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Teure Brötchen ...

28.05.20
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, StVO

© ADFC/BK; Halten auf dem Radweg - ein NoGo



© ADFC/SKK; bitte ein Brett zum reinbeissen



© ADFC/SKK; schon wieder ...



© ADFC/BK; 500€ für die Stadt, je einen Punkt für die Fahrer



Das waren jetzt aber teure Brötchen ...

 

Du kannst die zuständigen Behörden mit einer "Drittanzeige" unterstützen. Klar ist: Wenn sich alle Falschparker*innen wieder an die Regeln halten, uns im Straßenverkehr nicht gefährden und andere nicht blockieren, egal ob diese im Auto, zu Fuß, mit dem Rad oder in Bus und Bahn unterwegs sind, müsstest du auch keinen mehr anzeigen. 

Unser Tipp: Ihr nutzt die App „tellme Mängel“oder auch einfach - eMail mit Foto senden

Die Drittanzeige mittels eMail macht ihr am besten so:

·       An einen sicheren Ort anhalten, nicht die Fahrbahn, Radweg oder den Bürgersteig blockieren. Kein Foto während des Radelns machen. 

·       Mit dem Smartphone ein oder mehrere Fotos vom Verstoß machen.

·       Und vielleicht auch noch ein Foto von der nächsten Hausnummer machen, dann weißt du, wo der Vorfall genau war.

·       Später in Ruhe das oder die Fotos vom Verstoß per eMail an die Bußgeldstelle (hier Bergisch Gladbach) (geschaeftsstelle.fb3(..at..)stadt-gl.de) senden.

Wichtig in der formlosen Mail sind die Angaben von:

  • Datum und Uhrzeit
  • Autokennzeichen
  • Uhrzeit / evtl. Dauer
  • Straße / Hausnummer
  • Art des Verstoßes
  • Name und Anschrift des Anzeigenden
  • Foto des Verstoßes.

 

Muster-eMail:
Betreff: Anzeige einer Verkehrsordnungswidrigkeit

Sehr geehrte Damen und Herren, 
hiermit zeige ich – mit der bitte um Weiterverfolgung durch ihr Amt – unten folgende Verkehrsordnungswidrigkeiten an.
Verkehrsordnungswidrigkeit: Fahrzeug auf Radweg/Radstreifen, Ort: Musterstraße Nr. 999. 
Kennzeichen, Typ und Farbe des Fahrzeugs entnehmen sie bitte dem beiliegenden Foto.
Der Verstoß erfolgt am: 31.12.2099 um 23.59 Uhr
Danke, dass Sie sich durch Weiterverfolgung oben angezeigter Verkehrsordnungswidrigkeit für mehr Rücksicht, freie Wege und ein bessere Stadt einsetzen!

Mit freundlichen Grüßen
Maxi Musterfrau

Hinweise:

  • Bei Gefährdung (muss aus Bild, besser dann zwei Bilder hervorgehen) ist das Bußgeld höher. Eine Gefährdung wäre beispielsweise gegeben, wenn der/die Radfahrende durch das falsch parkende Auto vom Radweg/Radstreifen auf die Fahrbahn gezwungen wird, wo sich Straßenbahnschienen befinden.
  • Nach Möglichkeit Verbotsschilder wie "Absolutes Halteverbot" gleich mit auf demselben Foto erfassen.
  • Falsch parkende Mietwagen sind extra teuer: Mietwagenfirmen nehmen 50 EUR pro Bearbeitung für jede Anzeige. Auch bei Firmenwagen - erkennbar etwa an Firmenaufklebern - kommt oft neben dem Bußgeld noch eine "Managementgebühr" hinzu.
  • Bildgröße: Bei Smartphone-Fotos sind die Dateien gerne 4 bis 6 MB groß oder auch und größer. Prüfe, ob du die Dateigröße - ohne die Erkennbarkeit des Tatbestandes zu reduzieren - verkleinern kannst. Beachte, dass du nicht unbegrenzt Fotos per eMail versenden kannst. 
  • Manchmal reagieren Autofahrer sehr aggressiv und werden auch tätlich. Lasse dich nicht auf einen Streit ein. Sieh die Sache locker ... du musst nicht jeden Idioten zur Anzeige bringen.

Das Ordnungsamt Bergisch Gladbach bemerkt noch:

„Auch ich möchte darauf hinweisen, dass der Anzeigende als Zeuge zur Verfügung stehen muss, auch hier gilt, dass er im Verwarnverfahren nicht benannt wird, jedoch sollte es zum Bußgeldbescheid kommen, wird dort im Bescheid der Name aufgeführt. Sollte der Vorgang bis vor das Amtsgericht gehen, so würde auch hier der Anzeigende als Zeuge geladen werden.

Sollten Sie eine Anzeige über falschparkende Fahrzeuge uns zukommen lassen, was auch gerne über die Mängel-App oder per Post / Fax möglich ist, so darf ich um Verständnis bitten, dass darauf keine Antwort erfolgt, da die Anzeigen von den Sachbearbeiterinnen neben ihrer Sachbearbeitung noch zusätzlich eingegeben bzw. erfasst werden. Sie können aber sicher sein, dass jede Anzeige hier auch bearbeitet wird.

Sollten Rückfragen sein, so würden wir uns mit dem Anzeigenden in Verbindung setzen.“

 

Wir wollen keinen denunzieren oder an den Pranger stellen. Bilder veröffentlichen wir nur im Netz ohne erkennbarem Kennzeichen oder Gesichtern.

Das Falschparken auf den Radwegen und Bürgersteigen muss endlich ein Ende haben. Die Stadt gehört auch uns!


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