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Die Geschichte der Schokofahrt

03.10.19
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, Rad in den Medien

Foto: Schokofahrt.de



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Es wird Ernst. In ein paar Tagen geht es auf große Schokofahrt. Für die Kölner Gruppe ist es die dritte Fahrt, für mich die erste. Wir starten am 3. Oktober von Köln-Ehrenfeld auf die erste Etappe (133km). Am 2. Tag müssen wir 129km schaffen. Am Samstag, den 5. Oktober treffen wir uns in Amsterdam bei den Chocolate Makers und laden unsere Lastenräder voll. Nachmittags geht es dann auf die Rückfahrt. Montagabend werden wir wieder in Köln/Bergisch Gladbach erwartet.

Eine Idee, die auf den ersten Blick vollkommen absurd erscheint: eine emissionsfrei transportierte Schokolade essen. Der Kakao wächst jenseits des Atlantiks, der Transport über das Meer, die Herstellung und am Ende der Weg in den Laden und zur Endkundin: Das kann doch nicht klimafreundlich gehen. Doch!

Die Schokofahrt zeigt, dass das doch geht! Denn es geht um den bewussten Genuss von Luxusprodukten und nachhaltiges Handeln.

Und das fängt schon bei den Kakaobauern an: Der Rohstoff für die Schokolade wird in der Dominikanischen Republik von einer Kooperative unter biologischen Bedingungen angebaut und fair gehandelt. Dann übernimmt der Frachtsegler Tres Hombres die wertvolle Fracht und bringt sie ausschließlich mit Windkraft über den Atlantik nach Europa. Zielhafen: Amsterdam. Dort gelangt der Kakao zu der kleinen Manufaktur der Chocolatemakers. Übrigens erfolgt die Löschung der Ladung vom Schiff sowie der Transport zur Fabrik ebenfalls komplett ohne motorisierte Hilfsmittel, sondern mit viel kollektiver WoMen-Power.

Wenn jetzt der Rohstoff schon über 3000km auf See ohne fossile Energie zurück gelegt hat, muss der restliche Weg zur europäischen Endkundschaft doch auch ohne gehen!

Deshalb macht sich inzwischen zwei Mal im Jahr ein großes Netzwerk von Menschen auf den Weg mit dem Fahrrad nach Amsterdam zu fahren, dort die Schokolade abzuholen und in zahlreiche Städte in ganz Deutschland zu bringen. Von Oldenburg über Berlin bis München, sogar in die Schweiz und nach Österreich: Überall schwingen sich Menschen in den Sattel, um diese besondere Schokolade mit Pedalkraft in die einzelnen Geschäfte zu bringen.

 

 

Historie:
Frühjahr 2017:          1 Stadt, 4 Menschen
Herbst 2017:             5 Städte, 26 Menschen
Frühjahr 2018:          25 Städte, 80 Menschen
Herbst 2018:             30+ Städte, 100+ Menschen

Frühjahr 2019:          40+ Städte, 200+ Menschen


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