150 Maßnahmen zur Unfallvermeidung

Verkehrssicherheitsprogramm NRW 2020 vorgestellt

https://land.nrw/de/pressemitteilung/150-massnahmen-zur-unfallvermeidung-minister-groschek-stellt

 

 

ADFC fordert Bundesprogramm für Radschnellwege

Dobrindt-Liste mit Rezepten des letzten Jahrhunderts

Bundesverkehrsminister Dobrindt kündigte gestern ein Investitionsprogramm für den Straßenbau an. 2,7 Milliarden Euro stehen demnach zur Verfügung – allerdings ausschließlich für den motorisierten Verkehr. Der ADFC kritisiert die Kfz-Fixierung als Modernitätsverweigerung – und fordert zur Lösung der Stauprobleme massive Investitionen in Radschnellwege. Entsprechende Programme in den Niederlanden haben bis zu 25 Prozent der Berufspendler vom Auto auf das Fahrrad gebracht.       

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Autobahnen in den Städten zu bauen – das sind lebensfeindliche Rezepte der 1960er Jahre! Niemand will noch mehr Autos in den Städten. Die Niederlande, Belgien und andere zeigen, wie innovative Verkehrspolitik funktioniert: Durch massive Investitionen in Alternativen zum Auto. Wir brauchen ein Bundesprogramm für Radschnellwege, dann reichen die bestehenden Autobahnen aus. 200 Millionen Euro als Anschubfinanzierung des Bundes wären ein erster wichtiger Schritt.“

 Seit 2006 werden im Rahmen des niederländischen Programms „Fiets filevrij“ (etwa: „Fahre Rad ohne Stau“) landesweit Radschnellwege in Ballungsräumen angelegt, um Lösungen für das Problem der täglichen Staus anzubieten. Die niederländischen „Snelfietsroutes“ verbinden Städte oder Arbeitsstätten auf längeren Distanzen und ermöglichen komfortables, zügiges Radfahren ohne Stopps. Studien zum Radschnellweg Leiden – Den Haag haben gezeigt, dass die Fahrradnutzung dort um 25 Prozent zugenommen hat. Über 25 Prozent der Berufspendler fahren hier mit dem Fahrrad oder Pedelec zur Arbeit, teilweise über Distanzen von mehr als 15 Kilometer. Die Niederlande planen ein nationales Radschnellwegenetz mit 675 Kilometern Länge und einem Gesamtvolumen von 700 Millionen Euro.

 Konzepte für Radschnellwege zur Entlastung von Autobahnen und Landstraßen gibt es in Deutschland bereits in einigen Regionen – im Ruhrgebiet, in Göttingen sowie im Umland von Nürnberg und München. Nur werden Bundesländer und Kommunen ohne Förderung des Bundes die notwendigen Investitionen nicht stemmen können.

 Auch für die marode innerstädtische Radinfrastruktur brauchen Kommunen zusätzliche Schubkraft des Bundes, beispielsweise durch einen Sonderfonds für geschützte Radspuren. Stork: „Wer bei uns Radfahren will, muss schon ziemlich stark und mutig sein. Komfortable Radwege, die eine sichere Distanz zum schnellen Autoverkehr bieten, sucht man hier vergeblich. Stattdessen gibt es aufgeworfene Holperstrecken, Radspuren, die im Nirwana enden – oder ganz oft: gar kein Angebot für Radfahrer. Das ist zynisch, wenn man bedenkt, dass das Rad von vielen Menschen als gesunde und erfrischende Alternative für die täglichen Wege wiederentdeckt worden ist. Schon 10 Prozent der Wege werden mit dem Rad zurückgelegt, deshalb brauchen wir auch mindestens 10 Prozent der Investitionen und mindestens 10 Prozent des Platzes für den Radverkehr!“

 Nicht zuletzt ist Fahrradparken ein Problem in Deutschland. An Bahnhöfen, Schulen und Behörden finden Radfahrer nur selten einen diebstahlsicheren Abstellplatz. Der ADFC fordert 100 Millionen Euro für gute Fahrradabstellanlagen an den hundert wichtigsten Pendlerbahnhöfen.

Verkehrsgerichtstag schließt sich ADFC-Vorschlag an

Radfahrer-Verband erhofft sich Rückgang der Unfallzahlen.

Am 30. Januar 2015 hat der Verkehrsgerichtstag in Goslar beschlossen, die Einführung eines neuen Alkohol-Gefahrengrenzwertes von 1,1 Promille Blutalkoholkonzentration für Radfahrer zu empfehlen. Damit schließt er sich vollumfänglich einem Vorschlag des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) an.

 „Wir begrüßen die Entscheidung des Verkehrsgerichtstags“, sagte Burkhard Stork, Bundesgeschäftsführer des ADFC. „Von einem neuen Alkohol-Gefahrengrenzwert für Radfahrer erhoffen wir uns einen Rückgang alkoholbedingter Fahrradunfälle.“

 Die Empfehlungen des Verkehrsgerichtstags sind unverbindlich, werden aber vom Gesetzgeber beachtet und oft umgesetzt. Bislang gibt es nur einen Wert für die absolute Fahruntüchtigkeit von Radfahrern: Wer den Wert von 1,6 Promille erreicht, begeht eine Straftat. Die Empfehlung sieht vor, einen Gefahrengrenzwert von 1,1 Promille für Radfahrer einzuführen. Ab diesem Wert nimmt die Zahl der alkoholbedingten Fahrradunfälle deutlich zu. Zwar machen alkoholbedingte Unfälle nur etwa 5 Prozent aller Fahrradunfälle aus, doch sind die Unfallfolgen oft schwerer. Die Einführung eines Gefährdungsgrenzwerts für Kraftfahrzeugfahrer hatte einen deutlichen Rückgang dieser Unfälle bewirkt.

Die Empfehlungen des 53. Verkehrsgerichtstags finden Sie auf www.deutscher-verkehrsgerichtstag.de/

Neue Vorschriften auch für Radler / Rotlichtverstoß wird teuer

Zum 1. Mai 2014 ist die Reform des Flensburger Punktesystems in Kraft getreten. Das neue System soll einfacher und besser nachzuvollziehen sein. Auch der Bußgeldkatalog ändert sich. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) erklärt die wichtigsten Änderungen für Fahrradfahrer.

Das Bußgeld für den einfachen Rotlichtverstoß steigt von 45 Euro auf 60 Euro. Zeigt die Ampel länger als eine Sekunde rot, werden wie bisher 100 Euro fällig. Die Eintragungsgrenze wird von 40 auf 60 Euro angehoben. Das bedeutet: Für das Überfahren des Rotlichts bekommt ein Radfahrer weiterhin einen Punkt in Flensburg.

ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn sagt: „Der Punkt für den Rotlicht-Verstoß wiegt mehr als zuvor, denn der Führerschein wird künftig bei acht und nicht mehr bei 18 Punkten eingezogen. 90 Prozent der erwachsenen Radfahrer haben auch einen Autoführerschein – deshalb gilt die Devise: Fahrrad-Verstöße sollte man nicht unterschätzen.“

Richtig teuer wird es für Radfahrer, wenn sie einen Bahnübergang bei geschlossener Schranke überqueren: 350 Euro Bußgeld plus zwei Punkte (bisher: vier Punkte) in Flensburg. Die Benutzung eines Mobiltelefons ohne Freisprecheinrichtung wird wie bisher mit 25 Euro Verwarnungsgeld geahndet.

Huhn: „Den häufigsten Regelverstoß bei Radfahrern hat der Gesetzgeber allerdings nur relativ milde sanktioniert: Die Benutzung des beschilderten Radweges gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung. Hier passieren aber die meisten Unfälle, weil Autofahrer nicht mit Radfahrern aus der Gegenrichtung rechnen. Wer sicher ankommen will, sollte daher unbedingt auf die richtige Fahrtrichtung achten – auch wenn man dafür einen kleinen Umweg in Kauf nehmen muss.“

Eine Übersicht der wichtigsten Verwarnungs- und Bußgelder für Radfahrer hat der ADFC auf www.adfc.de/bussgeldkatalog zusammengestellt.

ADFC RheinBerg-Oberberg beim Hollenberg-Gymnasium in Waldbröl

Aktion für SchülerInnen von dem Gymnasium
Weitere Infos:

http://www.hollenberg-gymnasium.de/

„Rund um Köln“ der Radklassiker

Der ADFC RheinBerg-Oberberg ist beim Start in Hückeswagen mit einem Infostand vertreten. Von 10:00 – 13:00 Uhr kann sich die Bevölkerung Rund um das Radfahren informieren. Gegen 12:00 Uhr startet dort das Profifeld auf dem Etapler Platz.
Schöne Punkte für Zuschauer sind auch die Dombach-Sander-Straße in Bergisch Gladbach oder der Aufstieg hinauf zum Schloss Bensberg,

Weitere Infos unter:

 http://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-rheinberg-oberberg/termine/calview/event/callastview/view-month%7Cpage_id-17620/caldatum/2014/04/21/caltype/termin/radrennen_rund_um_koeln_am_2104_mit_adfc_infostand.html

http://www.koeln.de/koeln/3500-radler-versuessen-jens-voigts-karriereende_827687.html

 

Querungsstellenbroschüre der AGFS ist verfügbar

 

Handreichung für Verkehrsplaner ist mit ADFC-Beteiligung entstanden

Ein wichtiges Thema der Radverkehrsförderung ist der Abbau von Barrieren im Radverkehrsnetz, damit Radfahrer zügig ihre Ziele erreichen können. Querungsstellen für den Radverkehr nehmen dabei eine wichtige Rolle ein. Bei der Querung von Straßen gibt es im Radverkehr regelmäßig Zeitverluste, jeder neue Anfahrvorgang nach einem Anhalten verlängert die Reisezeit. Die Bevorrechtigung des Radverkehrs bei der Querung von Straßen und Wegen bietet die Chance, Wege mit dem Rad zügiger zurück legen zu können. Die Beschleunigung des Radverkehrs darf aber nicht zu Lasten der Verkehrssicherheit gehen.

Besondere Wichtigkeit erlangen Querungsstellen im Kontext der novellierten Verwaltungsvorschrift zur StVO. Diese fordert nämlich explizit am Anfang und Ende linksliegender Radwege gesicherte Querungsmöglichkeiten. Insbesondere für das neue Thema "Radschnellwege" werden bevorrechtigte Querungsstellen interessant. Für eine Beschleunigung und Bündelung des Radverkehrs auf optimal ausgebauten Trassen sollte der Radverkehr in der Mehrzahl der Querungsstellen bevorrechtigt sein. Dort setzt die neue Broschüre an: Welche Möglichkeiten gibt es, dem Radverkehr Vorrang bei der Querung von Straßen und Wegen zu geben? Gleichzeitig sollen diese Lösungen auch höchste Ansprüche an die Verkehrssicherheit erfüllen.

In der AGFS-Arbeitsgruppe war der ADFC NRW durch seinen Geschäftsführer (und langjährigen Verkehrsplaner) Ulrich Kalle vertreten, der unter anderem für den praxisgerechten Aufbau aus Entscheidungsbaum und systematischen Datenblättern sorgte. Die reich bebilderte Broschüre bietet eine systematische Zusammenstellung von möglichen Querungsstellen für den Radverkehr. Sie soll Planern und Ingenieuren Anregungen für eine bessere Berücksichtigung des Radverkehrs in der Verkehrsplanung geben. Auf 64 Seiten werden 12 Grundtypen von Querungsstellen in verschiedenen Variationen vorgestellt. Falls vorhanden, werden auch bereits bestehende Praxisbeispiele dargestellt. Die Broschüre kann kostenlos über das Bestellsystem der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Kreise und Gemeinden in NRW (AGFS) bestellt werden: Bestellung hier

Außerdem steht sie hier zum  Download bereit.

Über 3000 geführte Touren im ADFC-Radtourenportal

ADFC NRW bietet auch 2014 wieder den deutschlandweit größten Kalender für geführte Radtouren im Internet an

Frühlingshafte Temperaturen und strahlender Sonnenschein locken die Menschen ins Freie und rauf aufs Rad. Wer nicht allein Touren fahren möchte, kann sich einer geführten ADFC-Radtour anschließen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Nordrhein-Westfalen (ADFC NRW) bietet auf seiner Internetseite einen zentralen Zugriff auf fast alle Radtouren des ADFC in NRW. Interessierte Radfahrer können hier gratis nach geführten Tages- und Mehrtagestouren suchen und sich die Ergebnisse nach Datum, Länge und Höhenmeter sortieren lassen. „Mit der Tourendatenbank übertrifft der ADFC alle vergleichbaren Angebote bei weitem“, sagt Thomas Semmelmann, Vorsitzender des mitgliederstärksten ADFC-Landesverbandes.
Die Touren werden von über 70 Ortsgruppen und Kreisverbänden zusammengetragen und von über 650 ehrenamtlichen Tourenleitern geführt. Wer mitradeln will, kann aus rund 380 Startpunkten wählen. Pro Tag stehen bis zu 53 verschiedene Touren zur Auswahl. Die Teilnahme ist für ADFC-Mitglieder meist kostenlos, Nicht-Mitglieder zahlen wenige Euro.
Insgesamt bietet der ADFC 2014 an 329 Tagen Radtouren an. Die längste Mehrtagestour führt auf 1100 km durch Südfrankreich. Ein besonderer Tag ist der 4. Mai 2014; an diesem Tag finden 53 Zubringertouren nach Düsseldorf zur NRW-Sternfahrt statt. Zusammengenommen bringen es die Touren auf 162.660 km, also rund vier Erdumrundungen. „Das“, so Semmelmann, „muss uns erst einmal jemand nachmachen“.

Weitere Informationen unter www.adfc-nrw.de/gefuehrte-radtouren-in-nrw.html

Die Radtouren des ADFC RheinBerg-Oberberg e.V. sind für alle ADFC-Mitglieder kostenlos. Bei Tages- und Halbtagestouren betragen die Kosten für Nicht-Mitglieder 3,00 € und bei Feierabendtouren 2,00 €. Die Touren sind auch alle auf der Internetseite vom Landesverband vorhanden. Auf der Internetseite vom ADFC RheinBerg-Oberberg gelangen Sie auch direkt zur NRW-Suche.

www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-rheinberg-oberberg/radtouren/adfc-radtouren-in-nrw.html

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