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Jetzt mitmachen bei der ADFC-Radreiseanalyse 2019!

23.11.18
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, Tourismus

© ADFC - Die 20. Radreiseanalyse ist gestartet



© ADFC - Dieses schicke Pedelec könnt ihr gewinnen



© ADFC - Die Gewinner aus 2017


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Auch in unseren Breiten forciert Das Bergische die Entwicklung des Radfahrens. Im November fand der erste Workshop zum Thema „Bergisches Radfahrland“ statt. Ähnlich der sehr erfolgreichen Marke „Bergisches Wanderland“ soll hier ein weiteres Standbein der Tourismusförderung aufgebaut werden. Natürlich beteiligt sich der ADFC Kreisverband RheinBerg-Oberberg gerne an diesem Projekt. Ein weiterer Baustein für unseren Verein ist die Anfang 2019 beginnende Kooperation zum Thema Radwegemanagement. Um die Qualität der Beschilderung des Knotenpunktsystems sicher zu stellen, hat der Naturpark Bergisches Land ein preisgekröntes Radwegemanagement eingeführt.

76 Prozent der Deutschen fahren Rad, 51 Prozent davon nutzen das Fahrrad für Ausflüge und Reisen. Besonders der Bereich der Tagesausflüge hat 2017 weiter zugenommen. Mehr als jeder Zweite radelt ins Grüne, das entspricht rund 167 Millionen Tagesausflügen in der Freizeit. Auch in den Ferien schwingen sich die Deutschen gerne aufs Rad, bei 99 Millionen Ausflügen im Urlaub nutzen sie das Fahrrad. Das ist das Ergebnis der ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2018, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club heute auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin vorgestellt hat. Insgesamt werden die Radreisen kürzer und spontaner, neben dem Naturerlebnis geht es vielen Reisenden darum, neue Regionen kennenzulernen.

Tourismusexpertin Louise Böhler: „Wir sehen, dass der Kurzreisetourismus weiterhin auf einem hohen Niveau ist: 4,5 Millionen Kurzreisende sind am Wochenende mit dem Fahrrad unterwegs, 3,1 Millionen unter der Woche. Zudem haben die Tagesausflüge deutlich zugenommen. Wir empfehlen den Regionen daher, sich auch auf Tages- und Kurzzeitreisende einzustellen.“

Tagesausflügler nutzen mehr Miet- und Elektrofahrräder

Zwei Drittel der Tagesausflügler starten direkt mit dem Fahrrad von ihrem Wohnort. Die Übrigen gelangen mit dem Auto, der Bahn oder dem ÖPNV zu ihren Startpunkten. Hierbei bleiben sie meist in ihrer Region und legen selten mehr als 60 Kilometer zurück. Mit dem Anstieg von Tages- und Kurzzeittourismus werden auch Mietfahrrad-angebote immer wichtiger. 40 Prozent der Tagesausflügler interessieren sich für Mieträder, davon 50 Prozent für Elektrofahrräder.
Tourismusexperte Frank Hofmann: „In einzelnen Regionen sehen wir im Mietfahrradmarkt gute Ansätze, doch deutschlandweit könnte flächendeckend noch viel mehr passieren. Neben einer guten Qualität müssen die Angebote verlässlicher und leichter auffindbar sein, es muss mehr aktuelle Räder geben sowie eine größere und bessere Auswahl.“

Kurzreisende: Jünger und weiblicher als Radreisende
Im Durchschnitt sind Kurzreisende jünger und unter ihnen befinden sich mehr Frauen. Sie fahren häufiger Sternetouren und mit 55 Kilometern am Tag durchschnittlich 10 Kilometer weniger als Streckenradler. Kurzreisende nutzen häufiger einen Pkw zur Anreise und haben ein höheres Interesse an Mieträdern. Der Anteil der Mountainbikes ist doppelt so hoch. Kurzreisen werden häufiger mit dem Partner unternommen.

Radtourismus bleibt weiterhin attraktiv

87 Prozent der Radreisenden von 2017 wollen 2018 wieder mit dem Rad losfahren. Gleichzeitig planen von denen, die im letzten Jahr keinen Radurlaub gemacht haben, 77 Prozent für 2018 eine Radreise. Tourismusexpertin Louise Böhler: „Für Streckenradler sind Radfernwege weiterhin interessant. Wir brauchen in Deutschland nicht mehr Radfernwege, sondern starke Leuchttürme mit guter Qualität.“

Starke Orientierung an Empfehlungen

Viele Radreisende orientieren sich bei der Planung an Berichten von Freunden und Familie. Für sie bleibt das Internet mit 86 Prozent für die Vorbereitung die wichtigste Informationsquelle. Klassische Karten sind unterwegs mit 60 Prozent weiterhin wichtig. Jeder zweite nutzt das Smartphone zur Navigation, komoot und Google Maps sind die beliebtesten Apps. Essentiell für die Orientierung vor Ort und entlang der Routen ist nach wie vor eine gute Wegweisung mit 74 Prozent.

Beliebteste Radregionen

Nach Bayern liegen auf den drei Folgeplätzen Regionen im und um das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Tourismus-Expertin Louise Böhler: „Nordrhein-Westfalen oder auch das Ruhrgebiet haben verstanden, was wichtig ist: Sie setzen auf qualitativ hochwertige Angebote und innovatives Marketing. Außerdem betrachten sie Freizeit- und Alltagsverkehr zusammen. Das schafft Synergien. Der RS1 ist nicht nur für Alltagsradler, sondern auch für Radtouristen ein Highlight.“

Hintergrund zur Radreiseanalyse

Die ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse ist eine repräsentative Online-Befragung unter 8.700 Bundesbürgern. Die Befragung wurde im Winter 2017/2018 zum 19. Mal durchgeführt, zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Partner Travelbike. Als Radreise wurde eine Reise definiert, die das Radfahren als eines der Hauptmotive hat und mindestens drei Übernachtungen umfasst.

Ihr könnt jetzt bei der 20. ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2019 mitmachen! Der ADFC befragt Radreisende wieder zu ihren liebsten Radfernwegen und Radreiseregionen im In- und Ausland. Die Umfrage findet vom 23. November 2018 bis zum 6. Januar 2019 statt.

Vielleicht wird irgendwann auch unser Bergisches Land eure beliebteste Radreiseregion!


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