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Gemeinsam auf der Trasse: Polizei und ADFC

19.08.18
Kategorie: Infostand, RheinBerg-Oberberg, Sicherheit

© ADFC/Sabine Krämer-Kox - Gemeinsam auf der Trasse: Polizei und ADFC



© ADFC/Inga Terber - Zeit für Gespräche



© ADFC/Sabine Krämer-Kox - Halt! Polizei!



© ADFC/Sabine Krämer-Kox - Gemeinsamer Weg



© ADFC/Sabine Krämer-Kox - Freundlich fährt man besser



© ADFC/Sabine Krämer-Kox - Mischnutzung



© ADFC/Sabine Krämer-Kox - Es kann schon mal eng werden



© ADFC/Sabine Krämer-Kox - 1,5m Abstand war ein Thema



© ADFC/Sabine Krämer-Kox - mit Mathias und Michael - für 1,5m Abstand und Unterschriften sammeln für "Aufbruch Fahrrad"



© ADFC/Sabine Krämer-Kox - Inga am Infostand


 

 

Unter dem Motto „Gemeinsam auf der Trasse, aber sicher!“ warben die Polizei Oberberg und der ADFC Rheinberg-OberBerg am 19.08.2018 in Höhe der Ohler Wiesen bei Wipperfürth gemeinsam für mehr Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit auf Bergischen Panorama-Radwegen. Sie folgten hiermit dem guten Beispiel der Remscheider/Wuppertaler Kollegen, die in den vergangenen Jahren bereits sehr gute Erfahrungen mit Präventionsveranstaltungen am Panorama-Radweg Balkantrasse in Bergisch Born und Burscheid gesammelt haben (wir berichteten).

 

Banane statt Polizeikelle

Mit einer Banane, d. h. mit dem Angebot derselben, statt der üblichen Polizeikelle stoppten die Freunde und Helfer die Passanten. Als eher „voll Banane“ empfinden die meisten Trassen-Nutzer den Fahrstil der Rennradfahrer, die sich meist selbst durch Obst nicht anlocken ließen (im Gegensatz zu zahlreichen Wespen). Vielleicht wäre auch der Anhalteweg zu lang gewesen, um eine Frucht, ein Getränk sowie den Rat der Polizei entgegen zu nehmen. Informationen zu Anhalteweg, Verkehrsregeln, sicherem Verhalten oder Unfallprävention boten interessanten Gesprächsstoff zwischen Polizei und Bürgern.  Der ADFC ergänzte das Angebot durch vielseitiges Info- und Kartenmaterial  oder Empfehlungen zu Radtouren in Deutschland im Allgemeinen bzw. in der Region im Speziellen:  z. B. Nutzungsmöglichkeit des Bergischen Fahrradbusses,  Weg zur Wuppertaler Nordbahntrasse, Details zur Themenroute Wasserquintett oder den Hinweis auf den ADFC-Fahrradklima-Test 2018 vom 01.09. bis 30.11.

 

Mit Sicherheit für alle ein Vergnügen!
Die Bedingungen für die konzertierte Aktion waren optimal: bei strahlendem Sonnenschein wollten jede Menge Nutzer den schönen Tag genießen. Da konnte es an manchen Stellen schon mal eng werden - eine gute Gelegenheit, einige Radfahrer „aus dem Verkehr“ zu ziehen und freundliche Tipps zur sicheren und entspannten Trassennutzung zu geben.  Laut Polizei liegt gerade in der Mischnutzung  „der Hund begraben“. Alles, was Räder, Beine oder Pfoten hat, strömt - insbesondere sonntags und bei schönem Wetter - auf die Trasse: Fußgänger - zum Teil mit Kinderwagen, Handkarren, Bollerwagen, Walking Sticks, Rollatoren, Hunden, Katzen, Ponys, Bällen, Laufrädchen, ferngesteuerten Spielzeugautos, Skateboards -  Jogger, Rollstuhlfahrer, Inlineskater, Rollerfahrer, Segways, Radfahrer (mit und ohne Antrieb)... Vom Kleinkind bis zum Senior möchte jeder seinen Platz auf der Trasse. Da besteht zwangsläufig die Gefahr „räumlicher“  Überschneidungen, der Fehleinschätzung von Abstand und Geschwindigkeit oder mangelnder Übersicht.

 

Rück-sicht
Bei einer Wegbreite von 3 Metern (nur zwischen Burscheid und LEV-Opladen sind es 4) ist deshalb Rück-sicht, und zwar im Wortsinne von Nutzen. Die altbewährte Verhaltensgrund(schul)regel im Straßenverkehr „Schau links, schau rechts, geh/fahr geradeaus“ macht auf Panorama-Radwegen durchaus Sinn.

 

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Die Polizei schärfte bei den Passanten das Bewusstsein dafür, dass sie sich auf der Trasse in einem Verkehrsraum befinden, wo zur Sicherheit aller Nutzer Regeln zu beachten sind. Auf den Panorama-Radwegen teilen sich alle eine Fläche. Auch wenn die Trassen auf den Namen Panorama-Radwege getauft wurden, handelt es sich nicht ausschließlich um Radstrecken, sondern um einen gemeinschaftlich zu nutzende Räume. Freundlichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme fördern gemeinschaftliches Freizeitvergnügen.

 

In der Ruhe liegt die Kraft
Nur Verbrennungsmotoren „müssen draußen bleiben“. Dies war offenbar zwei Erholungssuchenden auf Gefährten mit knatternden kraftstoffbetriebenen Hilfsmotoren nicht bewusst. Freundlich wurden sie von zwei Ordnungshütern darauf hingewiesen, dass für Fahrzeuge mit blauem Versicherungskennzeichen die Trasse eine No-go-Area sei.

 

Du bist nicht allein, wenn du gehst auf der Trasse…

In den meisten Fällen ist es nicht Mutwille oder gar Vorsatz, sondern pure Unachtsamkeit und mangelnde Aufmerksam der Nutzer, die zu Gefahrensituationen und Konflikte heraufbeschwören. Egal ob zu Fuß (mit und ohne Hund) oder per Rad unterwegs, plötzlich wird gestoppt, der Weg gekreuzt/versperrt oder die Richtung gewechselt - ungeachtet der Folgen(den).


Mit offenen Augen (und Ohren)
Unfallprävention und Aufklärung – wie die im Rahmen der gemeinschaftlichen Aktion von Polizei Oberberg und ADFC - ist wichtig, um die Wahrnehmung zu schärfen (insbesondere Augen und Ohren). Bisher haben sich auf den Trassen erfreulicherweise nur wenige Unfälle ereignet.  Die Polizei vermutet jedoch eine weit höhere Dunkelziffer von Zwischenfällen, die die Beteiligten unter sich regeln konnten und die somit nicht ans Licht der Öffentlichkeit dringen.  

 

Alle Beteiligten hatten mit Sicherheit Freude an der Veranstaltung, bei der sich viele angeregte Diskussionen ergaben. Deshalb plant man spätestens im nächsten Jahr weitere Aktionen und freut sich auf viele interessante Begegnungen am Trassenrand, die zu einem sicheren Miteinander auf den Panorama-Rad-/Fußwegen beitragen.

 

 


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