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Burscheid braucht keine Visionen, sondern Rad-Infrastruktur

13.05.19
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, Verkehrspolitik

© Sabine krämer-Kox



© Sabine krämer-Kox, Rechts soll die Rampe entstehen



© Sabine krämer-Kox, Plattform an der Brücke im Hintergrund soll Touristen anlocken



© Sabine krämer-Kox, Plattform soll Neugier auf _City_ wecken



© Sabine krämer-Kox, Aussicht von zuknftiger Plattform (geplante Rampe links)



© Sabine krämer-Kox, Vorhandene ausbaufähige Zuwegung...



© Sabine krämer-Kox, ...direkt zu Marktplatz, Restaurants und Kirchkurve



© Sabine krämer-Kox, Burscheid hat schon genug lästige Rampen...



© Sabine krämer-Kox, ...mit Unterbrechung der Radstrecke



Rampe und eine Plattform: geplante Kosten 534 000 Euro

 

Auf der Webseite der Stadt Burscheid ist folgende Einladung zur Informationsveranstaltung veröffentlicht:

 

„Zu einer Informationsveranstaltung zum IEHK Burscheid 2025 (Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept) lädt die Stadtverwaltung zusammen mit dem Stadtentwicklungsbüro ASS Hamerla | Gruß-Rinck | Wegmann + Partner, Düsseldorf ein:

 

am Montag, 13. Mai 2019 ab 17:30 Uhr
im Sitzungssaal des Rathauses (OG)
Eingang Ewald-Sträßer-Weg 2, 51399 Burscheid

 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden ab 17:30 bis ca. 18:45 Uhr umfänglich über die geplanten Maßnahmenschritte für den Innenstadtpark West (alter Friedhof an der Friedrich-Goetze-Straße) und den Gartenweg (Verbindungsweg zwischen Friedrich-Goetze-Straße und Hauptstraße) sowie über die Anbindung des Panorama-Radweges Balkantrasse an die Innenstadt im Bereich Hauptstraße (mit Plattform) informiert.

 

Es informieren die Stadtplaner Jutta Gruß-Rinck und Jens Ebener vom Büro ASS, Bürgermeister Stefan Caplan sowie die Dipl. Geographinnen Heike Wunderlich und Cornelia Giesow von der Stadtverwaltung. Anschließend stehen sie als Gesprächspartner für Fragen der Besucherinnen und Besucher zur Verfügung. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht erforderlich.“

 

Rampe vom Radweg in die „City“
Die Lokale Presse - u. a. der Kölner Stadt Anzeiger (Jan Sting / Artikel vom 12.04.19) - hatte ausführlich von den Plänen der Stadt Burscheid berichtet, am Panorama-Radweg Balkantrasse mittels einer ca. 2,50 m breiten Rampe (Steigung durchschnittlich ca. 8 %) eine Anbindung an die City zu schaffen, damit Touristen und andere Nutzer der Radtrasse Burscheid nicht links (bzw. rechts) liegen lassen.

  1. Burscheid hat bereits zwei lästige Rampen (statt Tunnel-Lösungen) im Verlauf des Panorama-Radwegs Balkantrasse auf seinem Stadtgebiet.
  2. Es ist unwahrscheinlich, dass Radfahrende in Richtung LEV-Opladen - bergab fahrend - eine Kehrtwende beschreiben, umständlich eine Rampe hinauf radeln/schieben, um in die Hauptstraße zu gelangen.
  3. Es fehlt eine lückenlose Radinfrastruktur

Aussichtsplattform - später mit Gastronomie
An die Brücke Hauptstraße soll eine aufwändige, ca. 100 m² große Aussichtsplattform angebaut werden. Welche atemberaubenden Ausblicke bieten sich denn von solch einer Plattform - fragen wir uns bzw. Sie? An der betreffenden Stelle verläuft der Panorama-Radweg Balkantrasse durch eine seinerzeit für die Eisenbahn in den Hang gesprengte Schneise. Dahinter beschreibt der Weg eine leichte Kurve. Außer einer baumbestanden Böschung mit Gestrüpp (und Müll) ist nichts Spektakuläres zu sehen. Schon in der wenig ansprechenden Animation des Planungsbüros sind Autos und Betonklötze dargestellt. Wenn das Konzept schon wenig einladend wirkt, wie soll da die Realität aussehen?

An der geplanten Plattform fließt darüber hinaus der Pkw-Verkehr vorbei. Touristen und Radfahrende suchen auf dem Radweg Ruhe und Erholung – und zwar ungestört von Verkehrslärm und Abgasen!

Lt. Planungsbüro soll die Plattform Aufmerksamkeit erregen und Touristen anlocken. Welche Veranlassung sollten Touristen haben, zu einer Aussichtsplattform hinaufzufahren, wenn man von unten bereits erkennt, dass man von oben nichts sieht.

 

Burscheid braucht keine Visionen, sondern Rad-Infrastruktur!

 

Die vorgesehenen Mittel könnten wesentlich sinnvoller für die Schaffung von "weniger abgehobener" Radinfrastruktur für den täglichen Gebrauch genutzt werden. Sinnvoll wären zwei deutlich sichtbare, sichere, breite Zuwegungen zum Panorama-Radweg Balkantrasse

 

- an der Dammstraße zum Marktplatz sowie
- in der Montanusstraße zum BergischenFahrradBus, Luchtenberg-Park und zur Hauptstraße.

 

Wichtig ist der einfache und sichere Anschluss an das Stadtzentrum, mit Kirche und vorhandener Gastronomie durch eine lückenlose Radwegeführung (und geöffnete Einbahnstraßen) von dem Panorama-Radweg ausgehend!

 

Liebe Radfahrerinnen und Radfahrer,

wenn Sie an einer Verbesserung der Radinfrastruktur in Burscheid Interesse haben, nutzen Sie den Termin am 13. Mai. mit anschließender Fragestunde, denn Burscheid braucht keine Visionen, sondern alltagstaugliche Radinfrastruktur!


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