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Aktion „1,5m Abstand“ – auch in Oberberg

19.08.18
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, Aktionen

© Christian Stackelbeck - Abstand auch in Frankreich - gesehen auf der Alpentour Wien-Nizza



© radlobby.at - und auch in Österreich



© Sabine Krämer-Kox - Polizei-Auto mit Abstand-Aufkleber



© Sabine Krämer-Kox - der Abstand-Aufkleber



© Sabine Krämer-Kox - Sicherheitsabstand



© Sabine Krämer-Kox - Polizei OBK zeigt Flagge bzw. Aufkleber



© Sabine Krämer-Kox - Das sind 1,50 Meter



© Oberberg-Aktuell


Im Rahmen der Aktion „Gemeinsam auf der Trasse… aber sicher!“ machen die Polizei im oberbergischen Kreis und der ADFC auf ein weiteres Thema aufmerksam, welches bei Fahrradfahrenden zu großer Unsicherheit führt: Mangelnder Seitenabstand der anderen, meistens viel schnelleren und größeren Fahrzeuge. Nun ist es keineswegs so, dass die meisten im Straßenverkehr nicht rücksichtsvoll agieren würden – der Individualverkehr ist deswegen so berüchtigt, weil es einfach einige Idioten gibt oder weil Fahrzeugführer alkoholisiert oder mit Drogen vollgestopft sind (bei Verkehrskontrollen die häufigsten Vergehen).

Als unmittelbare Unfallursache tritt ein mangelnder Überholabstand selten in Erscheinung. Vermutlich sehr viel häufiger, wenn auch schwieriger zu erfassen und noch weniger untersucht, führt mangelnder Überholabstand indirekt zu vermeintlichen Alleinunfällen.

Ansonsten werden Unfälle von Radfahrern durch mangelnde seitliche Abstände beim Vorbeifahren nur in schweren Fällen überhaupt statistisch erfasst. Als Alleinunfälle erhalten sie nur im Falle notwendiger Hilfsmaßnahmen den Status verkehrlicher Unfälle.

 

Seitliche Abstände beim Vorbeifahren

Konflikte mit dem ruhenden Verkehr. sind Hauptunfallursache für Radfahrer auf der Fahrbahn. Abrupt geöffnete Autotüren stellen für Radfahrende eine signifikante Gefahr dar. Nach einer Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) (Bericht V9 1994) machen Türkollisionen 46 % aller Unfälle auf der Fahrbahn aus.

Mangelnde Seitenabstände überholender Autos erschrecken Radfahrende. Wer durch solche Situationen das Radfahren als gefährlich erlebt, fährt nicht gerne weiter Rad.

 

Wie kann man dem entgegenwirken?

Um wichtige Bewusstseinsveränderungen bei Lenker*Innen motorisierter Fahrzeuge und Radler*Innen zu bewirken muss man immer wieder auf dieses Thema hinweisen.

 

Es gibt in unserer Geschäftsstelle Warnwesten mit dem „1,5m Abstand“ Thema, welche im Straßenverkehr sehr gut funktionieren, vermutlich weil die Autofahrer direkt auf die Problematik hingewiesen werden. Für Kraftfahrzeuge haben wir die Abstandsaufkleber, welche ebenfalls auf unser Thema hinweisen. Je mehr Warnwesten von Radfahrenden aktiv genutzt werden und je mehr Abstandsaufkleber auf Kraftfahrzeuge kleben, umso mehr werden die Menschen für das Thema sensibilisiert sein.

 

Auto oder Fahrrad?

Für die Wahl des Verkehrsmittels ist die subjektive, gefühlte Sicherheit deutlich wichtiger als die objektive. Wir initiieren daher eine langfristig angelegte Kampagne (nach Köln, Aachen und Bonn) auch in unserer Region:

„An alle Verkehrsteilnehmer: Sicher überholen mit mindestens 1,5 m Abstand.“

Das führt zu größerem Abstand beim Überholen, erhöht die subjektive Sicherheit – und macht das Radfahren spürbar attraktiver. Auch Fußgänger werden sich über reichlich Abstand freuen.


„An alle Radfahrer: Haltet Abstand zu parkenden Fahrzeugen, mindestens 1,2 Meter.

Eine plötzlich sich öffnende Autotür lässt euch keine Zeit zum Ausweichen oder das Fahrzeug hinter euch wird im Zweifel dann auch keinen 1,5m Abstand einhalten können.


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