Keine weitere Autobahnbrücke im Kölner Süden!

Keine weitere Autobahnbrücke im Kölner Süden!

Der Kreisverband Rhein-Erft des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) spricht sich dafür aus, die Planungen für eine weitere Autobahn zwischen der linksrheinischen A555 und der rechtsrheinischen A59 sofort einzustellen und damit auch den Plan einer weiteren Autobahnbrücke südlich von Köln aufzugeben.

Nach Ansicht des ADFC Rhein-Erft würden durch den Bau einer solchen Autobahn sämtliche Bemühungen, Menschen verstärkt zur Wahl umweltfreundlicher Verkehrsmittel (Fahrrad, Fußverkehr, ÖPNV) zu bewegen, konterkariert und geradezu ad absurdum geführt. Eine Verlagerung des Verkehrs weg vom umwelt- und gesundheitsschädlichen Auto hin zu menschenverträglichen Verkehrsmitteln ist aber dringend erforderlich, denn der Verkehrsbereich weist seit Jahren, im Gegensatz zu  anderen Sektoren, steigende CO2-Emissionen auf. Die voranschreitende Klimakatastrophe, unter deren Auswirkungen wir bereits jetzt sehr konkret leiden, erfordert zwingend eine Verkehrswende. Doch überdimensionierte Bauprojekte für den motorisierten Individualverkehr wie die „Rheinspange 553“ sind mit einer beabsichtigten Verkehrswende in keiner Weise vereinbar. Schon gar nicht wenn, wie es momentan den Anschein hat, die Rheinbrücke ohne jegliche Fuß- und Radwege geplant wird.

„Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“ Dieses Zitat eines Automanagers gilt heute längst als unbestrittene Binsenweisheit. Mit dem Bau noch einer weiteren Autobahn wird es nicht zu einer „Entlastung“ kommen sondern im Gegenteil zu vermehrter Verkehrsbelastung der jetzt schon lärmgeplagten Bevölkerung und der Natur. Der Bau der „Rheinspange“ hätte zahlreiche negative Folgen. U. a. würden Wege für den Rad- und Fußverkehr zerschnitten. Es würden massiver Flächenverbrauch und Bodenversiegelung betrieben, es würden weitere krank machende Lärmbelastung entstehen und es würden verschiedene Naturschutzgebiet und FFH-Gebiete massiv beschädigt.

Der ADFC Rhein-Erft fordert, stattdessen die Schaffung einer Rheinquerung im Kölner Süden für den Fuß- Fahrrad- und öffentlichen Verkehr zu prüfen und voranzutreiben. So könnte für tausende Berufspendler links- und rechtsrheinisch eine Möglichkeit geschaffen werden, autofrei ihre Arbeits- und Wohnorte auf der jeweils anderen Rheinseite zu erreichen.

Diese dringend notwendige Förderung nachhaltiger und umweltverträglicher Mobilität würde aber durch den Bau einer zusätzlichen Autobahnbrücke blockiert und unmöglich gemacht.  

Inhaltliche Rückfragen beantwortet gerne: Roger Eichler,  Tel.: 0163 7178925 , eMail: roger.eichler@adfc-rhein-erft.de         Aktuelle Info‘s: www.rheinspange.org

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