchmesser des Bügels, desto stabiler ist er – deshalb wiegen hochwertige Schlösser meist mehr als ein Kilogramm.
 
„Die beste Stahlqualität nützt allerdings wenig, wenn sich der Schließzylinder leicht überwinden lässt“, sagt Roland Huhn. Den höchsten Diebstahlschutz bieten derzeit Drehscheibenzylinder. Anstelle von sonst üblichen Stiften muss der Schlüssel hier die Scheiben im Zylinder in die richtige Stellung bringen. Lockpicking, also das intelligente Schlossöffnen, ist hierbei schwierig, weil die Scheiben eng hintereinanderliegen. Zudem braucht man zur manipulativen Öffnung ein kompliziertes Werkzeug, das obendrein immer nur für einen Schlosstyp eines Herstellers passt.
 
Auch wenn Picking in der Praxis kaum eine Rolle spielt, ist ein hochwertiger Schlosszylinder dennoch wichtig. Mit sogenannten Schlagschlüsseln oder anderen Werkzeugen lassen sich einfache Stiftzylinderschlösser schnell öffnen. Je tiefer der Schlosszylinder im Schlosskörper sitzt, umso schwieriger wird das Einführen von Werkzeugen. Zusätzlich behindern selbstschließende Staubkappen das Hantieren.
 
Hinter der Plastikverkleidung des Schlosskörpers sollte der Stahl ebenso gehärtet sein wie Bügel, Kette oder Faltglieder und auch Kältesprayattacken aushalten. Bei einem viereckigen Bügel, der in einem viereckigen Schlosskörper steckt, müsste der Bügel an zwei Stellen aufgetrennt werden, weil sich die eckigen Bügel im Schlosskörper kaum drehen können. Die eckige Form erschwert auch den Einsatz von Bolzenschneidern.
 
Der ADFC empfiehlt, etwa zehn Prozent des Fahrradkaufpreises in ein Schloss anzulegen. Die Investition lohnt sich, denn ein hochwertiges Schloss hält viele Jahre. „Und weil sich Fahrraddiebe meist auf eine Bauart spezialisieren, sollte man sein Fahrrad am besten mit einem zweiten Schlosstyp an- und abschließen. Auch so verhagelt man Dieben die Aufbruchstimmung“, so Roland Huhn.
 
Auf www.adfc.de/diebstahl gibt es Tipps zum richtigen An- und Abschließen und die ADFC-Richtlinie sowie viele weitere Infos zur Prävention. Das ADFC-Magazin Radwelt liefert zahlreiche Tipps, Trends und Infos rund ums Radfahren. Die Radwelt erscheint alle zwei Monate und ist im ADFC-Mitgliedsbeitrag enthalten.

Schmucke Kette auch im Winter (01.12.2012)

ADFC gibt Pflegetipps für Fahrradketten
 
Trockene Kälte macht einer Fahrradkette nichts aus, ist der Winter aber nass oder schneereich, ist sie besonderen Belastungen ausgesetzt. Das Kettenöl wäscht sich dann leichter aus. Wie man mit der Kette geschmeidig durch nasse Winter kommt, verrät das Mitglieder-Magazin Radwelt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in seiner aktuellen Ausgabe.
 
Gerade nach Fahrten in salzigem Schneematsch kann die Kette zu rosten anfangen, wenn sie trocknet. Verbinden sich die rostigen Kettenglieder, muss man fast täglich ölen, so der ADFC. Schutz vor Nässe bietet ein möglichst geschlossener Kettenkasten, doch der lässt sich nicht an jedem Fahrrad anbringen. Eine Alternative ist ein tiefhängender Spritzschutz am vorderen Schutzblech. Er verhindert, dass Spritzwasser ständig auf Kettenblatt und Kette gelangt.
 
Gibt die Kette Quietschgeräusche von sich, sollte sie nachgeölt werden. Von außen sollte die Kette eher trocken und blank sein, ist sie stark verschmutzt, lässt sie sich mit einem öl- und rostlösenden Spray behandeln. Nach zehn Kilometern Fahrt sollte man dann den gelösten Schmutz mit einem saugfähigen Lappen abreiben und anschließend Kettenöl auftragen, rät der ADFC. Dieses darf weder zu flüssig, noch zu zäh sein. Nach weiteren zehn bis 20 Kilometern Fahrt wischt man das überschüssige Öl und den mit herausgedrückten Schmutz von der Kette gründlich ab. So bleibt die Kette einsatzfähig, ohne dass sie erneut Schmutz aufnimmt.
 

Pedelec-Leistungsgrenze bleibt bestehen (23.11.2012)

ADFC-Pressemitteilung
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Pedelec-Leistungsgrenze bleibt bestehen
 
ADFC begrüßt Entscheidung des Europäischen Parlaments
 
Das Europäische Parlament hat sich jetzt für die Beibehaltung der Leistungsgrenze von Pedelec-Motoren ausgesprochen. Somit sollen auch weiterhin nur solche Pedelecs als Fahrräder gelten, deren Motor über eine Leistung von höchstens 250 Watt verfügt und nur bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h den Fahrer beim Treten elektrisch unterstützt.
 
Der Europäische Radfahrer-Verband ECF und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hatten sich bei den Abgeordneten für die Regelung eingesetzt und erreicht, dass die EU-Kommission die Beibehaltung der bestehenden Regelung empfahl. Die Abgeordneten folgen in ihrer Entscheidung nun dieser Empfehlung.
 
Das Europäische Parlament widersetzt sich mit dem Beschluss auch den Wünschen des Zweiradhändlerverbands ETRA, der die Vorteile leistungsstärkerer Motoren für elektrisch unterstützte Lastenräder und in hügeligen Regionen betonte. Der Beschluss muss noch vom Europäischen Rat bestätigt werden.
 
„Wir brauchen eine klare Definition dafür, was noch ein Fahrrad ist und wann die Grenze zum Kraftfahrzeug überschritten wird“, sagt ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn. Durch die nun bestätigte, klare Begrenzung der Motorleistung werde einer drohenden Aufweichung dieser Grenze ein Riegel vorgeschoben – und damit auch möglichen Bestrebungen zur Einführung einer Helm- oder Versicherungspflicht.
 
„Das Europäische Parlament hat eine Entscheidung im Sinne des Verbraucherschutzes und der Verkehrssicherheit getroffen“, so Huhn. Leistungsstärkere oder schnellere Elektroräder sind bereits zulässig. Sie benötigen als Kleinkrafträder aber eine Typgenehmigung. „Diese Genehmigung würde bei einer Einstufung als Pedelec entfallen“, so Huhn.
 
Zudem kann eine höhere Motorleistung insbesondere älteren Pedelec-Fahrern die Kontrolle über das Zweirad erschweren, da sie zu einer stärkeren Beschleunigung beim Anfahren führt, so der ADFC. Mit dem Wegfall der Leistungsgrenze steigt auch der Anreiz zur Manipulation: Durch einfache Änderungen an der Software könnte die festgelegte Höchstgeschwindigkeit überschritten werden. Huhn: „Auf diese Geschwindigkeiten sind weder Fahrwerk und Bremsen, noch die Breiten und Kurvenradien üblicher Radwege ausgelegt, die Pedelec-Fahrer gern nutzen.“

Informationen zu Pedelecs

Seit der Erfindung des Mountainbikes wurde nicht mehr so viel über eine Fahrradart gesprochen wie über Elektroräder. Einst als Reha-Mobile belächelt, sprechen Fahrräder mit elektrischem Zusatzantrieb zunehmend jüngere und technikbegeisterte Menschen an.

Aus diesem Grund hat der ADFC-Bundesverband für Sie zwei Informationsblätter zusammengestellt, um Sie mit dem Thema vertraut zu machen und ggf. beim Kauf eines solchen Rades bzw. zur richtigen Nutzung zu informieren.

Download: 

ADFC-Informationen zu Pedelec und E-Bikes

Pflege und Nutzung von Pedelec-Akkus

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