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Stadtradeln 2019 - Resümee

27.06.19
Kategorie: Aktionen, RheinBerg-Oberberg, Presse

© Bernhard Werheid - 2. Juni: Start Stadtradeln 2019



Auch 2019 hat der Rheinisch-Bergischen Kreis zum 2. Mal die Leitrolle für das Stadtradeln übernommen und damit konnten wieder alle acht Kommunen kostenfrei an diesem Mega-Event teilnehmen. Der Oberbergische Kreis machte dieses Jahr eine Pause – hat aber versprochen, 2020 wieder dabei zu sein.

Landrat Stephan Santelmann und einige Bürgermeister sind am 2. Juni nach der Eröffnungsveranstaltung in Bergisch Gladbach zur 7. ADFC Fahrrad*Sternfahrt NRW ein Stück mitgeradelt. Auf der Fahrt konnten die ersten Radel-Kilometer gesammelt werden. Die vielen tausend in einem Jahr gesammelten Unterschriften der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad wurden am Parlament in Düsseldorf an die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser übergeben.

 

Einerseits sollten möglichst viele Radfahrende motiviert werden, vielleicht auch zum ersten Mal in ihrer Kommune aufs Rad zu steigen und die Leistungsfähigkeit der Radverkehrsanlagen zu „erfahren“. Andererseits ist die Teilnahme natürlich auch ein Wettbewerb. Gewonnen hat natürlich jeder einzelne Teilnehme. Aber interessant ist es schon, wie sich die anderen Teams geschlagen haben.

Burscheid, Odenthal und Leichlingen waren bei den geradelten Kilometern pro Einwohner ganz oben. Auf alle Einwohner hochgerechnet haben die Burscheider immerhin 2,1 km geradelt. Dies lässt auf eine gute Akzeptanz schließen. Die fahrradaktivsten Radler fanden sich in Rösrath. (329 km/radler) und Wermelskirchen (328 km/Radler) geleistet. Odenthal wiederum hatte mit 9,5 Radlern pro 1000 Einwohner die meisten Teilnehmer motivieren können. Um die Zahlen einschätzen zu können, sind in der Tabelle auch die Kölner und Leverkusener Werte aufgeführt.

 

Kommune

Ew

gef. Km

Radler

km
/Ew

km
/Radler

Radler
/1000 Ew

Burscheid

18.170

37.910

158

2,1

240

8,7

Odenthal

15.039

27.012

143

1,8

189

9,5

Leichlingen

28.102

40.758

199

1,5

205

7,1

Bergisch Gladbach

111.745

117.728

804

1,1

146

7,2

Wermelskirchen

34.776

34.434

105

1,0

328

3,0

Leverkusen

166.751

135.533

1542

0,8

88

9,2

Köln

1.084.795

753.729

3277

0,7

230

3,0

Rösrath

28.682

8.883

27

0,3

329

0,9

Kürten

19.814

2.093

14

0,1

150

0,7

Overath

27.080

1.410

14

0,1

101

0,5

 

Die Mobilität von morgen wird anders aussehen als jene von heute. Die Förderung des Radverkehrs ist wichtig, denn die positiven Effekte des Radfahrens können nur dann zum Tragen kommen, wenn die entsprechende Infrastruktur geschaffen wird. Dazu gehört ein durchgängiges Radwegenetz, das auch den Bedürfnissen von Berufspendlern gerecht wird. Wichtig ist, dass das Fahrrad im Alltag als konkurrenzfähige Alternative zu Auto und ÖPNV im näheren Umfeld ins Bewusstsein rückt. Hier gibt es noch einiges zu tun. Öffentliche Fördermittel stehen zur Verfügung. Woran liegt es? Sand im Getriebe verringert die Lebensdauer der Kette. Wir vom ADFC RheinBerg-Oberberg e.V. bleiben am Ball.

 

Als Fahrradlobby und setzen wir uns für die konsequente Förderung des Fahrradverkehrs ein und sind für eine Stärkung des Umweltverbundes (zu Fuß, Rad, ÖPNV). Dabei arbeiten wir mit allen Vereinen, Organisationen und Institutionen zusammen, die sich für mehr Radverkehr sowie für mehr Sicherheit und Umweltschutz im Verkehr einsetzen. Der ADFC ist parteipolitisch neutral, aber parteilich, wenn es um die Interessen Rad fahrender Menschen geht. Vor Ort sowie landes- und bundesweit. In Bergisch Gladbach fördert die Politik (CDU/SPD) immer noch eine Stärkung des MIV (motorisierter Individualverkehr, auf Deutsch: das Auto) Neueste Beispiele sind hier das Betreiben, die Haltestelle „Markt“ dauerhaft wegfallen zu lassen und ein Desinteresse, das 2016 geplante MobiK (Mobilitätskonzept 2030) umzusetzen. Eigene Anregungen bzgl. der Stärkung des Umweltverbundes lassen diese beiden Parteien gänzlich vermissen. Ein wirklich gutes Beispiel ist hier die Stadt Köln, die mit großem Einsatz die Mobilitätswende betreibt.


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