Rückblick auf das Fahrradjahr 2019

30.12.19

Liebe Radfahrende,

ein für den Radverkehr ereignisreiches Jahr 2019 geht mit einer erfreulichen Bilanz zu Ende.

Einer der Höhepunkte war die mit Spannung erwartete Stimmen-Auszählung der landesweiten Initiative "Aufbruch Fahrrad", die mit über 200.000 Unterschriften alle Erwartungen übertraf und bewirkte, dass Anfang Oktober die Vertreter der Initiative dem Verkehrsausschuss des Landtags einen Neun-Punkte-Forderungskatalog zur Förderung des Radverkehrs vorlegen konnten. Die Landesregierung hat eine zügige Prüfung und Umsetzung der Verbesserungsvorschläge zugesagt.

Rückenwind erhielt auch die Radverkehrsplanung in Kaarst. Sowohl im Klimaschutz- als auch im Mobilitätskonzept der Stadt ist der Radverkehr eine der tragenden Säulen der Verkehrswende. Wenn auch in Kaarst  hinsichtlich des Zustands der Radwege noch vieles im Argen liegt, so erkennen wir doch ein deutlich gestiegenes Interesse der politischen Vertreter an den Belangen des Radverkehrs. Wir werten die Entscheidung für den Bau des Schutzstreifens entlang der Neusser Straße als wichtiges Signal und freuen uns über die Fertigstellung des ersten Abschnitts.

Auch auf Bundesebene zeichnet sich ein Umdenken zugunsten des Radverkehrs ab. Die von der Bundesregierung vorgelegte Novellierung der Straßenverkehrsordnung enthält zahlreiche Verbesserungen für Radfahrer, vom Halteverbot für Kfz auf Schutzstreifen über eine drastische Anhebung des Bußgelds für Radwegparker bis zur Ahndung des Unterschreitens von Sicherheitsabständen. Wir hoffen, dass der Entwurf den Bundesrat ohne Abstriche passiert.

Für das Jahr 2020 wünschen wir allen Radlerinnen und Radlern alles Gute mit vielen sicheren und erbaulichen Fahrradkilometern!

ADFC Kaarst
für den Arbeitskreis Radverkehr
Horst Luhmer


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