Tour-Beschreibung: Von Monschau nach Düren

10.07.19
Kategorie: Tourismus, Radreisen

Ausgangspunkt: Das Rote Haus in Monschau



Impressionen vom Rursee



Impressionen vom Rursee



Wasserkraftwerk im Jugendstil (Heimbach)



Das Logo des RurUfer-Radwegs



Die Vennbahn als Alternative: sehr gute Beschilderung (hier in der Nähe von Monschau)


Monschau in der Eifel: Lebendiges Treiben in alten Mauern, ein mittelalterliches Stadtbild mit idyllischen Fachwerkhäusern, engen Gassen und Kopfsteinpflaster. Und für ADFC-Touristiker Ralf Imhoff Ausgangspunkt für eine spontane Radtour nach Düren.

 

Mein ursprünglicher Plan, so Ralf, war folgender:


Erst mit der Bahn nach Aachen. Dann den Fahrradbus der Linie 66 bis Monschau nehmen  – und von dort bis nach Düren radeln und wieder zurück mit der Bahn nach Münster (geht bequem mit dem RE und einmaligen Umsteigen in Köln in gut 3 Stunden). Dann aber muss man eventuell in Aachen übernachten.

Durch einen Zufall war ich aber sowieso in Aachen. Also habe ich einen guten Freund gebeten, mich mal eben nach Monschau zu bringen und mich in Düren wieder abzuholen.

Ausgangspunkt

Das Rote Haus in Monschau (der Ort war bis zum kaiserlichen Erlass von 1918 noch als Monjoie benannt)

Das Streckenprofil

Vom Streckenprofil verspricht die Tour eine leichte Bergabfahrt: beginnend auf rund 400 m Höhe hinunter auf etwa 120 m Höhe bei Düren. Es geht also im Prinzip bergab, wenn nicht immer mal wieder nette Anstiege zu bewältigen wären. Zweimal geht es sogar fast wieder bis zur Ausgangshöhe hoch. Auf den ersten 20 km ist das Tal der Rur (richtig: ohne „h“ und französisch oder Niederländisch: Roer) schmal und wild. Die Gegend lädt zur Betrachtung ein, leider der Weg auch. Ist man zügig unterwegs sollte man auch schon auf die Strecke achten, meist ist die Fahrbahndecke nur wassergebunden. Es wechselt schon mal auf gröberen Schotter. Ab dem kleinen Örtchen Einruhr (rund 600 Einwohner, diesmal mit „h“) mit Einkehrmöglichkeit wird es dann sportlich. Aus dem Talgrund geht es parallel zur B258 (Radweg links der Straße) ca. 2 km bergauf. Die Steigung beträgt etwa 5%. Die B258 wird in einer unübersichtlichen Haarnadelkurve überquert. In meinem Fall war es Sonntag, alle Mopeds hatten Ausgang (beliebte Motorradstrecke!). Der Weg schlängelt sich am Rursee vorbei, mit wiederum einer Bergprüfung, diesmal auf Schotter und weiter bis Heimbach (touristisch erschlossen). Ab Nideggen wird die Sache flacher, bis zum Zielpunkt in Düren sind praktisch keine Steigungen mehr zu bewältigen. Die Ausschilderung ist brauchbar aber das grün-blaue Schild des RurUfer-Radwegs ist nicht überall angebracht. Eine Fahrradklingel ist unbedingt erforderlich, besonders am Wochenende, da der Weg auch als Wanderweg genutzt wird.

Sonstige Infos

  • Streckenlänge: knapp 70 km
  • Untergrund: überwiegend wassergebunden, auch Schotter/ Waldwege, kurze Etappen auf Landstraßen, Radwege vorhanden
  • Sehenswert: Monschau, Einruhr mit dem Obersee, Staumauer  Schwammenauel,  das Jugendstil-Wasserkraftwerk Heimbach, Heimbach, Nideggen (Burg)
  • Geeignet für: Mountain-Bikes, Treckingräder mit breiterer Bereifung , Gravel-Bikes, E-Bikes
  • Zeitbedarf: ca. 3,5  bis 4 Stunden, ohne Pausen (zügig gefahren mit dem Mountainbike)
  • Linienfahrplan: Fahrradbus 66 (PDF) von Aachen nach Monschau (oder umgekehrt)

Weitere Informationen zum RurUfer-Radweg

Alternativ-Tipp

Monschau liegt auch am Vennbahn-Radweg; weniger abenteuerlich rollt es sich auf einer alten Bahntrasse fast mühelos nach Aachen (rund 50 km).

 

Bilder: Peter Wolter/ Ralf Imhoff


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