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Ansichten zu Radfahrpolitik im Rheinisch-Bergischen Kreis - Tülay Durdu

08.10.17
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, Verkehrspolitik

© Bernhard Werheid - Radfahren in der Stadt


Am 8. Oktober fällt die Entscheidung – die Landratswahl steht vor der Tür. Wir haben Fragen zur zukünftigen Radfahrpolitik. Hier die Antwort der Kandidatin Tülay Durdu.

Guten Morgen Herr Werheid,

zunächst möchte ich mich für ihr Interesse und ihre Frage bedanken und bitte gleichzeitig um Verständnis, dass ich erst heute antworte.

Die Bedeutung des Fahrrads steigt und das ist auch gut so. Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad. Nicht nur im Freizeitverkehr, sondern auch auf dem Weg zur Arbeit.

Dank E-Bike wird dieser Trend weiter anhalten. Dies ist gut für die Umwelt. Dies ist im Übrigen auch gut für die Gesundheit derer, die sich mit dem Fahrrad bewegen.

Als Landrätin werde ich insgesamt meine Kraft für einen besseren, kundengerechten und umweltgerechten Verkehr einsetzen. Dazu gehört eine weitere Steigerung eines attraktiven ÖPNV und ein immer besseres Angebot für Fahrradfahrerinnen und -fahrer. Das hier viel zu tun ist zeigt das bescheidene Abschneiden der erfassten kreisangehörigen Kommunen beim "Fahrradklima-Test" von ADFC, z.B. das Ergebnis von Bergisch-Gladbach (vorletzter Platz im Vergleich zu Städten gleicher Größe).

Auf Initiative der SPD im Rheinisch-Bergischen Kreis sind die Mittel für die Erneuerung von Fahrradwegen an Kreisstraßen 2017 von zuvor

60.000 € auf 160.000 € jährlich angehoben worden. Es zeigt sich, dass weitere Mittel erforderlich sind, um den Zustand der Fahrradwege weiter zu verbessern. Dies werde ich vorschlagen.

Aber wir müssen auch in den Neubau investieren – z.B. in den Bau eines Schnellradweges von Bergisch-Gladbach nach Köln, später von Bergisch-Gladbach nach Leverkusen. Auch die Verknüpfung von gut ausgebauten, schnellen Radwegen von Overath über Bensberg nach Köln und von Overath- Untereschbach über Rösrath nach Köln halte ich für richtig.

Weiter wichtig ist mir eine Vernetzung des Angebotes, damit Menschen den öffentlichen Personennahverkehr als Grundversorgung nutzen können, aber z.B. auch mit dem Fahrrad oder E-Bike fahren. Hierzu braucht es sichere (!) Abstellmöglichkeiten an zentralen Bahnhöfen in der Region. 

Und es braucht einen Mobilpass, der die Nutzung von ÖPNV, Mietauto und Mietfahrrad attraktiv, schnell und unkompliziert ermöglicht.

Der Fahrradtourismus ist weiter zu unterstützen. Die Idee, weitere Freizeitbusangebote wie den neuen Bergische FahrradBus von Opladen nach Marienheide anzubieten, halte ich für richtig.

Diese Punkte zeigen: Nur im Verbund mit den Kommunen, im Verbund in der Region und durch Unterstützung von Bund und Land NRW werden wir es schaffen, hier voranzukommen. Ich werde als Landrätin diese Punkte vorantreiben – im Bündnis mit den Akteuren der Regionale, dem NVR u.a.!

Der Rheinisch-Bergische-Kreis sollte – wie schon der Rhein-Erft-Kreis, der Rhein-Sieg-Kreis oder der Kreis Düren – Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) werden. Das Ziel, zukunftsfähige, belebte und wohnliche Kommunen zu gestalten, in denen ihre Bewohner gerne leben trifft voll meine eigene Zielrichtung:  

Gemeinsam gut und sicher Leben im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Mit den besten Grüßen

Tülay Durdu


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