Aktuelles

Radler besetzen Düsseldorf

05.05.14
Kategorie: RheinBerg-Oberberg

Hier einige Bilder der NRW FahrradSternfahrt bei strahlendem Sonnenschein.



Weitere Bilder der NRW-Sternfahrt auf: http://www.koelner-fahrrad-netzwerk.de/kreis/duesseldorf.html








NRW FahrradSternfahrt ein voller Erfolg

Am Sonntag 4. Mai zog es Tausende von Radlern in die NRW Landeshauptstadt Düsseldorf. Nicht nur aus Düsseldorf, Neuss, Bergisch Gladbach und Köln kamen die Radler zur NRW-Sternfahrt sondern aus ganz NRW. Ein tolles Erlebnis. Tausende von Radlern demonstrierten für mehr Berücksichtigung des Radverkehrs. Das Fahrrad ist das Verkehrsmittel der Zukunft. Ein Fahrrad ist nicht nur Umweltfreundlich sondern braucht auch viel weniger Platz. Das war bei der Sternfahrt gut zu sehen als Tausende von Radlern vor dem Start in den Tunnel auf der Straße standen. Die Fahrräder brauchten nur 5 % des Platzes den Autos benötigt hätten. Der Abschluss der Sternfahrt war heute auf der Kö mit einem Bühnenprogramm und Infoständen.

Forderungen der FahrradSternfahrt vom 4. Mai 2014

Mit dem bekannten vergnüglichen Mix aus Spaß auf dem Rad und Demo, der die Düsseldorfer FahrradSternfahrt auszeichnet, ging es am Sonntag 4. Mai 2014 wieder in die Landeshauptstadt. Neben dem Rheinufertunnel waren weitere Strecken-Highlights dabei wie der Überflieger, der KöBogen Tunnel und eine große Kö-Schleife zum dortigen Abschlussfest.

Alles getreu dem 2014er Motto "Rauf aufs Rad und B R E I T gemacht", das mehr Raum und Geld für den Radverkehr fordert:
Der Stellenwert der Verkehrsteilnehmer wird sichtbar an der Verteilung des Straßenraums und der Haushaltsmittel.

B R E I T E  Radwege oder Tempo 30

Wie die ERA (Fußnote: "Empfehlungen für Radverkehrsanlagen" der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) fordern wir für Radwege eine echte, bauliche Breite von generell 2,00 Metern, mindestens 1,60 m, statt der häufigen Ein-Meter-Spur. Wo solche Radwege nicht möglich sind, soll Tempo 30 gelten.
Breite Radwege sind sichere, bequeme und leistungsfähige Wohlfühl-Radwege. Nur sie ermöglichen gefahrloses Überholen und das Nebeneinander von Elektro-, Drei-, Lasten- und Rennrädern.

B R E I T  Überholen
Gefahrlos überholt werden kann ein Radler nur durch Fahrspurwechsel. Der Radler selbst ist 70 cm breit und gehalten 50 bis 100 cm Abstand zum Bordstein oder parkenden Autos einzuhalten. Abhängig von den äußeren Umständen soll der Kraftfahrer 1,00 m bis 1,50 m, bei unsicheren Radlern, am Berg oder mit viel Gepäck sogar 2,00 m zum Radfahrenden einhalten.

Gerichtsurteile dazu: OLG Saarbrücken, Az. 3 U 141/79, OLG Hamm, Az. 9 U 66/92 und LG Berlin, Az. 24 O 466/95; OLG Frankfurt/Main, Az. 2 Sa 478/80

B R E I T E  Radschnellwege durchs Zentrum
Radschnellwege dürfen nicht am Stadtrand halt machen. Wir brauchen leistungsstarke Hauptrouten auch durch die Stadtzentren. Diese können nicht kreuzungsfrei sein, aber generell die Breitenvorgaben für Radschnellwege einhalten.

B R E I T  im Haushalt
Jährlich 10,00 Euro pro Einwohner für den Radverkehr. Ohne dieses Geld werden fahrradfreundliche und sichere Innenstädte mit Radschnellwegen, Fahrradhäuschen und -stationen ein ewiger Traum bleiben. Das ist ein Bruchteil von dem, was pro Einwohner für den privaten Kraftverkehr ausgegeben wird. Allein der KöBogen kostet gut 500,00 Euro pro Düsseldorfer, die Derendorfer Entlastungsstraße, Überflieger verschlingen noch mal einen Hunderter, von den Unterhaltskosten des bestehenden Straßennetzes ganz zu schweigen. Jeder der nicht Auto fährt spart der Stadt richtig Geld.

B R E I T  in den Quartieren
Wir fordern verbreitet abschließbare Fahrradparkanlagen in Altbaubezirken und eine Fahrradabstellsatzung nach Hildener Muster.
Für private Autos werden gewaltige öffentliche Flächen zum Parken zur Verfügung gestellt, die kein Bürger ohne Auto nutzen darf. In Düsseldorf ist immerhin jeder dritte Haushalt autofrei. Die 323000 Autos der Düsseldorfer benötigen 3,23 Millionen Quadratmeter, das sind 461 Fußballfelder oder 11 Hofgärten voller Autos - hinzu kommen netto noch 200000 Pendler!
Auf einer Fläche eines Autoparkplatzes hingegen können 12 Fahrräder wettergeschützt geparkt werden.
Während in Richtzahlentabellen im Detail festgehalten ist, wie viele Parkplätze für Autos ein Bauherr erstellen muss, gibt es in den meisten Gemeinden nichts derartiges für Räder.


© 2020 ADFC KV RheinBerg-Oberberg