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Rund um das Bismarck-Museum in Rade

25.07.20

© IG Bismarck Zweiräder



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Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Deutschland eine industrielle Boomzeit. Eine Vielzahl an alten Industrieanlagen und Eisenbahntrassen sind Denkmäler dieser Zeit. So auch die Fahrrad-Produktionsstätte Bismarck-Werk in Radevormwald.

Zwei Unternehmer fassten 1896 den Entschluss, eine Fahrradproduktion aufzubauen. Bei drei Kaufleuten aus Hamburg holte man sich das Kapital, umgerechnet 5.346.000 Euro. Von Otto bekam man einen damals fetzigen Namen (eingebildet wie er war hat er diesen oft im Kaiserreich verteilt). Umgehend beginnt man mit dem Bau der Produktionshallen und schon wenige Monate später (April 1897) wird das erste Bismarck-Fahrrad ausgeliefert, 1911 waren es dann 100.000 Fahrräder und 1948 wird das 1.000.000ste Fahrrad gebaut.

Der Bau von Fahrrädern machte auch den Radsport in Radevormwald populär. Im Straßenrennsport wurden viele nationale und internationale Siege errungen, unter anderem auch bei Steherrennen. Das Bismarck-Werk unterhielt einen sehr erfolgreichen eigenen Rennstall und im Amateurbereich mischten auch etliche Rader Bürger mit.

Am 30. August unternimmt der ADFC eine Fahrradtour von Bergisch Gladbach über Burscheid und Wermelskirchen nach Radevormwald. Den Besuch des Bismarck-Museums habe ich schon lange eingeplant.

Ein weiterer Event findet im Oktober statt. Am Samstag, den. 3.10. (Tag der deutschen Einheit) gibt es eine Oldtimer Motorrad-Ausfahrt und Sonntag, den 4.10. wird eine Tour mit historischen Fahrrädern / E-Bikes angeboten. Der ADFC RheinBerg-Oberberg wird vor Ort sein und am Sonntag Fahrräder codieren. Ziel ist natürlich, in der Fahrradstadt Radevormwald eine ADFC-Ortsgruppe zu etablieren. Gesucht werden weitere Aktive, die sich für eine gute Fahrrad-Infrastruktur einsetzen wollen. Im Herbst wird ein erstes Treffen stattfinden. Mehr dazu wird in der lokalen Presse zu lesen sein. Unterstützung kommt auch vom ADFC aus Hückeswagen, die diesen Schritt schon erfolgreich gegangen sind.


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