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Warum ich Fahrrad fahre, gerade jetzt!

31.03.20
Kategorie: RheinBerg-Oberberg

© Bernhard Werheid - Immer schön 1,5m Abstand halten!



© Bernhard Werheid - Auf dem Rheinradweg zwischen Köln und Porz


 

Bei vielen Leuten ist das „Bleib zu Hause!“ einzementiert. Wir meinen, dass Bewegung und Sport an der frischen Luft explizit möglich ist und dass insbesondere das Radfahren von Lungenfachärzten empfohlen wird.

Menschen würden sich trotz der Einschränkungen weiterhin im Verkehr begegnen und auch die, die aus verständlichen Gründen den öffentlichen Verkehr aktuell meiden und kein Auto besäßen, müssten gut und sicher an ihr Ziel kommen.

Fahrradfahren gegen das Infektionsrisiko

Virologen haben immer wieder betont, wie sinnvoll es ist, wenn Menschen, die über kein eigenes Auto verfügen, Fahrrad fahren, statt den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Wenn Menschen vom ÖPNV auf das Fahrrad umsteigen, sinkt das Infektionsrisiko gleich mehrfach.

  • Der Umsteiger selbst hat ein geringeres Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken.

  • Menschen, die unwissentlich bereits mit dem Coronavirus infiziert sind, stecken weniger Menschen an, wenn sie Fahrrad statt ÖPNV fahren.

  • Busse und Bahnen sind weniger voll, wenn mehr Menschen mit dem Rad fahren. Auch dadurch sinkt das Infektionsrisiko.

  • Radfahren stärkt das Herzkreislaufsystem und stärkt damit die Widerstandskraft gegen das Corona-Virus.

  • Radeln stärkt die Lunge. Eine starke Lunge stemmt sich einem kritischen Verlauf der Convid-19 Lungenkrankheit entgegen

„Fahrradfahren für alle, die dazu in der Lage sind“, sei eine einfache Intervention, habe jenen Dreifacheffekt und sei deshalb „wahrscheinlich hocheffektiv“, sagt der Epidemiologe und frühere Chef des Deutschen Cochrane-Zentrums in Freiburg, Gerd Antes. Ihm sei „völlig unverständlich, warum das nicht pausenlos in die Köpfe getrieben“ werde.

Auch der Charité-Virologe Christian Drosten hat diese Woche im NDR-Podcast insbesondere Großstadtbewohnern, die kein eigenes Auto besitzen, die Fortbewegung mit dem Rad empfohlen.

Wieder Radfahren, um das Coronavirus zu umgehen

Viele Menschen nehmen derzeit das Radfahren wieder auf, um überfüllten Stadtbahnen und Bussen auszuweichen und nicht nur Staus, sondern auch eine mögliche Exposition gegenüber Covid-19 zu vermeiden (der Gesundheitsminister fordert mehr Menschen zum Radfahren und Gehen auf und öffentliche Verkehrsmittel zu vermeiden). Während einige Städte das Radfahren verbieten oder davon abhalten, setzen andere wie New York und Bogota auf das Radfahren, damit Menschen sich sozial isolieren und dennoch fortbewegen.

Wenn Sie also zum ersten Mal seit Ewigkeiten und ziemlich plötzlich wieder auf Ihr Fahrrad steigen, finden Sie hier einige Ratschläge:

Überprüfen Sie das Fahrrad, bevor Sie fahren. Dazu sind nur wenige einfache Schritte notwendig. Wenn Sie damit nichts anfangen können, lassen Sie eine Inspektion durchführen.

 

Fahrradläden bleiben offen

Wenn Ihr Fahrrad Probleme hat, bringen Sie es zu einem örtlichen Fahrradgeschäft. Fahrradläden oder Reparaturbetriebe sind als systemrelevant eingestuft, so dass diese öffnen dürfen. Abgabe-/Abholservice ist organisiert und so kann man ein Fahrrad ohne soziale Belastung reparieren lassen.

Besuchen Sie die „Radstation“ am S-Bahnhof oder die Fahrradwerkstatt „RADWERK“ in der unteren Hauptstraße. Beides sind soziale Einrichtungen und brauchen ihre Unterstützung!

Setz dich auf den Sattel! Radfahren ist sehr sicher und verlängert Ihr Leben um Jahre, was die Gesundheit betrifft. Es kann sich jedoch ziemlich einschüchternd anfühlen, im Großstadtverkehr unterwegs zu sein.

Sperren Sie ihr Rad ab, verlieren Sie es nicht. Sie benötigen wahrscheinlich zwei anständige Schlösser, um Diebstahl zu einem weitaus weniger wahrscheinlichen Ergebnis zu machen. Stellen Sie sicher, dass der Rahmen und mindestens beide Räder an etwas Festem und Sicherem befestigt sind.

Überlegen Sie, ob Sie helfen sollen. Viele unserer lokalen Gruppen sowie andere Communitys (z.B. „Nebenan.de“) organisieren Lebensmittelverteilung und andere Unterstützung für Kranke, Selbstisolierende usw. Fahrräder sind eine gute Möglichkeit, sich fortzubewegen, ohne in engem Kontakt mit anderen zu sein. Wenn Sie Zeit haben, sollten Sie in Betracht ziehen, anderen in Ihrer Nähe zu helfen, wo immer dies möglich ist.

Begleiten Sie uns! Unsere Mitgliedschaft bedeutet Sicherheit mit kostenloser Haftpflicht-/ Rechtsschutzversicherung und Pannenschutz, einem regulären Magazin, und Sie unterstützen unsere Kampagne, um das Radfahren sicherer und einfacher zu machen.


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