Terminankündigung: Open Data-Workshop für Vereine am 5. September 2019

07.08.19
Kategorie: Mobilität, Verkehrspolitik

Unfallhäufungsstellen in Münster. Screenshot von crashes.codeformuenster.org



Thomas Werner von der citeq und Mario Wiedemann von der Bertelsmann Stiftung (r.) bereiten den Open Data-Workshop in Münster vor. (Foto: Stadt Münster)



"Ich bin ein Bot und beobachte den Verkehr in Münster. Ein Service von @fahrradstadtms" (Screenshot von Twitter)


Die Digitalisierung der Verwaltung führt auch zu neuartigen Informationsangeboten. Es werden bislang „versteckte“ Daten so veröffentlicht, dass Unternehmen oder App-Entwickler den Bürgerinnen und Bürgern die in den Daten enthaltenen Informationen – etwa zu Mobilitätskennziffern oder Unfalldaten – nutzbringend zur Verfügung stellen können.

 

Von diesen offenen Daten können auch Vereine oder gemeinnützige Organisationen profitieren. Wie das funktioniert, wollen die Stadt Münster und die Bertelsmann Stiftung in einem "Open Data-Workshop" gemeinsam mit Personen erarbeiten, die sich in Vereinen und anderen gemeinnützigen Organisationen engagieren.

Der Workshop findet am Donnerstag, 5. September, von 10 bis 15 Uhr im städtischen Jugendinformations- und -bildungszentrum (Jib) an der Hafenstraße statt. Interessierte finden unter www.citeq.de/veranstaltungen einen Link zu weiteren Informationen und können sich dort kostenlos registrieren.

Mehrwert für Vereinsarbeit

IT-Experten der Stadt Münster und der Bertelsmann Stiftung erläutern unter dem Titel "Offene Daten für alle" die Möglichkeiten der Arbeit mit "Open Data". Erklärt wird, was zu den offenen Daten zählt und wie sie in die Arbeit der Vereine einbezogen werden können. Es soll nicht nur der Zugang zu den offenen Daten, sondern auch deren Nutzen für die Vereinsarbeit erarbeitet werden. So lassen sich beispielsweise mithilfe offener Daten die Notwendigkeit von Fördermitteln untermauern, Informationen für Berichte und Artikel gewinnen oder gesellschaftliche Entwicklungen prognostizieren. Münster ist eine von bisher etwa 70 Kommunen in Deutschland, die offene Daten veröffentlichen. Ziel der Stadt Münster ist, zum Nutzen der Menschen, Behörden, Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder App-Entwicklern weitere Daten als Open Data zur Verfügung zu stellen.

"Im Workshop wollen wir die Sichtweisen von Vereinen näher kennen lernen. Das hilft uns, Datensätze zu identifizieren, die für die Öffentlichkeit von besonderem Interesse sind", sagt Thomas Werner, der als Mitarbeiter von Münsters kommunalem IT-Dienstleiter citeq die Open Data-Aktivitäten der Stadt Münster koordiniert.

Zwei Anwendungsbeispiele aus Münster

Die Organisation Code for Münster setzt sich schon seit ein paar Jahren mit Offenen Daten auseinander. Unter https://crashes.codeformuenster.org hat sie, (mit Unterstützung des ADFC Münsterland), die Zahlen der offiziellen Unfalldaten der Polizei seit 2007 gesammelt – um sie anschaulich aufzubereiten und für eigene Analysen zur Verfügung zu stellen. Dahinter steht die Frage: Mehr Sicherheit beim Radfahren: Wie offene Unfalldaten helfen können. So wurden beispielsweise Unfälle (2007-2018) mit Radbeteiligung am Kreisel und in ganz Münster sowie mit PKW-Beteiligung in ganz Münster visualisiert.

Der Twitter-Bot @VerkehrswatchMS möchte automatisiert verschiedene Informationen rund um den Verkehr in Münster zur Verfügung stellen. Angefangen hat mit der Idee, den (frappierenden) Leerstand der städtischen Parkhäuser zu erfassen und den dadurch entstehenden, verschenkten Flächenverbrauch anhand von Beispielen zu verdeutlichen.


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