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Bergischer FahrradBus

11.02.17
Kategorie: RheinBerg-Oberberg

© Bernhard Werheid, Bus mit Fahrradanhänger in der Ferienregion Eifel



© Bernhard Werheid, Bus mit 15+15 "Passagieren" auf dem Weg nach Burscheid


Kein FahrradBus für Bergisch Gladbach?

Der ADFC begrüßt außerordentlich die neue Buslinie "Bergischer FahrradBus", die entlang des "Panorama-Radweg Balkantrasse" und am "Bergischen Panorama-Radweg" verläuft.

Allerdings sind für die Radfahrer aus Bergisch Gladbach, die die oberbergische Talsperren Landschaft erfahren wollen, die geplanten Haltestellen für den FahrradBus in Leverkusen und Burscheid weit weg. Sie müssten jeweils 15 km Anfahrt auf sich nehmen und Burscheid ist leider nicht "nett" zu erreichen, da der Blecher-Hubbel dazwischen liegt.

Wenn schon aus fahrplantechnischen Gründen Bergisch Gladbach keine Option ist, obwohl es gute Gründe gibt, hier zu starten,  z.B. weil durch den S-Bahn-Anschluss auch die Kölner Radfahrer gut angebunden wären, dann bietet sich doch Altenberg an. Altenberg, hier hält auch der „Bergische WanderBus“, wäre von Bergisch Gladbach und dem Umland gut zu erreichen und die Bushaltestelle wäre groß genug, um den Bus samt Anhänger aufzunehmen.

Der geplante Anschluss in Pattscheid macht wenig sind, da hier die Balkantrasse entlang läuft und die Haltestelle Burscheid gut mit dem Fahrrad erreichbar wäre. Die Rückfahrt nach Pattscheid macht auch nicht wirklich Sinn, da das Fahrrad von Bergisch Born hierhin entspannt den Berg runterrollt.

Aufgrund der zu erwartenden Anzahl Mitfahrer ergibt es hier offensichtlich ein Plus für Altenberg. Aufgrund der vielen Möglichkeiten, im oberbergischen Rad zu fahren, wäre diese Anbindung für jeden Radfahrer auch keine einmalige Sache. Von Hückeswagen, Wipperfürth und Marienheide kann man die Ausflugsziele "Bonte Kerken", Wasserquintet, Wuppertalsperre, usw. erreichen.

Der Start der neuen Buslinie erfolgt mit konventionellen Bussen. Finanziert wird dies u.a. durch ein LEADER-Projekt.

LEADER, ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.

Für den Aktionszeitraum 2014-2020 sind unsere Regionen "Bergische Wasserland" und "Oberberg" mit dabei. Der ADFC RheinBerg-Oberberg ist Projektpartner.

Uns allen sollte klar sein, dass ohne die EU solche Projekte niemals umgesetzt würden.

Im Rahmen des Projektantrages sollen zukünftig auch Wasserstoffbusse (Brennstoffzellen-Hybridfahrzeuge) eingesetzt werden. Dieser Antrieb ist emissionsfrei (aus dem "Auspuff" kommt nur Wasserdampf) und wird bei der RVK in Zukunft wohl der primäre Bustyp werden. Beim Brennstoffzellenantrieb wird der Wasserstoff (fällt durch die in der Region vorhandene chemische Industrie Wasserstoff als Nebenprodukt an und muss nicht erst aufwendig sowie kosten- und energieintensiv erzeugt werden) in der Brennstoffzelle in Strom umgewandelt. Dieser treibt dann die Elektromotoren an.

Im Projekt JIVE sollen ab 2018 rund 140 Fahrzeuge beschafft werden.

Bis 2020 sollen in den verschieden Verbünden in der Region 100 Busse dieses Typs angeschafft werden. Bis 2030 will die RVK seine gesamte Flotte durch Busse mit regenerativen Antrieben ersetzen.

Die Städte können nicht noch mehr Dieselabgase ertragen!


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