Einmal, zweimal - :aqualon schon Tradition im ADFC-Tourenprogramm

© Sabine Krämer-Kox, Am Eifgenbach
© Sabine Krämer-Kox, Entspannung auf der Trasse
© Sabine Krämer-Kox, Auch Straßen haben schöne Seiten
© Sabine Krämer-Kox, Abkürzung
© Sabine Krämer-Kox, Auf der Höhe
© Sabine Krämer-Kox, Allee
© Sabine Krämer-Kox, Dhünn-Hochfläche
© Sabine Krämer-Kox, Typisch Bergisch
© Sabine Krämer-Kox, In Ruhe genießen
© Sabine Krämer-Kox, Glückliche Kühe
© Sabine Krämer-Kox, Es ist aufgetischt
© Sabine Krämer-Kox, Große Dhünn-Talsperre
© Sabine Krämer-Kox, Vorsperre Kleine Dhünn
© Sabine Krämer-Kox, Noch mehr glückliche Tiere
© Sabine Krämer-Kox, Bergischer Bock
© Sabine Krämer-Kox, Sonnenbad

Einmal ist keinmal, was zweimal geschieht, ist Tradition – so in etwa  sieht es der „Kölsche“. Wir leben zwar im Bergischen Land, aber was in Köln Gültigkeit hat, kann man im Bergischen ggf.  auch durchgehen lassen. Dies gilt zum Beispiel  für unsere „traditionelle“ :aqualon-Runde inklusive Picknick mit Blick auf die Große Dhünn-Talsperre.  Diese geführte Tour  fand am 15.10.2017 zum dritten Mal statt – hier würden Kölner bereits von „Brauchtum“ sprechen -  aber so weit wollen wir dann doch nicht gehen!

 

Tradition und doch ist immer etwas neu oder anders: dieses Mal erfreulicherweise das Wetter. Während es im 1. Jahr ohne Unterlass (und vor allem ohne Unterstand) regnete,  wir im letzten Jahr im April mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, Wind und Hagelschauern zu kämpfen hatten, strahlte dieses Mal die Sonne von einem wolkenlosen blauen Himmel! Nicht zuletzt das schöne Herbstwetter wird die 20 „:aqualonier“ dazu bewogen haben, sich auf die Fahrräder  zu schwingen, um mit dem ADFC das Einzugsgebiet der Großen Dhünn-Talsperre zu erkunden und Wissenswertes zum Thema Wasser zu erfahren. 

 

Erholung für Leib und Seele
Neun Radlerinnen und Radler starteten in Bergisch Gladbach am S-Bahnhof, in Schöllerhof traf man mit weiteren 11 zusammen.  Direkt zu Anfang war dann auch die erste der drei „schweren Bergetappen“  zu bewältigen, was jedoch – dank „Rückenwind“ –  den Wenigsten  Kopfzerbrechen bereitete. Der Panorama-Radweg Balkantrasse bot ab Burscheid mit seiner sanften Steigung genug Gelegenheit zur Erholung von Leib und Seele - letzteres durch wunderschöne Impressionen: leuchtendes Herbstlaub vor strahlend blauem Himmel und schräg einfallendes Sonnenlicht.  Nach einer kurzen theoretischen Unterweisung i. S. „Ortsdurchfahrt Wermelskirchen“ (wo der Panorama-Radweg unterbrochen ist), konnte man dieses - von so vielen Radfahrern geschmähte-  Pflaster  schnell hinter sich lassen. Und: War doch gar nicht so schlimm! lautete der allgemeine Konsens.

 

Autoschlange und Hells Angels  im Paradies
In Bergisch Born bogen wir vom Panorama-Radweg Balkantrasse auf den Bergischen Panorama-Radweg  ab. Den Schlenker über die Schloss-Stadt Hückeswagen ließen wir aus Zeitgründen aus. Nach der 2. Bergetappe (Winterhagen) wurden die Höhen des Bergischen Landes erreicht. Wunderbar! Doch kein Paradies ohne (Auto-)Schlange. Der starke Ausflugsverkehr - und vor allem Motorräder - beeinträchtigten das Erlebnis stellenweise. Hinter Dhünn-Neuenhaus konnte jedoch aufgeatmet werden und die Ausblicke auf die herrliche Bergische Herbst-Landschaft wurden ganz  „in Ruhe“ genossen.

 

Und dann lockte auch bald der Höhepunkt der Tour - nicht im topographischen, sondern im kulinarischen Sinn: Das   t r a d i t i o n e l l e     (Überraschungs-)Picknick  am sonnigen Aussichtspunkt hoch über den Fluten der Dhünn-Talsperre. Leider musste vorher noch eine Schotterstrecke bewältigt und vor allem eine recht ungünstig platzierte Schranke umfahren, bzw. umschoben werden (eine frühere Anfrage bei der Stadt Wermelskirchen hatte ergeben, dass diese Schranke – eine von dreien – notwendig geworden war, nachdem wiederholt  motorisierte, uneinsichtige Picknick-Fans in der Wasserschutzzone angetroffen worden waren).

 

Platz an der Sonne
Nachdem leider zwei Wanderer und drei Mountainbiker ihren Platz an der Sonne fluchtartig verlassen mussten  – wofür wir uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich entschuldigen - konnte getafelt werden. Vor den Augen der überraschten Tour-Teilnehmer wurden Brötchen, Käse, Salami, Weintrauben, Tomaten,  Gurken  und Oliven aufgetischt. Apfelschorle und Wein rundeten das Angebot ab – lediglich Wasser aus der Dhünn-Talsperre fehlte, aber daran konnten sich zumindest die Augen laben.  

 

Über Stock und Steine
Gestärkt und blendender Stimmung wurde der Weg fortgesetzt.  Zunächst über ein sehr steiles abschüssiges Wegstück mit losem Schotter und dann – weil die offizielle Route (Ausschilderung fehlt) zu steil ist – über eine Insider-Strecke,  die nach den starken Regenfällen  allerdings zwar sehr matschig war, aber noch das kleinere von zwei Übeln darstellte. Wieder auf der Höhe (und einer schön geteerten Straße) boten sich erneut herrliche Ausblicke auf die bunte Herbstlandschaft und glückliche Tiere - Kühe, Ziegen und Ponies -  die in der Sonne das Gras genießen durften, statt in Massentierhaltung dahin zu vegetieren.

 

Ein letzter Blick
Den Weg über den Staudamm (nicht –mauer) der Großen Dhünn-Talsperre bzw. die Abkürzung der Runde über den Radweg ins Helenental hinunter ließen wir zugunsten der asphaltierten Variante aus. Der zuerst genannte Weg ist zwar unbestritten der schönere, aber  aufgrund eines sehr schmalen Abschnitts am Abhang für größere Gruppen – insbesondere an Wochenenden – ungeeignet. Wie dem auch sei. Der Blick auf die in der Abendsonne leuchtende Große Dhünn-Talsperre hinterließ ebenfalls ein Leuchten in den Augen der Radlergruppe.

 

… und dann bergab
Die :aqualon-Runde ist eine typische Berg-und-Talfahrt. Jetzt ging es  – für Radfahrer erfreulicherweise – mal wieder bergab, bevor es nach Bergisch Gladbach bzw. Burscheid - je nach Ausgangspunkt - ein letztes Mal bergauf gehen sollte.  So folgten wir talabwärts dem Lauf der Dhünn in Richtung Maria in der Aue.  Da  :aqualon aber nicht nur „Regenseiten“ aufzuweisen hat,  wurde gegen Ende der Tour  noch Sonne (und Kaffee) auf der Terrasse des Tagungshotels „Maria in der Aue“ getankt. Der nächste Regen kommt bestimmt und das ist auch gut so – zumindest aus :aqualon-Sicht.

 

Bericht: Sabine Krämer-Kox

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