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Radstation - ein Erfolgsmodell

23.11.17
Kategorie: RheinBerg-Oberberg

© Bernd Beckermann



© ADFC - Die geschützte Wort-/Bildmarke „Radstation“ ist Eigentum des ADFC NRW



© Bernhard Werheid - ein Grund für Radstationen: Beklautes Fahrrad



© Bernhard Werheid - und noch ein Grund: Schlechte Fahrradständer



© Bernhard Werheid - das neue Lastenrad an der Radstation Bergisch Gladbach



© Bernhard Werheid - Die Radstation wird begrüßt - es gab 2015 bei den Parteien auch andere Meinungen


Die Idee stammt aus den Niederlanden. Hier gibt es an rund 100 Bahnhöfen bewachte Fahrradstationen. Dort steht das Fahrrad sicher und witterungsgeschützt.

Inspiriert vom niederländischen Vorbild gelang es dem ADFC NRW 1995 die Regierungskoalitionspartner davon zu überzeugen, ein Programm zur Errichtung von 100 Fahrradstationen aufzulegen, entspricht doch NRW nach Fläche und Bevölkerungszahl ziemlich genau den Niederlanden.

Im Auftrag des Landes betrieb der ADFC NRW acht Jahre lang die Entwicklungsagentur für Fahrradstationen. Mit Planungsentwürfen, Betriebskonzepten, Potenzialabschätzungen und vielen anderen Fachdienstleistungen hat die Entwicklungsagentur das Programm 100 Fahrradstationen in NRW kräftig angeschoben. Die Entwicklungsagentur und das Förderprogramm haben dafür gesorgt, dass es in NRW inzwischen rund 70 Fahrradstationen gibt; das sind etwa zwei Drittel aller Fahrradstationen in Deutschland. Das Förderprogramm läuft noch heute und übernimmt den größeren Teil der Herstellungskosten neuer Fahrradstationen.

Inzwischen hat sich die Idee "Radstation" auch außerhalb von NRW verbreitet und es gibt Radstationen von Augsburg bis Potsdam.

Folgende Dienstleistungen finden Kunden unter dem blau-gelben Schriftzug „Radstation“ in jedem Fall:

·       bewachtes und witterungsgeschütztes Fahrradparken

·       Fahrradservice

·       Fahrradvermietung

Viele Radstationen bieten auch darüber hinausgehende Dienstleistungen an, bis hin zum kompletten Programm eines Fahrradfachgeschäftes mit Werkstatt oder der Vermietung von Pedelecs. Weit verbreitet sind mittlerweile auch teilautomatisierte Zugangskontrollsysteme, mit denen Stammkunden die Station rund um die Uhr nutzen können.

W
as vielleicht weniger bekannt ist, im Verbund "Radstationen im Rheinland" wird ein Einweg-Mietsystems angeboten:

Bei der einen Radstation leihen Sie sich das gewünschte Rad aus, fahren damit quer durch das Rheinland und bei einer anderen Radstation geben Sie es wieder zurück.

So sparen Sie sich den Rückweg per Rad und können zum Beispiel bequem auf das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs zurückgreifen. Denn alle Radstationen in der RadRegionRheinland liegen direkt an den Bahnhöfen.

Dieses Angebot gibt es an den Radstationen Bergisch Gladbach, Bonn, Brühl, Köln, Grevenbroich, Dormagen, Neuss und Düsseldorf.

80 Prozent der Stellplätze in der Radstation Bergisch Gladbach am S- und Busbahnhof sind belegt. Das sind rund 200 der 256 Stellplätze. Mit dieser Mitteilung überrascht die Bergisch Gladbacher Stadtverkehrsgesellschaft.

Nähere Informationen zum Bericht lesen Sie im Bürgerportal und im Kölner Stadt-Anzeiger.

Die Radstation Bergisch Gladbach ist im Juni 2015 in Betrieb gegangen. Der ADFC RheinBerg-Oberberg e.V. hat von Anfang an seine Geschäftsstelle in der Radstation und fühlt sich dort wohl. Radstation und ADFC sind halt untrennbar verbunden.

Die Preise für die Serviceleistungen sind niedrig. Es müssen keine Finanzierungskosten und keine Miete für die Radstation erwirtschaftet werden. All das hat man den Bürgern geschenkt. Der Sozialverband IN VIA e.V. muss nur die laufenden Kosten, wie Strom, Heizung und Personalkosten tragen. Es sollte also für uns Bürger eine Selbstverständlichkeit sein, solche Projekte zu unterstützen. Also möglichst schnell noch ein Jahresticket bestellen und vielleicht zu Weihnachten verschenken, die Radstation ist bald voll! Dann muss das Rad leider draußen stehen :-(

Die Stadtverkehrsgesellschaft Bergisch Gladbach hat ein Lastenrad angeschafft, welches an der Radstation gemietet werden kann. Ich habe es gefahren und es ist toll. Der Hinterradantrieb beschleunigt sensationell. Anders als bei einem Pedelec bewegt man nicht nur sich selber, sondern kann auch noch Lasten transportieren: 3 Sack Zement sind kein Problem - trotzdem: die Gesamtbelastung (190 kg) schließt auch das Gewicht der Lastenrad-Führers mit ein ;-)


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