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Rad-Smombie

23.02.17
Kategorie: RheinBerg-Oberberg

Warnschild vor Smombies


Alle 31 Minuten verunglückt in NRW ein Radfahrer.

Jeder kann der nächste sein. Egal, wie vorsichtig man selber ist. Häufig werden Radfahrer schlichtweg übersehen, beispielsweise weil sie zu dunkel gekleidet sind oder die Autofahrer sich ablenken lassen,  statt sich auf den Straßenverkehr zu konzentrieren.  Oft rechnen Autofahrer nicht mit einem Radfahrer, Geschwindigkeiten werden falsch eingeschätzt, manche Verkehrssituationen sind „unübersichtlich“ oder die  allgemeinen Sichtverhältnisse schlecht, insbesondere im Herbst und Winter. Kurz gesagt:  Gefahren lauern an allen Ecken - jederzeit!  Manche Unfälle sind leider auch auf Fehlverhalten von Radfahrern zurück zu führen.  Allgemein ist eine erhöhte Aggressivität aller Verkehrsteilnehmer untereinander zu beobachten –egal, ob sie zu Fuß (mit und ohne Hunde), per Rad oder mit dem Auto unterwegs sind.

 

Eine neue Gefährdung geht offenbar von „Smombies“ (Jugend-Wort des Jahres 2015) aus. Ein Smombie (Smartphone-Zombie) ist jemand, der die Welt um sich herum vergisst, weil sich seine gesamte Aufmerksamkeit auf das Smartphone konzentriert. Bisher waren  Smombies meist  zu Fuß anzutreffen – des Öfteren auch in Rudeln.  In der Regel handelt es sich um jüngere Leute. Durch ihr Verhalten gefährden sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere im öffentlichen Verkehrsraum.

Leider macht dieses schlechte Vorbild auch vor Radfahrern nicht halt. Seit einiger Zeit werden vermehrt Rad-Smombies auf Straßen und Radwegen gesichtet.  Laut Nachfrage des ADFC NRW ist die Zahl der Radfahrer, die beim Hantieren mit einem Smartphone von der Polizei „gestoppt wurden“, gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent gestiegen.  In absoluten Zahlen bedeutet dies einen  Anstieg von 15.400 auf rd  21.850 Verstöße (die endgültigen Zahlen werden im Mai 2017 veröffentlicht). Die „Dunkelziffer“ liegt allerdings weit höher.

 

Beim Telefonieren auf dem Fahrrad also bitte: Hände weg vom Lenker! – und damit ist nicht freihändig fahren gemeint, sondern Anhalten;-) … selbiges gilt übrigens auch für Navigationssysteme und Smartwatches.

Die 25 EUR für ein etwaiges Bußgeld können an anderer Stelle bestimmt besser „investiert“ werden.


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