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Ansichten zu Radfahrpolitik im Rheinisch-Bergischen Kreis - Stephan Santelmann

08.10.17
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, Verkehrspolitik

© Bernhard Werheid - Radfahren in der Stadt


Am 8. Oktober fällt die Entscheidung – die Landratswahl steht vor der Tür. Wir haben Fragen zur zukünftigen Radfahrpolitik. Hier die Antwort des Kandidaten Stephan Santelmann.

Sehr geehrter Herr Werheid,

vielen Dank für ihre Anfrage.  Gerne nutze ich  die Gelegenheit, hier Stellung zu nehmen.

Das Thema Mobilität im Ganzen ist für mich eines der Haupthemen, denen ich mich in den kommenden Jahren widmen möchte, weil es auch eine der großen gesamtgesellschaftlichen Aufgaben ist, die es gilt anzugehen.

Dem Fahrrad als Verkehrsmittel ordne ich dabei eine tragende und sich weiter in ihrer Bedeutung entwickelnde Rolle zu.

Der Radverkehr eignet sich dazu, die Mobilität im Nah- und mittleren Bereich weiter auszubauen und gleichzeitig ermöglicht er, über die entsprechende Infrastruktur, den Umstieg auf den ÖPNV und damit einen zügige Fortbewegung über größere Distanzen bequem zu ermöglichen.

Der Umstieg soll dabei an Punkten stattfinden, die eine einfache Verknüpfung von verschiedenen Verkehrsmitteln (Mobilstationen) möglich machen und gleichzeitig nicht als einfache „Haltepunkte“ zu verstehen sind, sondern für die Nutzer zum Beispiel sichere Unterstellmöglichkeit und auch Lademöglichkeiten für E-Bikes vorhalten können.

Über mittlere und größere Distanzen ergeben sich für E-Bikes und Pedelacs optimale Möglichkeiten, die soweit es baulich möglich ist, auf eigenen Rad(schnell)wegen unterwegs sind.

Der Kreis übernimmt dabei als Betreiber der Kreisstraßen auf seinen eigenen Straßen den Bau und die Pflege von Radwegen. Darüber hinaus ist der Kreis moderierend und entwickelnd gemeinsam mit den Städten des Kreises und der Nachbarkommunen darin tätig, ein ganzheitliches Konzept zur Fahrradmobilität zu entwickeln.

In Anbetracht der Topographie des Kreises, mit westlichen Gebieten, die relativ flach sind und mit leicht aufsteigenden Flächen in östliche Richtung und einer klaren bergischen Struktur die durch eine Vielzahl an Tälern geprägt ist, stellt es eine Herausforderung dar, eine ganzheitliches Konzept zu entwickeln.

Meine Vision ist es, über teilweise kleinteilige, auf die unmittelbaren Bedürfnisse zugeschnittenen Lösungen, den Bürgerinnen und Bürgern des Kreise Lösungen für Ihre jeweiligen Mobilitätsbedürfnisse anzubieten und gemeinsam mit Akteuren der Verkehrsunternehmen und der lokalen Wirtschaft eine Mobilität Aller zu erreichen. Dabei spielen Leihräder (klassisch oder E-Bikes) ebenso eine Rolle wie der ÖPNV und die digitale Vernetzung und Bereitstellung anderer verkehrlicher Ressourcen.

Gerne würde ich mich nach meiner erfolgten Wahl einmal mit Ihnen zusammensetzen und mir im Austausch mit Ihnen und weiteren Fachleuten die verkehrlichen Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Santelmann


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