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Elektromobilität

26.11.16
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, Mobilität

© Bernhard Werheid, TankE - hinter der Radstation



© Bernhard Werheid, TankE - aber leider: Außer Betrieb!



© Bernhard Werheid, Pedelec-Tanke an der Radstation Bergisch Gladbach, funktioniert, sogar kostenlos!!


Es gibt keine Alternative - und es ist eigentlich ganz einfach

Die Zielsetzung des Bundes ist es, deutschlandweit bis 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf die Straße zu bringen und so eine Abkehr von fossilen Brennstoffen einzuleiten. Ab 2030 wollen die Bundesländer laut Medienbericht keine Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren mehr zulassen.

München fördert diese Elektromobilität. Ihre Umweltreferentin Stephanie Jacobs erklärt Details dazu: Die Förderung beträgt dann 25 Prozent des Nettokaufpreises bis max. 500 € bei einem Pedelec bzw. 1000 € bei einem Lastenpedelec. Wenn Sie nachweisen können, dass Sie Ihr vierrädriges Fahrzeug ausschließlich mit Ökostrom betanken, erhalten Sie einen zusätzlichen Bonus von 500,-€. Und auch einen Ladepunkt könnten Sie sich fördern lassen. Hierfür ist eine Fördersumme von bis zu 1500 € je Ladepunkt vorgesehen. Ladepunkte fördern wir übrigens ausschließlich auf Privatgrund und auch Privatpersonen können hierfür eine Förderung erhalten.“

Was ist bei uns los? Die Belkaw, lokaler Stromanbieter für RheinBerg, sorgt mit sogenannten TankE für Stromnachfuhr im Falle einer schlappen Batterie. So ein Ding steht an der Radstation in Bergisch Gladbach. Nur – Sie funktioniert nicht. Fährt man ein E-Auto, ist das schon mehr als ärgerlich, wenn man  nur noch für 10 km Strom hat. Zum Glück gibt es eine Service-Nummer (siehe Foto). Allerdings  sind die Erläuterungen auch nicht erhellend.

Richtig erfolgreich ist die Elektromobilität bei der Zweiradmobilität und bei den 4-rädrigen Elektromobilen. Warum ist das so? Will man 1,5 Tonnen vorwärtsbewegen, muss man richtig viel Energie aufbringen. Elektromobilität bei Autos kann nur funktionieren, wenn man radikal das Gewicht und die Geschwindigkeit reduziert. Genau das hat die deutsche Autoindustrie nicht verstanden.

Obwohl, es ist alles nur Physik:

(Kinetische) Energie = Masse * Geschwindigkeit² / 2

Daraus folgert 1.: Je mehr Masse, umso fetter muss der Akku sein.

Daraus folgert 2.: Die Geschwindigkeit geht dummerweise zum Quadrat ein. Das bedeutet: Fährt beispielsweise ein Auto 50 km/h, braucht es eine Batterie. Fährt es 100 km/h braucht es schon 4 Batterien.

Die Autoindustrie wird keinen Erfolg haben, wenn sie versucht, beim Umstieg auf die Elektromobilität,  weiter auf fette Autos und Spitzengeschwindigkeiten zu setzen.

Ein Pedelec ist weder schwer (ca. 25 kg) noch schnell ( max. ca., 25km/h). Die Aufladung einer 500 Wh Pedelec-Batterie kostet (bei 25ct./KWh) 12,5 Cent – und damit kommt ein Pedelec ca. 70 km weit. Rechnet man das auf 560 km hoch, ergibt sich ein Strompreis von einem Euro.

„Die Elektrolimousine Tesla S fährt mit einer Stromladung von 90 Kilowattstunden 560 Kilometer weit“

Siehe -> http://www.stromschnell.de/technik/batterien-in-elektroautos-aktueller-stand-und-perspektiven_5123204_5093776.html

90 Kilowattstunden sind 90.000 Wh, also 180.000 mal mehr als eine Pedelec-Akku. Dummerweise sind die Kosten auch 180.000 mal so groß, also 2.250 ct oder 22,50 €.

Noch Fragen?

Ziel: Gewicht reduzieren sowie Tempobegrenzung in Städten Tempo 30 und auf Autobahnen Tempo 120. Die Autohersteller hätten damit eine Steilvorlage für eine andere Produkpolitik in Richtung E-Mobilität, weil man keine Motoren mehr bräuchte, die 200 km/h und mehr gewährleisteten. Nirgends auf der Welt könnte man diese Geschwindigkeiten mehr fahren. 


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