Voraussetzungen zur Wiederaufnahme von ADFC-Radtouren

07.05.20

Liebe Aktive in den Gliederungen des ADFC, liebe Vorsitzende, Vorstände, Radtourenleitende, politisch Aktive, liebe Hauptamtliche,

sehr viel schneller als noch vor kurzem vorstellbar, werden immer mehr Beschränkungen aufgehoben. Damit gewinnt auch die Frage, wann und unter welchen Auflagen der ADFC wieder geführte Radtouren durchführen darf und sollte, an Brisanz.

Die ADFC-Bundesgeschäftsstelle und die Geschäftsführungen der Landesverbände sind dazu im engen Austausch. Am Mittwoch, den 6.5., hat der Bund die Verantwortung für weitere Lockerungen an die Bundesländer abgegeben. Damit zeichnet sich ein Flickenteppich an Lösungen ab. Wir haben daher gemeinsam beschlossen, dass die Landesverbände jeweils Ihre Gliederungen informieren werden, wann und unter welchen Bedingungen die gesetzlichen Vorgaben insbesondere Radtouren eindeutig wieder ermöglichen.

Voraussetzung dafür ist, dass Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gelockert und Einschränkungen für das Gastgewerbe, Verbote touristischer Ausflüge sowie teilweise bestehende Verbote von Vereinstätigkeiten weiter gelockert oder aufgehoben werden. Erst dann sind geführte Radtouren wieder grundsätzlich möglich. Die aktuellen Lockerungen zum Freizeit- und Breitensport sind keine ausreichende Voraussetzung, um Touren wiederaufzunehmen.

Wir weisen aber eindringlich daraufhin, dass die Lockerung nicht bedeutet, dass wir sofort zum gewohnten Geschäft übergeben können. Bei der Durchführung von Radtouren und Veranstaltungen ist zum einen verantwortungsvolles Handeln gefragt, um Infektionen so gut es geht zu meiden und mit gutem Beispiel voranzugehen. Zum anderen müssen Auflagen zum Infektionsschutz erfüllt werden.

Um Infektionsketten nachzuverfolgen sollten wir künftig mit Anmeldungen und Teilnahmelisten arbeiten. Auf jeden Fall müssen wir die jeweils geltenden Vorgaben der Bundesländer bei der Tourenplanung und Routenauswahl berücksichtigen. Dies beinhaltet die Einhaltung von Zugangs- und Hygienevorgaben und -beschränkungen für Gastronomie und Freizeiteinrichtungen ebenso wie die Einhaltung des Mindestabstandes und die Auswahl einer wenig frequentierten Reiseroute zur Entzerrung von Besucherströmen.

Bevor wir wieder ADFC-Radtouren durchführen können, müssen also viele Punkte berücksichtigt und organisiert werden. Dazu bereiten wir gemeinsam mit den Landesverbänden Empfehlungen vor.

Aufgrund dieser organisatorischen Fragen und der noch ausstehenden Lockerungen halten wir einen Start im Mai für unwahrscheinlich. Je nach Tempo der Lockerungen und bei guter Vorbereitung könnte dies jedoch in einigen Bundesländern im Juni möglich sein.

Gemeinsam fiebern wir darauf hin, auch als Verein wieder in Kontakt mit den Menschen treten zu können, Mitglieder zu gewinnen und Einnahmen zu erzielen. Dennoch empfehlen wir dringend eine umsichtige Vorgehensweise bei der Wiederaufnahme eurer Tätigkeiten, die die Gesundheit von ehrenamtlich Aktiven und Teilnehmer*innen in den Mittelpunkt stellt. Es geht nicht darum, am ersten Tag nach den Lockerungen alle Regelgrenzen auszureizen und auf weiteren Öffnungen zu beharren, sondern darum, die ADFC-Arbeit gemeinsam gut aufzustellen für die unerwarteten Herausforderungen durch die Pandemie.

Auch unsere anderweiten Vereinstätigkeiten wie Aktionen, Veranstaltungen, Codierungen und der Betrieb von Infoläden haben wir derzeit eingestellt. Die Landesverbände werden auch hierzu im Austausch mit uns Empfehlungen abgeben oder und beraten. Aktuell gilt bereits:

ADFC-Infoläden können wieder geöffnet werden unter Berücksichtigung der Vorgaben für den Einzelhandel. Codierungen gelten als Dienstleistungen und sind mit entsprechenden Vorkehrungen ebenfalls möglich. Von Aktionen, bei denen man auf Personen zugeht, wie beim Bike To Work Day, raten wir dringend ab.

Alles Gute, bleibt gesund, passt auf euch und unsere Gesellschaft auf!

Burkhard Stork

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)

Bundesverband

Mohrenstr. 69, 10117 Berlin


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