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Pedal the highway! - Fahrraddemo am 4.11.2017 zur Klimakonferenz nach Bonn

13.11.17
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, Radtouren, Sternfahrt

© Mathias Schwarz - es ist der linke Arm!!!



© Bernhard Werheid - die Delegation aus Bonn



© Bernhard Werheid - ein Meer von Radfahrern



© Bernhard Werheid - ein Meer von Radfahrern



© Bernhard Werheid - es wird eng ...



© Bernhard Werheid - ... auf der Straße



© Bernhard Werheid - Demo mit Bannerwerbung



© Bernhard Werheid - nervig der Hubschrauber über uns



© Bernhard Werheid - Demo-Gemisch



© Mathias Schwarz - alle schön in Rot - hier ist die rote Linie



© Mathias Schwarz - das sind die bösen CO2-Kohlekugeln


Um es vorweg zu sagen: Das mit dem Highway wird nichts. 2 Tage vor der Demo gibt es den Beschluss des Verwaltungsgerichtes Köln. Am Tag danach entscheidet das Oberverwaltungsgericht NRW.

Begründung: Bundesautobahnen sind nicht generell ein „versammlungsfreier Raum“, aber am Samstag wäre viel Verkehr und eine 2-stündige Sperrung würde Stau verursachen …

Am härtesten trifft es Elisabeth – aber der Reihe nach:

Um 9 Uhr treffen sich 13 Radfahrer an der Radstation Bergisch Gladbach. Erstes Ziel ist der Verteilerkreis Köln. Vom ADFC sind noch weitere Zubringer von Bonn, Düsseldorf und Köln aus unterwegs.

Elisabeth fährt gegen einen Poller, leider ist er nicht flexibel, wie in vielen anderen Regionen. Flexible Poller, auch Kickback-Poller genannt, erlauben einen Neigungswinkel bis fast in die Waagrechte. Sie muss die Tour abbrechen und fährt mit Inga zurück. Im Krankenhaus gibt es die unangenehme Diagnose: Ellenbogenbruch.

Ursprünglich ist eine Fahrrad-Demonstration über die A555 geplant, die aber nicht genehmigt wird. Auch eine andere direkte Route wird von der Polizei untersagt. Daher entscheiden die Veranstalter die Fahrrad-Demo aufzulösen und als Critical Mass (§27 StVO) nach Bonn zu fahren.

6 Radfahrer fahren dennoch versehentlich auf die A555, werden aber schnell eingefangen …

Wir haben die Straße für uns – erstaunlich – sogar beide Fahrspuren. Autos sehen wir nur noch sporadisch, und wenn, dann parken sie am Straßenrand. Die Geschwindigkeit ist erstaunlich hoch (geplant sind 12 km/h). Alle Auffahrten zur Autobahn sind von starken Polizeikräften gesichert, damit nicht noch mehr Irrtümer passieren.

An der Kreuzung Kölnstraße/An der Josefshöhe ist Schluss mit dem gemütlichen Demo-radeln. Die Weiterfahrt wird von der (Bonner-) Polizei verhindert. Angeblich ist die Demo-Route falsch. Dass es seit der Abfahrt keine Demo mehr gibt, sondern ein Critical Mass, hat der Einsatzleiter wohl (noch) nicht mitbekommen. Radfahrer lassen sich aber nicht lange aufhalten (sie sind da anders als Autofahrer, die gerne stundenlang im Stau verweilen): Sie fahren links, nächste rechts, dann wieder rechts und sind da, wo sie hinwollten J

Ab hier ist Schluss mit der Vollversorgung durch die Polizei. Es wird keine mehr gesehen – außer an den Autobahnauffahrten. Die Verkehrsregelung müssen die Radfahrer selber übernehmen (corken in Quer- und Längsrichtung). Kurze Zeit später teilt sich der Radlerverband.

Es gibt überall jubelnde Fußgänger, und auch Autofahrer waren sehr diszipliniert und hielten ihren Wagen an. Einige hupten und freuten sich mit den Demo-Radlern. Andere hupte und freuten sich nicht.

Wir fahren rechts ab in den Lievelingsweg (hier rastet ein Autofahrer aus. Er wird von den Radfahrern wie ein Außerirdischer bestaunt. Vermutlich hat er Drogen genommen) zum Potsdamer Platz. Weiter geht‘s über den Heinrich Böll Ring, dann Bornheimer Straße.

In der Adenauer Allee ist dann Schluss mit der Radtour – Fußgruppen aus vielen Ländern sind jetzt als Hauptpersonen unterwegs.

„Die Fahrt über die B9 war grandios. Statt der erwarteten 1000 Räder bildeten 2.500 Radfahrende einen fast endlosen Korso. Viele Leute an der Strecke schlossen sich während der Fahrt der Gruppe an. Am Schluss sind wir auf insgesamt 3.000 Teilnehmer angewachsen“, berichtet Satu Ulvi vom ADFC Bonn/Rhein Sieg.

Auf dem Rückweg über Troisdorf sehen wir am Rheinufer auf den Wiesen, wie größere Gruppen fleißig Demo üben.

Hier der Bericht von Mathias:

Kurz vor Bonn wird von einem großen Polizeiaufgebot der direkte Weg nach Bonn zum Münsterplatz (Ziel) versperrt. Die Durchfahrt sei nicht genehmigt! Dem widersetzen sich zahlreiche Demonstranten. Einige umfahren das Hindernis, indem sie eine Parallelstraße befahren und dann auf die Allee zurückkehren. Erst sperrt die Polizei diese Umfahrung um sie dann doch freizugeben. Welchen Weg der Demonstrationszug dann nimmt, kann ich nicht erkennen.

Ich folge dem "offiziellen" Weg. Die Polizei führt die verbliebene Handvoll Demonstranten im weiten Bogen an das Rheinufer bis zum Post-Tower und weiter bis zur Genscher-Allee, wo die Abschluss-Demo stattfindet. Dort nahe der neuen DB-Haltestelle ist schon alles vorbereitet und man erwartet den Demonstrationszug.

Und Gabriele schreibt:

Guten Morgen ALLE + (Mathias), die Fahrrad-Demo hat sich nach der freigegebenen\gezwungenen Umfahrung erstmal verselbständigt. Wir sind dann wie bei der Critical Mass ohne vorfahrende Polizei zur Adenauerallee weiter. Auf der Adenauerallee sind dann die verschiedensten Organisationen/Fuß-Demonstranten -auch international- zugestoßen. Dort verlor sich dann in der Masse der dazugekommenen Menschen auch noch der Rest unserer Gruppe aus den Augen. Wir haben uns dann nach telef. Kontaktaufnahme am Treffpunkt Kennedybrücke wiedergefunden. Übrigens..., tolle Schilderung!

Und dir liebe Elisabeth wünsche ich ebenfalls eine schnelle + gute  Genesung sowie ruhigen Sonntag für ALLE!

 

 


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